AUSWANDERERBLOG

Eichenwälder

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 16, 2020

Die Eichen sind Spätzünder im Frühjahr. Es dauert länger bis sich die Eichenhecken und -wälder im Frühling langsam begrünen. Einzelne Bäume haben das dürre Blattwerk trotz Winterstürmen noch gar nicht abgeschüttelt. Dafür sind Eichen Hitze- und Trockenheitsresistent. Selbst Waldbrände überstehen sie. Ideale Baumart bei dieser Klimaerwärmung. Auch diesen Winter hatten wir keine einzige Frostnacht.

IMG_2255.jpeg

IMG_2262.jpeg

 

 

 

 

 

Tagged with:

Nägel mit Köpfen machen?

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Februar 11, 2020

Parlamentarische Initiative
Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren

Aufgeschreckt durch die dramatischen Resultate der Trinkwasserqualität in der Schweiz und der anstehenden Abstimmung über die Trinkwasserinitiative hat die WAK des Ständerates einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung gegeben, der die Pestizidrisiken reduzieren soll.

Auch wenn es verdienstvoll ist, dem lahmen Departement Parmelin in Sachen Umweltschutz etwas Beine zu machen, ist der Gesetzesentwurf ein Enttäuschung.

Das Problem wird nicht gelöst, sondern nur um sieben Jahre verschoben. Der sogenannte Absenkpfad für Pflanzenschutzmittel wird zwar mit einem umfangreichen Monitoring begleitet und es werden sogar Lenkungsbgaben in Aussicht gestellt, wenn bis 2027 (!) nicht merklich weniger Pestizide versprüht würden.

Wenn man den Gesetzesentwurf durchliest fällt auf, dass vorläufig keine direkten Massnahmen vorgesehen sind ausser einigen finanziellen Anreizen. Grundlage soll der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundesrates bleiben mit den vielzitierten „51 Massnahmen“ (!).

Ich finde unter diesen 51 „Massnahmen“ nun wirklich nichts, das wirklich weiterhelfen würde. Wenn man in der bäuerlichen Praxis eine Umfrage macht, dann werden etwa folgende Massnahmen erwähnt:

– subventionierte Waschplätze für Spritzgeräte

– Anreizbeiträge für pflanzenschutzintensive Kulturen wie Obst, Reben und Zuckerrüben  bei Verzicht auf gewisse Pestizide

– Beiträge zum Teil-Verzicht (!) auf Herbizide auf offene Ackerflächen

– Intensivierung der Forschung usw. usf. und viel viel „Paperasse“

Die EU ist in vielen Belangen in Sachen Pestizidreduktion viel weiter als die Schweiz. Hier in Frankreich wird beispielsweise für Pestizidspritzungen  ein Sicherheitsabstand um bewohnte Gebäude von 50 m verlangt (ZNT, zone non traitement).

Zum Glück kann man in der Schweiz bald einmal über die Trinkwasserinitiative abstimmen!

mob3956_1384331058

 

Tagged with:

Frühling

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Februar 8, 2020

IMG_7423

Feldarbeit

IMG_7420

Pfirsichblühten

 

IMG_7421

Aprilglocken

IMG_2248

Morgenrot

Tagged with:

Trinkwasserqualität

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 6, 2020

Vorläufig kann nur ein Ja zur Trinkwasserinitiative weiterhelfen!

 

Screenshot 2020-02-06 09.27.47

Siehe dazu Bericht im Bieler Tagblatt!

Tagged with:

Der Mist ist geführt…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 4, 2020

Wir machen im allgemeinen und auf unserem zertifizierten Biobetrieb keinen Mist (weil wir keine Tiere haben). Auf dem Feld düngen wir nur mit Pflanzenresten (vor allem mit Leguminosen wie Bohnen, Févéroles,  Kichererbsen, Luzerne, Soja).

Für den Garten und die Reben produzieren wir Kompost. Also, der Kompost ist geführt, das Gartenjahr kann beginnen!

 

IMG_2238

Tagged with:

Schon mal üben….😀

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Februar 3, 2020

IMG_2237

Tagged with:

Wileroltigen

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 31, 2020

Wileroltigen ist eine sehr kleine Gemeinde im Berner Seeland mit 372 Einwohnern. Kaum jemand kennt das kleine Dorf unweit der Autobahn. Einige Bauernhäuser und Eigenheime, keine Kirche, ein Friedhof und an der Gemeindegrenze ein kleiner Autobahnrastplatz.

Weil der Kanton Bern eben bei dieser Rasstätte einen Transitplatz für ausländische Fahrende errichten will, ist nun seit langer Zeit Feuer im Dach: die Gemeinde Wileroltigen will den Transitplatz nicht!

Weil gegen den Grossratsbeschluss das Referendum ergriffen wurde, wird nun am nächsten Abstimmungswochende im Kanton Bern entschieden. Die SVP ist gegen den Transitplatz, der Bernische Bauernverband und die meisten Parteien dafür.

Ich bin in Wileroltigen heimatberechtigt. Aber das ging auch nicht von selbst, ganz im Gegenteil. Einer meiner Vorfahren musste in einem höchstrichterlichen Verfahren Baumann gegen Wileroltigen die Heimatberechtigung 1733 (!) erkämpfen! Die ganze Geschichte hier: https://auswandererblog.ch/2012/04/03/familiengeschichte/

Ich wünsche mir, meine Heimatgemeinde zeigt sich einmal gegenüber den Fremden grosszügig und stimmt für den Transitplatz! Ich möchte auch einmal stolz sein auf meine Heimatgemeinde!

 

117A2001-A2C5-4C6F-917E-330E306B89C0_1_105_c.jpeg

Tagged with:

Bodenpreissteigerung 2000%

Posted in Patrimoine et architectures, Politik by ruedibaumann on Januar 30, 2020

Ich habe 1973 in meiner ETH-Diplomarbeit die Bodenpreisentwicklung in der Gemeinde Spreitenbach untersucht und danach sogar im Tagesanzeiger Magazin publiziert (lange ist’s her…). Die Entwicklung dort, die sich in der Zwischenzeit in der Schweiz millionenfach wiederholt hat, war exemplarisch: explosionsartige Bodenpreissteigerungen, ohne Mehrwertabschöpfung durch die öffentliche Hand notabene, Baulandbauern die zu Millionären wurden und mit ihren Landkäufen andererorts dafür sorgten, dass auch landwirtschaftlicher Boden immer teuerer wurde! Weil es keine Vorkaufsrechte für die Gemeinden gibt, ging der sogennannte Agglomerationsgewinn nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die Baulandbauern und ihre Erben.

Alle Anstrengungen, auf Verfassungs- oder Gesetzesebene eine vernünftige Mehrwertabschöpfung zu erlassen, sind seither leider gescheitert (eidgenössisches Raumplanungsgesetz 1976, Stadt-Land Initiative, usw.) und die Bodenpreise steigen munter weiter. Kein Wunder, dass sich in der Schweiz nur eine Minderheit eine eigene Wohnung leisten kann. Hier in Frankreich wohnen immerhin 80% der Leute in eigenen vier Wänden!

Also höchste Zeit, mit einem Ja zur Wohnbauinitiative den Gemeinden ein Vorkaufsrecht auf Bauland einzuräumen, um wenigstens so der Baulandspekulation etwas entgegenzuhalten und den genossenschaftlichen Wohnungsbau überhaupt zu ermöglichen!

Übrigens, in Frankreich gibt es ein öffentliches Vorkaufsrecht der SAFER für Landwirtschaftsland. Folge: Ackerboden ist zehn mal (!) günstiger als in der Schweiz!

 

Screenshot 2020-01-30 17.13.34

 

Tagged with:

Elektrotraktor

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 29, 2020

Endlich, ist man versucht zu sagen, kommen die grossen Traktorenfirmen dazu, auch Elektrotraktoren zu entwickeln, nachdem das ja bei Lastwagen, Bussen und Kreuzfahrtschiffen schon lange der Fall ist.

Kubota, eine japanische Traktorenfirma stellt beispielsweise einen neuen autonomen Konzepttraktor mit Elektroantrieb und künstlicher Intelligenz vor. Das sei die Antwort auf die Überalterung landwirtschaftlichen Betriebsleiter…. also wie geschaffen für mich…🚜 🚜 ❤️  Die Photovoltaikanlage zum Betrieb des Wundertraktors habe ich ja schon und etwas künstliche Intelligenz kann ja nicht schaden!

 

Screenshot 2020-01-29 14.47.07

Tagged with:

Frankreichs Regionen

Posted in Patrimoine et architectures, Uncategorized by ruedibaumann on Januar 28, 2020

Die meisten (?) Compatriotes wissen anhand der Autokontrollschildnummer aus welchem Département das jeweilige Fahrzeug stammt. Wir im Gers tragen die Nummer 32, die aus der Aude die Nummer 11, Toulouse liegt in der Haute Garonne (Nr. 31) und Pyrénées Orientales trägt die Nummer 66. Alle hundert Départemente schön alphabetisch von 1 bis 100 geordnet.

Schwieriger wird es für die erst vor vier Jahren neu gebildeten Grossregionen. Aus unserer Region Midi-Pyrénées und  dem Languedoc-Roussillon wurde beispielsweise die Grossregion Occitanie. So sieht das heute aus:

 

Screenshot 2020-01-28 22.15.45

Ich muss noch lange üben, bis ich alle 100 Departemente, die 13 Grossregionen und dann noch die Überseegebiete auswendig kann. Zum Glück sind die französischen Einbürgerungsbehörden nicht so kleinlich wie im Kanton Schwyz….

Tagged with: