Brückenbauer
Beim Abzweiger Gewerbekanal/Lyssbach haben Simon und ich heute die alten morschen Fussgängerbrüggli ersetzt, damit die Wehranlage und der Fischpass auch bei Hochwasser zugänglich bleibt. Restholz von der kürzlich renovierten Hocheinfahrt dient damit einem guten Zweck. Sonntägliche Benevolarbeit….
Bei dieser Gelegenheit haben wir den Poller-Stein auf der alten Sandsteinbrücke (gemäss Denkmalpflege älteste Sandsteinbrücke im Seeland mit Sandsteinkuben aus drei verschiedenen Steinbrüchen) wieder aufgerichtet und instand gestellt, in der Hoffnung dass er nicht wieder umgefahren wird…
Limpachtal
Für mich ist das Limpachtal zwischen dem bernischen Scheunenberg und dem solothurnischen Kräiligen eines der schönsten Landwirtschaftsgebiete der Schweiz. Wohlverstanden, es ist eine Kulturlandschaft, geprägt durch die Melioration in den Jahren 1939 bis 1951. Schöne Bauerndörfer, gute Ackerböden, (noch) wenig zersiedelt, keine Industrie, nur Kleingewerbe… eine Augenweide für einen Ackerbauern wie mich…
Klar, der Lipachkanal zur Entwässerung wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem Lineal in die Landschaft gelegt, wie man das heute glücklicherweise nicht mehr machen würde…
Heute würde man dem Gewässer mehr Raum gewähren und die ökologische Vernetzung stärker gewichten…
Das intensive Ackerbaugebiet hat auch zur Folge, dass der Limpachkanal heute (wie übrigens die meisten Gewässer in der Schweiz) stark mit Pestiziden belastet ist…
„Eine neue Studie zeigt: Schweizer Flüsse sind herber verschmutzt als bisher angenommen. Auch im Limpach gibt es einen wahren Pestizidcocktail. In Proben wurden 38 Herbizide, 22 Fungizide und 9 Insektizide gefunden…“
Ironie der Geschichte: Renaturiert wird der Ackerboden heute durch die Gestaltung eines grossen Golfplatzes mit Greens und Teichen und Hecken und Bäumen… und grossem Parkplatz für die teuren Offroader…
Von der Agrargesellschaft zur Freizeitgesellschaft….
Grande Caricaie
In Sachen Artenvielfalt ist die Schweiz europaweit ein Schlusslicht. Zu wenige Naturschutzgebiete und eine (zu) intensive Landwirtschaft haben zu dieser bedenklichen Situation geführt. Zum Glück gibt es noch einzelne Regionen in diesem Land, wo die Biodiversität Priorität hat.
„Die Grosse Seggen-Landschaft“, wie man „La Grande Cariçaie in etwa übersetzen könnte, zieht sich dem ganzen Südufer des Neuenburgersees entlang, von Yverdon im Westen bis nach Gampelen und Marin-Epagner im Osten – allerdings nicht als zusammenhängendes Naturschutzgebiet, sondern bestehend aus acht einzelnen Schutzzonen, die zum Teil in sehr unterschiedlichen nationalen Inventaren aufgelistet sind, als Auen, Flachmoore, Moorlandschaften, Amphibienlaichgebiete, Vogelreservate, oder als sog. BLN (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung).
Aufnahmen zwischen Estavayer le lac und Yvonand
Moossee
Um das Naturschutzgebiet Moossee gibt es neuerdings einen Rundwanderweg. Die Oase inmitten von intensiv genutzten Landwirtschafts-, Freizeit- und Verkehrsflächen hat einen ganz besonderen Reiz, auch bei winterlichen Verhältnissen. Allerdings gehört ein gewisser Schallpegel der nahe gelegenen Autobahn in der dicht besiedelten Schweiz halt einfach dazu…
Der Seepegel wurde im Laufe der Jahrhunderte wiederholt um etliche Meter abgesenkt, insbesondere um die Torfgewinnung zu ermöglichen!
Elefantenschiessen in der Schweiz
Im Hinblick auf die nächsten eidgenössischen Wahlen soll ein Elefantenschiessen stattfinden! Ausgerechnet in der SVP! Die Rechstspopulisten der ÄssVouPee scheuen sich ja bekanntlich nicht, alle Politiker verächtlich als unfähige „classe politique“ zu diffamieren, als Kaste, die sich schon lange vom Volch abgemeldet habe.
Allerdings gibt es nirgends und in keiner Partei so viele Sesselkleber, wie in der ach so volksnahen SVP!
Der Guru und Financier aus Herrliberg selber hat es auf nicht weniger als 28 Jahre Aufenthalt im Bundesbern gebracht, bevor er einem Zögling Platz gemacht hat. Aber auch eine Reihe anderer Elefanten der SVP haben es sich seit Jahrzehnten im Bundesbern gemütlich eingerichtet. Die Binders und Bortoluzzis, die Reimanns und Giezendanners usw. besetzen seit 24 Jahren einen Parlamentsstuhl und wollen unter keinen Umständen einem Jüngeren Platz machen.
Wer ist hier eigentlich die Classe politique? Leute die schon lange wieder in der Wirtschaft tätig sind oder die SVPler die generationenlang am Sessel kleben?
Der Begriff „Elefantenschiessen“ stammt übrigens von Peter Bodenmann.
The eagle has landed
Landeanflug…
… sanft gelandet…(die Drohne wiegt etwa drei Kilogramm und kostet rund 3000 CHF)
Das ist der Pilot…
Der Kameramann will nicht gefilmt werden, weil es sich um einen erste Übungsflug handelte…
Gerät und Kamera können je von zwei verschiedenen Tablets (Ipad) aus gesteuert werden.
Übrigens: die Quadrocopter dürfen zur Zeit in Paris nicht mehr eingesetzt werden und Überflüge über eines der zahlreichen französischen Atomkraftwerke sind streng verboten und werden mit hohen Bussen und Gefängnis bestraft.
In der Schweiz sind meines Wissens Flüge über grössere Menschenansammlungen untersagt und geflogen werden darf nur auf Sichtdistanz.
In der Landwirtschaft wurden Tests gemacht, um in Maiskulturen zur Schädlingsbekämpfung die Briefchen mit Schlupfwespeneier auszubringen. Denkbar sind auch diverse Feldbeobachtungsflüge, Flurbegehung aus der Luft sozusagen.
Bilder: https://www.google.ch/search?q=Drohnen+in+der+Landwirtschaft


























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