Wandern auf Autostrassen
Das Tourismusland Schweiz ist zu recht stolz auf ihr ausgebautes Wanderwegnetz. Allerdings müssen die Wanderer gerade an den touristisch attraktivsten Orten sehr oft unliebsame Umwege hinter hohen Hecken und Mauern, die das hierzulande heilige Privateigentum hermetisch abriegeln, in Kauf nehmen. Im restlichen Europa sind beispielsweise öffentliche Uferwege für Wanderer eine Selbstverständlichkeit. Nicht so in der Schweiz! Versuchen Sie beispielsweise einmal rund um den Thunersee zu wandern! Sie werden feststellen, dass frei zugängliche Seeufer oft nur den Besitzern vorbehalten sind.
Beispiel in der Gemeinde Einigen:
Kilometerweise werden die schönen Uferpartien den Kühen vorbehalten! Den Wanderern bleibt nichts anderes übrig, als sich entlang der lärmigen, stark befahrenen Staatstrasse nach Spiez zu retten.
Gemäss OECD-Studie kostet jeder Bauernbetrieb die Schweizerbevölkerung im Durchschnitt jährlich hunderttausend Franken. Als Dank dafür werden hier (Einigen, Ghei) alle Steuerzahler konsequent von allen Flur- und Wanderwegen ferngehalten!
Geits eigentlech no?
Ich bin gespannt darauf, ob und wie die Berner Oberland Tourismus Verantwortlichen auf diesen unhaltbaren Zustand reagieren! Immerhin hat die Berner Bevölkerung vor Jahrzehnten einer Initiative für freie Fluss- und Seeufer zugestimmt!



„Im restlichen Europa sind beispielsweise öffentliche Uferwege für Wanderer eine Selbstverständlichkeit.“Das gilt leider für Deutschland nicht uneingeschränkt.
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Deine Schuldzuweisung ist für Deine Politfreunde nicht gerade hilfreich.Gegen den Wanderweg wehrt sich ja nicht der Bauer, sondern die Besitzer.Das alte Bern der gnädigen Herren.Sie bewahren dort ein Hufeisen auf, das vonSteigers Ross auf seiner Flucht vor der Demokratie verlor.Der lütist Brüllicheib ist Darsteller in diesen Seichserien, die das öffentlich rechtliche Fernsehen ausstrahlt.Frage lieber mal wer den die Zwangsgebühren für Alle einführen will.Warum macht ihr die SVP zum Winkelried in dieser Sache.
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gut gebrüllt mattebuur!
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Thunersee Tourismus schreibt mir:Sehr geehrter Herr BaumannHerzlichen Dank für Ihr Feedback vom 1. Oktober 2011. Wir freuen uns sehr zu hören, dass Sie Ihre Ferien am Thunersee verbrachten. Wir bedauern jedoch, dass Ihre Wanderung rund um den Thunersee nicht Ihren Erwartungen entsprach und möchten uns für die Unannehmlichkeiten höflichst entschuldigen. Wir sind uns der Situation bewusst und bedauren sehr, dass der Thunersee nicht komplett dem Ufer entlang umrundet werden kann. Leider scheitern Projekte diesbezüglich immer wieder am Wiederstand der Landbesitzer. Nun sind wir jedoch daran den Panoramrundweg Thunersee zu realisieren. Dieser Weg führt in bester Aussichtslage und über 6 Hängebrücken rund um den Thunersee. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auch unter http://www.brueckenweg.ch. Wir sind uns bewusst hiermit nicht das eigentlich Problem zu lösen, hoffen jedoch mit diesem Weg eine spannende Alternative und eine Wanderung für jedermann anzubieten.Wir freuen uns ebenfalls einen weiteren Abschnitt des Thunerseeufers den Gästen zugänglich gemacht zu haben. Vor kurzem konnte der Uferweg von Thun in den Schadaupark eröffnet werden.Hier finden Sie einige interessante Artikel zu diesem Thema.http://tt.bernerzeitung.ch/region/thun/Plaene-fuer-den-Uferweg-drohen-zu-scheitern/story/29936722http://tt.bernerzeitung.ch/region/thun/Neuer-Uferweg-in-Thun-ist-eroeffnet/story/21834499http://tt.bernerzeitung.ch/region/thun/Gruenes-Licht-fuer-Uferweg-Geben-die-Einsprecher-auf/story/10488437Wir hoffen Ihnen mit diesen Ausführungen die Problematik etwas aufzuzeigen und können Ihnen versprechen, dass wir uns für möglichst attraktive Wege rund um den Thunersee einsetzen. Gerne würden wir Sie im kommenden Sommer auf unserem bis dann teilweise eröffneten Brückenweg willkommen heissen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre konstruktive Kritik und würden uns freuen Sie bei einer anderen Gelegenheit wieder am Thunersee zu begrüssen.Freundliche GrüsseMichael RoschiGeschäftsführerThunersee Tourismus
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