Der Fänger im Roggen
„Wenn ihr das wirklich hören wollt, dann wollt ihr wahrscheinlich als Erstes wissen, wo ich geboren bin und wie meine miese Kindheit war und was meine Eltern getan haben und so, bevor sie mich kriegten, und den ganzen David-Copperfield-Mist, aber eigentlich ist mir gar nicht danach, wenn ihr’s genau wissen wollt.“
So beginnt der einzige Roman von J.D. Salinger. Ich bin erst durch den kürzlichen Tod des Autors darauf aufmerksam geworden, dass ich diesen jahrzehntealten Dauerbestseller noch gar nie gelesen habe. „Das macht mich fertig. Ich schwör’s bei Gott, wenn ihr’s genau wissen wollt.“
Der Jugendslang, geschrieben vor mehr als 60 Jahren liest sich auch heute noch als wäre das Buch erst gestern geschrieben worden. Höchste Zeit zum (wieder-)lesen!
1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne
Ich habe in den Medien die laufende Diskussion im Nationalrat um die sogenannte Abzockerinitiative (Minder-Initiative) verfolgt und freue mich darüber, dass nun endlich etwas gegen die masslosen, unanständigen, geldgierigen, gesellschaftsschädigenden und nimmersatten Ospels, Vasellas und Konsorten unternommen werden soll.
Letztlich geht es um die Frage, wieviel ein Mann (Frauen verdienen ja immer noch viel weniger) schlussendlich verdienen darf. Früher galt das Gehalt eines Bundesrats (meines Wissens heute ca. 430’000 sfr. brutto) als eine Art Obergrenze, an der sich auch die Privatwirtschaft orientierte. Inzwischen verdient offenbar jeder halbwegs „normale“ Bankmanager oder Pharmachef ein vielfaches davon, selbst wenn er mitgeholfen, hat sein Institut in den Ruin zu führen (Vasella > 40 Mio sfr. pro Jahr!)
Dieses Abzockertum ist staatszersetzend in einer Zeit, in der viele nicht mehr von ihrem Hungerlohn leben können! Die Schere zwischen höchsten und tiefsten Gehältern muss endlich wieder in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden.
Ich hab mit Überzeugung die Volksinitiative der Jusos unterschrieben, die die Unterschiede zwischen höchsten und tiefsten Gehälter wieder auf ein erträgliches Mass beschränken will:
Das Verhältnis vom tiefsten zum höchsten Lohn soll künftig auf 1:12 beschränkt werden. Im Gegensatz zu Frankreich gibt es ja bekanntlich in der Schweiz immer noch keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn!
Dafür gibt es in der Schweiz 4000 Einkommensmillionäre! Darunter auch sehr bekannte Schlitzohren… Hören Sie selbst!
Ich kann allen nur empfehlen die Initiative 1:12 zu unterschreiben!
Regionalwahlen: Midi-Pyrénées
Gestern ist bei uns das Wahlmaterial eingetroffen: einerseits das für die Regionalwahlen Midi-Pyrénées vom 14. März und andererseits die Unterlagen für die Gross- und Regierungsratswahlen im Kanton Bern vom 28. März. Hüben und drüben viel Papier mit vielen mehr oder weniger intelligenten Sprüchen, Versprechungen und Behauptungen.
Die Region Midi-Pyrenée umfasst 8 Departemente. Zu wählen sind 97 Regionalräte.
Midi-Pyrénées ist flächenmässig etwas grösser als die Schweiz, zählt aber wesentlich weniger Einwohner (knapp 3 Millionen).
An den Wahlen hier beteiliegen sich 8 verschiedene Gruppierungen, die jeweils nach ihrem Spitzenkandidaten (tète de liste) benannt werden. Die Parteienbezeichnungen treten eher in den Hintergrund, es sollen Köpfe gewählt werden…
Unbestrittener Favorit und amtierender Regionalpräsident ist Martin Malvy von den Sozialisten.
Das auf nationaler Ebene regierende Parteienbündnis UMP hat (zum Glück) in unserer Region und unserem Departement keine Mehrheit.
Im Aufwind sind seit den erfolgreichen Europawahlen die Grünen, die unter dem Label Europe Ecologie antreten.
Daneben gibt es eine Front de Gauche mit den Kommunisten, die antikapitalistische NPA, die Mittepartei MODEM, die Lutte ouvrière LO und den rechtsextremen Front national FN (vergleichbar mit der schweizerischen SVP).
Ich werde selbstverständlich grün wählen („Grün wählen statt schwarz malen!“) und mithelfen, dass unsere Region eine rot-grüne Mehrheit bekommt!
Régionales
Nächsten Sonntag finden in Frankreich die Regionalwahlen statt. Gewählt wir auf der Ebene Region bisher alle 6 Jahre, neu alle 4 Jahre. Es sind Proporzwahlen mit einer „prime majoritaire“ : Erreicht eine Partei im ersten Wahlgang das absolute Mehr (>50%), erhält sie vorab einen Viertel der Sitze im Regionalrat, die übrigen Sitze werden proportional auf die Parteien mit einem Wähleranteil von mindestens fünf Prozent verteilt. Erreicht keine Partei im ersten Wahlgang das absolute Mehr, findet eine Woche später ein zweiter Wahlgang statt. Beteiligen dürfen sich daran alle Parteien die einen Wähleranteil von mindestens 10% erreicht haben, die anderen können (wenn sie wollen) mit den grösseren Gruppierungen fusionieren.
Gewählt wird in Frankreich in insgesamt 26 Regionen (inkl. 4 régions outre mer). Bei den letzten Regionalwahlen 2004 haben fast alle Regionen eine linke Mehrheit gewählt. Weil Regionalwahlen jeweils ein eigentlicher Popularitätstest für die nationale Regierung sind, werden auch bei den Wahlen am nächsten und übernächsten Sonntag rot-grüne Merheiten erwartet. Die Französinnen und Franzosen sind mit der rechten Regierung Sarkozy zur Zeit sehr unzufrieden.
Der Wahlkampf hat bisher keine grossen Wellen geworfen und ist vergleichbar mit Kantonalwahlen in der Schweiz (allerdings ohne die doofe wilde Plakatierung). Es wird befürchtet, dass die Wahlbeteiligung am Sonntag zum ersten mal die kritische Grenze von 50% unterschreiten könnte!
Wir sind zurück…
… im verschneiten und eiskalten Süden und warten auf die seit langem angekündigte Klimaerwärmung!
Etwa 250 Menschen blieben im Département Gard auf verschneiten Strassen stecken und verbrachten die Nacht in Notunterkünften. In zahlreichen Orten fielen die Schulbusse aus. Der Flughafen von Nîmes war zeitweise geschlossen, Flüge wurden nach Montpellier umgeleitet.
Der Grenzübergang zwischen Frankreich und Spanien bei La Jonquera, einer der wichtigsten Übergänge zwischen beiden Ländern, wurde gesperrt. In Katalonien im Nordosten Spaniens waren nach Angaben der Verkehrsbehörden mehr als 50 Fernstrassen nur mit Schneeketten passierbar.(Swisscom)
z. Bsp. Suberg
Das war Suberg anfangs der 60er Jahre, als ich hier zur Schule ging. Damals gab es noch 12 Bauern, einen Dorfladen, eine Poststelle, eine Milchsammel-und Verkaufsstelle, eine bediente SBB-Station, eine Landwirtschaftliche Genossenschaft, eine Mühle, ein Sägewerk, eine Dorfbeiz, 250 Einwohner und ein lebendiges Dorfleben…
Jetzt gibt es noch 2 Bauern, keinen Dorfladen, keine Poststelle, keine Milchsammelsstelle, keine Landwirtschaftliche Genossenschaft, keine Mühle, kein Sägewerk, ein Gourmet-Restaurant, eine unbediente SBB-Haltestelle, 400 Einwohner und kein Dorfleben mehr….
Holzen
Kilian macht Holz-Spälten für unsere/seine Stückholz-Heizung (Biohof Inselmatt). Vor dem Verfeuern werden die Spälten mindestens drei Jahre zur Trocknung gelagert. Wir/sie brauchen 30 bis 40 Ster (m3) pro Winter. Die Heizung ist kombiniert mit einem Warmwasserspeicher und wird zusätzlich durch Solarpanels gespiesen.
Schaukelpferd
Zugegeben, es ist schon sehr, sehr alt und musste immer wieder kuriert werden. Verschiedene Blessuren sind nicht zu übersehen und haben Spuren hinterlassen. Das Schaukelpferd war bei uns über Generationen den Kleinsten liebstes Spielzeug und ist es noch heute! Aus Holz geschnitzt und mit echten Pferdehaaren hat unser Schaukelpferd alle Plastikspielzeuge überlebt und bleibt immer noch Favorit bei den Jüngsten.
Lenzburg und Trun
Dank der guten Vorbereitung durch die jeweiligen Organisationskommitees waren die beiden Konzertlesungen ein voller Erfolg! Herzlichen Dank allen Mitwirkenden und den zahlreichen BesucherInnen!
grupo sal in concert!














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