Galaubas
Zu Besuch bei unsern Schweizer Freunden im Gers: Château de Galaubas bei Lannepax




Gewitter
Das erste heftige Gewitter in diesem Jahr mit Hagel und 30 mm Niederschlag in in einer halben Stunde, hat tiefe Gräben in den für die Aussaat vorbereiteten Feldern hinterlassen. Zwei Tage Arbeit für die Katz! „Das isch haut buret!“

Foto Mami Nonoguchi



Chnuchelhuusgrube
Aus der ehemaligen Chnuchelhuusgrube in der Gemeinde Grossaffoltern ist ein wertvolles Naturschutzgebiet geworden. Nachdem für den Wegebau in der Gesamtmelioration Grossaffoltern (1978-1998) hier Kies abgebaut wurde und nach der teilweisen Wiederauffüllung konnte der Kanton Bern das ganze Areal im Jahr 2000 unter Schutz stellen. 
Zahlreiche Tümpel und Weiher und artenreiche Trockenrasen…

Sandsteinwände als Habitat für Uferschwalben…

… bilden ein einzigartiges Biotop im intensiven Ackerbaugebiet!
Potager (Pflanzplätz, Gemüsegarten)
Die Kartoffeln sind gesetzt, Salat und Rübli gesät, Tomaten keimen im Gewächshaus…
Es lebe die Gartenarbeit!



Steiniger Boden
Seit mehr als fünfzehn Jahren lese ich auf europäischen Feldern immer wieder Steine zusammen. Und immer noch hoffe ich auf einen historischen Fund: römische Münzen, voreiszeitliche Pfeilspitzen, Goldschmuck, wertvolle Mosaikböden…. Nichts, aber auch gar nichts habe ich bisher gefunden. Nicht einmal einen Obelix-Hinkelstein… Ich finde das ungerecht!

Saatgut

Ich habe die Saatgutbestellung für dieses Frühjahr gemacht. Schliesslich soll die Aussaat ja bereits ab Mitte März beginnen.
Erstmals werden wir rund 10 ha Kichererbsen (pois ciche) anbauen. Saatmenge 150 kg/ha, Sorte Twist. Die Nachfrage nach Bio-Kichererbsen wächst und lässt sich wegen dem Wärmebedarf der Pflanze nur im Süden anbauen! Biosaatgut ist erst spärlich vorhanden, wir werden daher eine Ausnahmebewilligung für nicht behandeltes konventionelles Saatgut beantragen müssen.
Daneben wollen wir rund 16 ha Bio-Sonnenblumen (Tournesol) säen. Mit Sonnenblumen haben wir schon viel Erfahrung. Wir säen mit Einzelkornsämaschine 75’000 Körner/ha. Aussaattermin Mitte April bis Mitte Mai.
Die Saatgutkosten belaufen sich damit auf insgesamt rund 4000 €. Lieferantin ist meine Biogenossenschaft Qualisol http://www.monbioab.fr/Le-bio-chez-Qualisol_580.html
H5N8
Die Vogelgrippe H5N8 (grippe aviaire) trifft unsere Region massiv. Das Departement Gers gilt frankreichweit als das Gebiet der Enten und Gänse. Auch die berühmt berüchtigte fois gras wird auf vielen Betrieben produziert.
Die Vogelgrippe H5N8 wird nicht auf den Menschen übertragen, gilt aber unter den gefiederten Freunden als hoch ansteckend und wird von Wildvögel (oiseaux migrateur) übertragen. Gerade weil hierzulande die meisten Geflügelhalter ihre Tiere im Freiland halten, ist die Region stark betroffen.
In ganz Europa sind bereits 18 Länder betroffen, hier im Gers allein bisher 77 Betriebe! Das Landwirtschaftsministerium hat sich zu drastischen Massnahmen entschlossen: Alle Geflügel im Umkreis von betroffenen Betrieben sollen präventiv getötet und vernichtet werden, die Ställe werden desinfiziert und mit einem mehrmonatigen Haltungsverbot belegt. Im ganzen Südwesten spricht man von der Tötung von 800’000 Tieren! Gestern wurde hier eine Liste von 88 Gemeinden publiziert die bisher betroffen sind. Unsere Gemeinde Traversères ist (noch) nich darunter.
Und natürlich laufen emotionale Diskussionen, wer das alles bezahlen soll! Für einzelne Betriebe mit grossen Geflügelbeständen kann die Geflügelgrippe existentiell werden!
Traurige Geschichte, insbesondere weil man davon ausgehen muss, dass wegen der Ansteckungsgefahr künftig die Geflügel-Freilandhaltung vermehrt eingeschränkt wird.
Schon gibt es Angebote von Robotermaschinen die die Überwachung und Pflege grosser Geflügelhallen übernehmen sollen um den Kontakt Mensch-Tier ganz auszuschliessen!
Traurig aber wahr…






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