Jetzt fliegen sie wieder….
Die Veranstaltung der Superreichen in den Schweizer Alpen, das WEF in Davos, ist zu Ende. Offenbar hat es keine brauchbaren Antworten auf die dringenden globalen Fragen gebracht.
Auch der Sozialgipfel im brasilianischen Belem, die Gegenveranstaltung der Etwaswenigerreichen ist vorüber.
Jetzt fliegen sie wieder in alle Welt, die Kongressteilnehmer, sei’s in Privatjets von Davos oder in Grossraumflugzeugen von Brasilien. Klimakatastrophe hin oder her…
Stars and stripes for ever…
Bush ist weg, Blocher ist weg, Ospel ist weg…. man kann aufatmen! Es lebe Barack Obama!
Bloggen für die Bilateralen
Damit nach dem 8. Februar nicht alle auswandern müssen, haben sich 20 BloggerInnen entschlossen, sich für die Personenfreizügigkeit und die bilateralen Verträge mit der Europäischen Union einzusetzen. Die Volksabstimmung in dem Leider-immer-noch-nicht-EU-Land-Schweiz findet am 8. Februar statt.
Bloggerliste und erste Beiträge
Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen…. (oder so ähnlich)
Jetzt ist übrigens ideale Pflanzzeit!
Stell dir vor es ist Krieg und….
Eigentlich mag ich die Berichte vom sinn- und endlosen Blutvergiessen im Nahen Osten schon lange nicht mehr hören. In Bern könnten wir heute wenigstens an die Antikriegs-Demonstration gehen um unsere….Ohnmacht auszudrücken.
Im Schweizer Fernsehen berichtet André Marty täglich ausgewogen, neutral, sachlich über das Kriegsgeschehen im und um den Gaza-Streifen. Aber weit instruktiver und realitätsnäher sind seine regelmässigen Berichte auf seinem Blog (André Marty berichtet)
Nicht so ausgewogen schweizerisch neutral formuliert wie am Bildschirm, dafür engagiert, solidarisch, parteiergreifend. Kurz: besser!
Keine Zukunft für Avenir Suisse
Die selbsternannte „Denkfabrik“ Avenir Suisse, grosszügig finanziert von den Grossbanken und der Industrie ist ja nun wirklich mit ihren exessiven Liberalisierungskonzepten vollständig gegen die Wand gefahren. Die Helden von Avenir Suisse haben uneingeschränkt jahrelang den Casinokapitalismus und die Abzockermentalität der Finanzwelt propagiert und damit an vorderster Front mitgeholfen, die Schweiz und die Welt in eine nie dagewesene Krise zu stürzen.
Thomas Held und seine Crew wollten der Politik ihre untauglichen Konzepte aufzwingen, indem sie den Staat immer als rückständig und inneffizient verspottet haben. Der gleiche Staat muss nun ihrer Misswirtschaft mit 68 Milliarden Schweizerfranken unter die Arme greifen. 10’000 Schweizerfranken muss jeder Bürger und jede Bürgerin dieses Landes bluten, allein um die Eskapaden der UBS zu finanzieren!
Eigentlich würde man erwarten, dass sich die Leute von Avenir Suisse für ihre totale Fehleinschätzung und die damit verbundenen Schäden entschuldigen und ihr Institut umgehend auflösen würden.
Nichts davon! Statt, wie es sich nach diesem Beratungsdebakel gehören würde, kleinlaut die Szene zu verlassen, starten die Schreibtischtäter mit ihren untauglichen Ideologien einen neuen Angriff. Diesmal soll die Landwirtschaft das Opfer ihrer unausgegorenen Empfehlungen werden. Der Strukturwandel soll gefördert und die Landwirtschaft möglichst in Aktiengesellschaften mit billigen Arbeitskräften betrieben werden, fordern die gescheiterten Finanz- und Wirtschaftsberater. Das Selbstbewirtschafterprinzip im bäuerlichen Bodenrecht müsse fallen, damit endlich auch juristische Gesellschaften in grossem Stil Schweizer Ackerböden kaufen könnten! Die Ernährungsicherheit der Schweiz sei ohnehin nur ein Mythos dozieren die „Berater“.
Avenir Suisse sollte in „Vergangenheit Schweiz“ umgetauft werden. Man kann ihren Frontalangriff auf die Schweizer Landwirtschaft nur dahingehend deuten, dass sie nun ein grosses Ablenkungsmanöver starten, um vom Totalversagen ihrer Konzepte in der Industrie- und Finanzwelt abzulenken.
Es gibt in der Schweiz nur noch 4% Bauern und der Strukturwandel läuft (leider) uneingeschränkt weiter. Wie wäre es, wenn endlich auch die selbsternannten Beratungsinstitute von einem vergleichbaren Strukturwandel erfasst würden?
68 Milliarden durchwinken
Die Schweiz sieht sich gern und oft als die beste Demokratie der Welt. Wenn man allerdings als Auslandschweizer etwas näher hinschaut, zeigen sich in diesem schönen Bild zunehmend Risse und dunkle Flecken. Die Schönwetterdemokratie funktioniert offenbar in Krisenzeiten nur schlecht und recht.
In der Schweiz kann über jede Trottoirverbreiterung und jeden Robidog abgestimmt werden, wenn es aber um einen 68-Milliardenbeitrag zur Sanierung einer Grossbank geht, dann hat weder das Volk, noch das Parlament etwas zu sagen! Man stelle sich vor, einige wenige Personen entscheiden darüber, dass die Schweiz praktisch bedingungslos einer maroden Bank mehr als die Summe des ganzen Bundesbudgets eines Jahres überweist! Notabene einer Bank, deren Verwaltungsräte und Manager während Jahren Millionenbeiträge abgezockt haben!
Dass eben diese Bank (und andere) während Jahrzehnten den rechten Parteien, damit diese schön brav weiterhin ihre (Bankgeheimnis-)Interessen vertraten, geheime Zahlungen leistete, macht die Sache nicht besser.
Am 10. Dezember soll ein neues Mitglied der Landesregierung erkoren werden. Wenn es nach den bürgerlichen Parteien geht, bleibt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ein an Altersstarrsinn leidender Multimilliardär und sein ihm ergebener xenophober Handlanger stehen zur Auswahl.
Amerika du hast es besser! Dort durfte das Volk Barack Obama wählen! Bei uns dürfen wir uns wieder jahrelang streiten, ob jedes Dörflein sein eigenes rückständiges Schulsystem behalten, und ob in der Dorfbeiz geraucht werden darf oder nicht….
Von wegen beste Demokratie der Welt.
Umfrage
Le Temps répercute très bien l’état d’esprit du Parlement, à l’instar du sénateur Dick Marty qui déplore : „Aux Etats-Unis, ils ont pu élire Barack Obama. Et nous, nous avons le choix entre Christoph Blocher et Ueli Maurer. Quelle misère!“
Meine Antwort: Luc wählen!
Was meinen Sie?
Hier geht’s direkt zur Umfrage
Deutscher Bundestag
Der Deutsche Bundestag in Berlin ist um einiges publikumsfreundlicher als l’assamblée national française in Paris. Die begehbare, transparente Kuppel auf dem Reichstag bietet einen schönen Blick auf das Regierungsviertel (Kanzleramt, daneben (!) Schweizer Botschaft) und der Besuch auf den Tribünen des Bundestags ist unkompliziert und ohne Voranmeldung möglich….
…eindrückliches „Innenleben“ der Glaskuppel…
…. und auch das Brandenburgertor ist gleich daneben
Schweizerische Konkordanz
Baumann: «Konkordanz sollte überarbeitet werden»
Rein arithmetisch gehört die SVP zwar in den Bundesrat. Mit ihrer Grundhaltung passt sie nach Ansicht des früheren Grünen-Präsidenten Ruedi Baumann aber nicht dorthin. Die Konkordanz müsse überarbeitet werden.
Es brauche nicht nur eine arithmetische Konkordanz, wie Baumann weiter sagt, sondern auch einen Grundkonsens unter den Parteien, die im Bundesrat tätig sind.
Dass es ohne einen solchen Grundkonsens nicht geht, hätten die letzten vier Jahre gezeigt, als «ein xenophober Populist im Bundesrat vertreten war». Das habe immer nur zu Konflikten geführt.
«Wenn eine Partei Grundwerte wie Menschenrechte, Rechtsstaat, Gewaltentrennung und Völkerrecht nicht vertritt, gehört sie nicht in den Bundesrat», sagt Baumann.
Am 10. Dezember wird ein Nachfolger für den abtretenden Bundesrat Samuel Schmid gewählt. Sowohl SVP wie die Grünen erheben Anspruch auf den Sitz.
Aus diesem Anlass hat DRS 4 News mit früheren Parteipräsidenten über Konkordanz diskutiert und die Frage erörtert, ob die SVP in den Bundesrat gehöre.
Die SVP und die Grünen erheben Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat.
Ruedi Baumann, von 1997 bis 2001 Präsident der Grünen Partei, im Gespräch mit Tobias Fässler. Hören
Bundesratswahlen
Der Egomane spinnt weiter…
…. und andere Geschichten zum Stichwort Bundesrat in diesem Blog!
„Als Egomanen bezeichnet man eine unter dem Symptom Egomanie (v. griech. bzw. lat. ego = ich + griech. μανία manía = Raserei; auch Ich-Sucht) leidende Person. Der Betroffene hat das Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen. Ursache dafür ist ein krankhaft übertriebenes Selbstwertgefühl. In abgeschwächter Form handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung.“ (aus Wikipedia)





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