AUSWANDERERBLOG

Ein Abstimmungssonntag zum Auswandern

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 13, 2011

Es ist in der Schweiz gäng wi gäng: Knappe Abstimmungsresultate zu Gunsten der finanzstarken Lobby, gegen den gesellschaftlichen Fortschritt.
Die Mehrheit der Schweizer wollen weiterhin ihr Sturmgewehr im Schlafzimmerschrank aufbewahren und die daraus resultierende familiäre Bedrohung und zahllose grässliche Suizide in Kauf nehmen! Dem sagt man hierzulande „schweizerische Werte“! Vernünftig sind nur die Romands und die Städter, die die Waffenschutzinitiative deutlich annehmen.

Die BernerInnen haben sich von der Millionenpropaganda der BKW-Oberen einschüchtern lassen und haben sich (zwar knapp) und nur konsultativ für ein neues Atomkraftwerk inklusive atomares Zwischenlager in Mühleberg ausgesprochen. Einmal mehr: die sogenannte Landbevölkerung lässt sich kaufen… Nur durch Schaden wird man klug!

Und da ist noch ein Ständeratskandidat, mit dem Horizont einer lärmenden Motorsäge, dem Politprogramm eines Hinterwäldlers und seinem Konterfei auf jedem Tennstor… alles offenbar keine Gründe, ihn nicht ins Stöckli zu wählen! Abstimmungssonntag zum Kotzen!

Auch wenn es in diesem Land niemand wahrhaben will: diese Abstimmungsresultate sind nur dank der geheimen Geldflüsse in die Abstimmungs- und Wahlpropaganda so und nicht anders ausgefallen! Irgend einmal wird man das auch in der Eidgenossenschaft mehrheitlich einsehen…

Holzen

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Februar 11, 2011

Holzen auf der Inselmatt, am Lyssbach. Brennholz machen. Gesunde Knochenarbeit.

Es soll Leute geben im Kanton Bern, die wollen die Motorsäge in der Politik gegen die EU einsetzen. Deren Wähler müssen ja Holzköpfe sein!

Glück im Stall

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 10, 2011

Eben auf die Welt gekommen! Munikälblein, schwarz wie die Nacht, Angus, wird von Mutter „gepflegt“ und interessiert von Halbschwester beschnuppert, Mutter und Sohn wohlauf…

Max fliegt zurück in die Schweiz

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Februar 9, 2011

Der Senderstorch Max ist zurück in die Schweiz geflogen.
Wir übrigens auch (kein Wunder bei diesem schönen Wetter).

Weizenkeimlinge

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 8, 2011

Weizenkeimlinge im 3-Blatt-Stadium haben seit November ein erstaunliches Wurzelwerk entwickelt. Darum halten sie auch die Tortur mit dem Hackstriegel aus!

So gedeiht ihr tägliches (Bio-) Brot!

Übrigens: Frankreich zählt inzwischen 20’600 Biobauern, 25 % mehr als 2009!
Allerdings sind das erst 2,9 % aller französischen Bauern. Sarkozy hat versprochen, dass es 2012 6 % sein werden und 2020 20 %!
Aber unser Sarko verspricht immer viel mehr als dass er einhalten kann….

Steinreich

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Februar 7, 2011

Das ist definitiv kein Härdöpfubode…

Striegeln

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 6, 2011

Der Winterfrost hat gute Arbeit geleistet. Das ehemals grobschollige Saatbett ist nun feinkörnig wie ein Gemüsegarten.
Höchste Zeit für das Striegeln, um das Unkraut unter Kontrolle zu halten. 20 Hektaren Unkrautkur am Samstagnachmittag bei frühlingshaften Temperaturen. Ich geniesse die Fahrt über Land!

Vor dem Durchgang mit dem 12-Meter-Hackstriegel (Hatzenbichler):

Und nach dem Striegeln:

Bei dieser Wunderarbeit in traumhafter Kulisse muss man ja ins Schwärmen kommen!

Chandeleur

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Februar 5, 2011

Über vierzig Leute drängten sich gestern abend im salle de fête de Traversères (das sind immerhin zwei Drittel der Dorfbevölkerung!). Gefeiert wurde Chandeleur oder eigentlich das fête de crêpes.
Eingeleitet wurde der Gemeindeabend durch einen vielbeachteten Vortrag von Stephanie über die Orchideenvielfalt auf unserer Ferme:

Orchideen-Wiesen…

und jede der 28 Orchideen, angefangen bei der ersten im Februar (Ophrys lupercalis)

bis zur letzten der Saison im Oktober (Spiranthes spiralis):

Orchideen Gallerie

Traktoren

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Februar 4, 2011

Traktoren waren mein liebstes Kinderspielzeug und sind es – ich gebe es zu – bis heute geblieben.

Wer hat schon einen vergleichbaren Arbeitsplatz?

Offenbar geht es nicht nur mir so, sondern vielen anderen (französischen) Bauern. Jedes Jahr werden in Frankreich um die 30’000 neue Traktoren gekauft, und das sind nur etwa 5 bis 10 % des gesamten Bestandes.

Und natürlich wird in Fachkreisen in epischer Breite über die einzelnen Marken diskutiert und philosophiert, obschon sich die Modelle untereinander immer weniger unterscheiden.

Auf der unten stehenden Grafik sind die Entwicklungsdendenzen der einzelnen Traktorenmarken aufgeführt.

(zum Vergrössern auf Grafik klicken)

John Deere ist Spitzenreiter (aber teuer), „mein“ Massey-Ferguson hält sich im Mittelfeld, die Japaner (Kubota) sind stark im Kommen und Hürlimann, Bührer und Renault gibt es schon lange nicht mehr…

Alles Heu…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 3, 2011

…und Emd verkauft. Dank dem, dass im letzten Jahr viele Bauern (éleveur) auf Bio umgestiegen sind, lassen sich meine „produits issu de l’agriculture biologique“ besser verkaufen. Die letzten 28 Rundballen konnte ich direkt an meinen Nachbarn liefern, der selber kürzlich seinen Betrieb auf Biolandbau umgestellt und für seine 380 Schafe zu wenig Futterreserve hat.

Übrigens: eben war der Biokontrolleur von ecocert hier für seine erste Jahreskontrolle:“Aucun écart relevé durant l’audit!“
Oder zu deutsch: alles i.O.!