Während in der Schweiz…
… noch Schnee liegt, blühen hier die Orchideen
Der Orchideenexpertin entgeht nichts…
… auch wenn die Blümlein noch so klein sind
Agronomen und Botaniker
Die Agronomen haben viel dazu beigetragen, dass die Pflanzen immer ertragreicher werden. Der Erfolg des Futteranbaus beispielsweise wird gemessen am Gewicht von Trockensubstanz pro Hektare oder Proteingehalt usw.. Mit ausgeklügelten Sorten, gezielter Düngung, Bewässerung und Schnittzeitpunkt werden grosse Erträge erzielt.
Das kann dann etwa so aussehen…
Je älter ich werde, umso weniger interessieren mich die agronomischen Komponenten der Pflanzenproduktion. Wichtiger für mich werden Pflanzenvielfalt (Biodiversität), Schönheit, Farbe, Geruch…. Blumenwiesen statt tetraploide Raigräser, Margritten, Söiblumen und Orchideen statt nur saftiges Grün.
Mehr Botanik, weniger Agronomie!
Striegeln
Wir sagen dieser mechanischen Unkrautbekämpfung auch „hatzenbichlern“, benannt nach dem österreichischen Konstrukteurs des Hackstriegels (Hatzenbichler)
Hier gestern in den Féveroles-Bohnen. Die Gramineen sind schon zu gross, um sie noch wirklich eliminieren zu können. Es ist ein heikles Abwägen zwischen Schäden an der Kulturpflanze und Unkrautkontrolle. Die Verunkrautung (Beikräuter!) ist eine grosse Herausforderung im grossflächigen Bio-Ackerbau!
Potager-Gemüsegarten-Pflanzplätz
Die Kartoffeln sind gesetzt…
… mit Stroh abgedeckt…
… und auf der Heuwiese blühen die ersten Orchideen!
Reben hacken
Man sagt, dass man bei den Zuckerrüben den Zucker in die Rüben hacken kann. Ob das bei Bioreben auch funktioniert….?
Es wird gebaut…
Heute haben wir die Terasse zur Fixierung der Solarpanels betoniert…
.. alles bereit für die Energiewende…
… am Montag sollten die Panels geliefert werden!
Entscheidend ist das Kleingedruckte…
AGRARREFORM: EU will Landwirtschaft grüner machen
Die EU-Landwirtschaftsminister haben sich auf eine Agrarreform geeinigt. Direktzahlungen an die europäischen Bauern sollen künftig an Umweltauflagen geknüpft werden.
Gleichzeitig hat auch das Schweizer Parlament die Agrarreform 2014 – 2017 verabschiedet, unter anderem die sog. Tierbeiträge gestrichen und allgemein höhere Ökobeiträge verankert. Auch die schweizerische Landwirtschaft soll demnach umweltfreundlicher und effizienter werden.
Soweit so gut, allein mir fehlt der Glaube. Seit nunmehr dreissig Jahren wird in der westlichen Welt darüber debatiert, dass die Landwirtschaft umwelt- und tiergerechter werden müsse. Die Parlamente beschliessen mit dem Volksauftrag im Rücken viele neue Massnahmen, Förderungsbeiträge und neue Tierhaltungsvorschriften.
Und trotzdem, das Bauernsterben geht munter weiter. Die verbleibenden Betriebe werden grösser, industrieller, die Chemie- und Saatgutmultis schreiben Riesengewinne, die Tierbestände nehmen zu bis hin zu Tierfabriken und der bäuerliche Familienbetrieb bleibt auf der Strecke!
Ich kann mir diese Entwicklung nur so erklären: Die staatlichen Beiträge sind nicht oder kaum plafoniert. Je grösser der Betrieb, desto mehr Geld gibt es vom Staat. Und noch schlimmer, für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe werden zunehmend diskriminierende Förderungsschwellen eingebaut. Steht alles im Kleingedruckten….

















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