Der Himmel über der Schweiz ist weit…
…. allerdings gibt es in den Dörfern und Städten des Landes eine sogenannte Volkspartei, die mit populistischem Nationalismus, fremdenfeindlicher Propaganda und dummen Sprüchen das Ansehen der Schweiz in den Dreck zieht! Wer jetzt in diesem Land immer noch SVP wählt oder gar immer noch Mitglied ist, schadet der Heimat und ist nicht bei Trost!
Milchstreik!
„J’appelle tous les producteurs français et européens à suspendre leur livraison de lait dès la traite de ce soir.“ Déclaration hier de Pascal Massol, président de l’Association des producteurs de lait indépendants (APLI). Les producteurs français appellent, aux côtés de leurs collègues européens, à une grève pour dénoncer, après plus d’un an de crise dans le secteur, l’effondrement du prix du lait et la dérégulation du marché décidée par Bruxelles. „On est en train de décapiter la production laitière européenne“, a ajouté M. Massol.
Ob das weiterhilft? In acht europäischen Länder soll ab heute abend keine Milch mehr abgeliefert werden. Ich bin gespannt, ob und wie konsequent der Milchstreik umgesetzt wird.
(aus Le Monde éléctronique)
Schweiz GmbH
Wir haben unseren Vätern vorgeworfen, sie hätten sich gegenüber Hitler Deutschland allzu willfährig verhalten. Immerhin ging es damals um Leben und Tod.
Heute kapitulieren wir vor den schlimmsten Diktatoren und Despoten, nur um unsere wirtschaftlichen Interessen zu wahren.
Ist die Schweiz nur noch eine Aktiengesellschaft oder GmbH?
Wenn Bänker Bauern werden… (Gastbeitrag Kilian Baumann)
Nachdem geldgierige Bänker mit ihrer verantwortungslosen Investitions- und Bonipolitik die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt haben, scheinen sie sich nun der Landwirtschaft zuzuwenden. Schon wieder versprechen sie den Investoren zehn und mehr Prozent Rendite, für Geldanlagen in Ackerböden und Nahrungsmittelproduktion. Verantwortungslose Spekulation auf Kosten bäuerlicher Betriebe, auf Kosten der Umwelt, auf Kosten der Besiedlung ländlicher Räume, auf Kosten der Nahrungssicherheit…
Kritiker wie die Welternährungsorganisation FAO (http://www.fao.org) warnen vor einer Verdrängung kleiner Farmer durch internationale Konzerne und sprechen von Neokolonialismus.
Es ist nur zu hoffen, dass die Staatengemeinschaft rechtzeitig gesetzliche Rahmenbedingungen erlässt, damit die Bänker noch bevor ein neues weltweites Debakel entsteht, zur Raison gebracht werden können!
Schauen Sie sich den Film an: Agrarius AG
… und danach den Arte-Film „Mit offenen Karten“
Ja zu Harmos
Als Auslandschweizer, Doppelbürger, Ex-National- und Ex-Grossräte interessieren wir uns selbstverständlich nach wie vor für die Politk der Schweiz und des Kantons Bern. Wir haben in den letzten acht Jahren denn auch keine einzige Volksabstimmung in der alten Heimat verpasst.
Am 27. September 2009 stimmen wir schriftlich für die Harmonisierung der Volksschule im Kanton Bern, bzw. in der Schweiz (HarmoS-Konkordat).
Der Kantönligeist mit unterschiedlichen Schulsystemen, unterschiedlichen Lehrplänen, unterschiedlicher Schulzeit usw. ist schon lange nicht mehr zu verantworten und muss endlich korrigiert werden.
Das Schulsystem hier in Frankreich ist meines Erachtens viel familienfreundlicher (Tagesschulen), besser (Kindergarten ab 3 Jahren) und erfolgreicher als der Schul-Wirrwar in der Schweiz!
Es gibt gute Gründe für ein klares JA zu Harmos!
Ein Schulsystem für die ganze Schweiz
Schweizweit gelten dieselben Bildungsstandards
Wirtschaft steht geschlossen hinter Harmos
Lehrpläne und Lehrmittel werden besser koordiniert
Flexible Lösungen beim Kindergarten-Eintritt sind weiterhin möglich
80% der Vierjährigen im Kanton Bern besuchen schon jetzt zwei Jahre lang den Kindergarten
Ja zu HarmoS bedeutet Ja zu guter Bildung!
„Die Schweiz steht immer mehr allein“
Jakob Kellenberger, ehemaliger Staatssekretär, sieht die EU-Mitgliedschaft für die Schweiz als beste Lösung. Weil er will, dass die Schweiz dort dabei ist, wo für sie wichtige Beschlüsse getroffen werden.
Die Schweiz steht immer mehr allein
… und ich bin haargenau gleicher Meinung!
1. August-Nachlese
Man liest, hört und sieht, dass Ueli Maurer sieben 1. August-Ansprachen gehalten habe und Moritz Leuenberger keine. Textauszüge lassen vermuten, dass der SVP-Magistrat „huereguet“ viel Blech erzählt hat…
Um beim Blech zu bleiben: Reden ist (manchmal) Silber, Schweigen ist (in diesem Fall) Gold!
Das Kreuz mit der Schweiz
Alt-Bundesrat Villiger will die Schweiz retten. Das heisst, eigentlich die UBS. Das bedeutet, dass unter gar keinen Umständen den USA die Namen der 52’000 amerikanischen UBS-Kontoinhaber bekanntgegeben werden dürfen. Weil darunter könnte es – man stelle sich das mal vor – Steuerhinterzieher haben….
Und nach schweizerischer Lesart ist Steuerhinterziehung ein wichtiger Nationalsport oder fast ein Menschenrecht und das gelte es mit allen Mitteln und unter allen Umständen zu verteidigen! Schliesslich hat schon sein FDP-Kollege der ganzen Welt gedroht: „am schweizerischen Bankgeheimnis werdet ihr euch die Zähne ausbeissen…“ (bis Steinbrück kam, aber das ist eine andere Geschichte).
Natürlich ist Villiger ein wenig entäuscht, dass in der Zeit als er noch im Bundesrat mit allen Mitteln das helvetische Bankgeheimnis vertedigte, einzelne UBS-Leute – kaum zu glauben – Multimillionären bei der Steuerhinterziehung geholfen haben sollen! Dabei ging es doch den tapferen Schweizern immer, aber wirklich immer, nur darum, dass es den gwundrigen Müller nichts angeht, wieviele Fränkli sein Nachbar Meier auf dem Sparbüchlein hat.
Nun, Villiger und seine Leute im Bundesrat und bei der UBS werden wie Löwen dafür kämpfen, dass kein einziger Steuerhinterzieher bekannt wird oder sonstwie zu Schaden kommt. Koste es was es wolle! Schlimmstenfalls werden sie eine Sammlung der Glückskette oder der Berghilfe veranstalten oder die AHV oder IV kürzen, aber die Vermögenden dieser Welt werden sie vor dem amerikanischen Fiskus geheimhalten, schützen, verteidigen….
Übrigens: mein Konto bei der UBS: Nr. 234.389.123.908, Kontostand Frs. 2.36
Laizistische Republik – république laïcque
Der Laizismus wird in Frankreich strikt praktiziert. Der Staat sieht es als Aufgabe an, seine Bürger gegen religiöse Praktiken, die der öffentlichen Ordnung oder den Rechten des Einzelnen zuwiderlaufen, zu schützen. In französischen öffentlichen Schulen ist es verboten, Lehrer oder Schüler nach ihrer Religion zu fragen. Frankreich betrachtet die religiösen Auffassungen der Bürger als reine Privatsache; es gibt keine amtlichen Statistiken zur Konfessionszugehörigkeit der Bevölkerung. Dies hat unter anderem zur Folge, dass es in der aktuellen politischen Debatte in Frankreich zu Segregation oder Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt keine verlässlichen Zahlen gibt. Der Bau von Gotteshäusern (Kirchen, Minarette usw.) wird als Privatangelegenheit betrachtet und nach den üblichen Bauvorschriften behandelt.
Ganz anders als in der Schweiz werden an Religionsgemeinschaften auch keine staatlichen Zuschüsse ausgerichtet. Unsere alten Dorfkirchen und Kapellen gehören der Gemeinde. Wer will, kann sie für einen beliebigen Anlass mieten. Es gibt keinen staatlich besoldeten Pfarrer oder Geistlichen.
Seit 2004 ist es auch untersagt, in öffentlichen Schulen auffällige religiöse Zeichen zu tragen, wie Schleier, Kippa, Kreuze, Turbane (bei Sikhs) oder Ordenstracht.
Kürzlich hat Präsident Sarkozy vorgeschlagen, das Tragen der Burka (Ganzkörperverhüllung) in der Öffentlichkeit zu verbieten, weil das nicht als religiöses Zeichen zu werten sei, sondern vor allem die Frauen diskriminiere. Jetzt soll darüber in einer Kommission entschieden werden.
(aus Le Monde vom 1. Juli 2009)
„Il n’y a aucune question taboue. On va faire un état des lieux de cette prison de tissu et on va ouvrir un dialogue avec les associations féminines, les associations laïques et les musulmans.“
Déclaration du député communiste André Gerin chargé de présider la mission d’information sur la burqa, mise en place officiellement hier. Avec le plein soutien du gouvernement, quatre groupes politiques de l’Assemblée nationale (UMP, NC, PS, PCF) ont pour mission de dépassionner le débat et d'“ouvrir un dialogue“.
(Le Monde électronique 2. Juli 2009)
Regierungsumbildung
So quasi über Nacht hat Präsident Sarkozy seine Regierung umgebaut. Nicht weniger als acht Minister hat er ausgewechselt oder umgeteilt. Zu diesem Umbau gehören auch überrraschende Nominationen wie beispielsweise die von Frédéric Mitterand als neuen Kulturminister. Mitterand ist der Neffe des letzten sozialistischen Staatschefs François Mitterand. Der rechte Sarkozy bezeichnet die Wahl von Ministern, die eigentlich aus dem Lager der Opposition stammen (z. Bsp. Aussenminister Bernhard Kouchner von der PS) als ouverture gegenüber der linken Minderheit. Die Sozialisten sehen das eher als Provokation und verurteilen diese „Abweichler“ als Konvertite. Wetten, dass Sarkozy bald auch eine(n) prominte(n) Grüne(n) in seine Regierung hisst…
Weil Michel Barnier von der UMP ins Europaparlament gewählt wurde (und dort wahrscheinlich einen Posten als Mitglied der Kommission anstrebt) bekommen wir wieder mal einen neuen Landwirtschaftsminister (den siebenten in acht Jahren…)!
Politique à la française!
Nun, wenn wir diese Regierungsumbildung mit der Diskussion um die in drei Monaten anstehende Ersatzwahl eines Bundesrates in der Schweiz vergleichen, dann muss man sich allerdings schon fragen was besser ist. Ich glaube, ein Minister Hansruedi Merz würde in der französischen Regierung keine vierzehn Tage überleben…
Ich persönlich neige zur Ansicht, dass die grande nation trotz aller Unzulänglichkeiten besser regiert wird als die Schweiz. Was meinen Sie?






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