Verwirrte Natur
Die Spätfröste im April haben jewils dafür gesorgt, dass die Traubenernte im letzten und in diesem Jahr fast ganz ausfielen. Ein Hagelschlag im September besorgte den Rest. Gleich ging es mit der Nussernte, null Ertrag in zwei Jahren! Jetzt ist es sehr trocken. Ausser dem besagten Gewitter im September (30 mm Niederschlag) hat es in den vergangenen drei Monaten nie geregnet. Gestern war es trotz bedecktem Himmel und viel Wind 26°C….
Kein Wunder, dass die Reben jetzt wieder ausschlagen wie im Frühling! Auch die Neflesbäume (Mispeln) blühen wie einst im Mai und die Hummeln und Bienen machen ihre Arbeit als gäbe es keine Klimakrise.
Ernte im Januar?



Nur die tief wurzelnde Luzerne wächst noch…
FETE des BATTAGE à L’ANCIENNE
AUTERRIVE (32550), LE 15 Août 2022









Noch gar nicht so lange her! Kindheitserinnerungen! Als Landwirtschaft noch harte Knochenarbeit war…
La sécheresse
Wir haben nach über zwanzig Jahren ja einige Erfahrung mit Trockenheitsperioden im Südwesten. So lange und so intensiv waren die früheren trockenen Zeiten allerdings noch nie! Wiederholt bis zu 40°C und wochenlang kein Tropfen Regen!

Bäche und Teiche volständig trocken seit Wochen…

Naturwiesen braun, einzig die Eichenwälder und die Luzernefelder sind in guten Lagen noch grün…

Im 9 Meter tiefen Senkbrunnen sind gerade noch 20 cm Wasser!

Die nicht bewässerten Reben vertrocknen.
Die Klimaerwärmung lässt grüssen!
Laune der Natur
Wir unterhalten 24 Wahlnussbäume auf unserem Betrieb. Eigentlich müssen wir sie in den Hecken und Waldrändern regelmässig nur etwas freilegen. Leider hat ein Spätfrost anfang April in diesem Jahr dafür gesorgt, dass sämtliche Blühten erfroren sind und es diesen Herbst keine Nüsse gibt!
Das heisst, fast keine. Von den 24 Bäumen trägt ein einziger Nüsse wie üblich. Und erst noch von der grösseren Sorte! Danke Natur! https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Walnuss

Efeu
Die Fassadenbegrünung auf La Oueyte sorgt während diesen Hitzeperioden für willkommene zusätzliche Abkühlung im Hausinnern. Zudem sind Efeu, wilde und echte Reben und Glycinen ideale Nistplätze für unsere gefiederten Freunde.
Allerdings wachsen die Efeuranken mit der Zeit ins Ziegeldach, in die Dachkännel und in Abflussrohre, wo sie erhebliche Schäden anrichten können.
Darum muss ich von Zeit zu Zeit den Wachstumsdrang der Fassadenbegrünung etwas bremsen… Harte Knochenarbeit! Wegen Absturzgefahr auf der hohen Leiter mache ich das zunehmend aus sicherm Stand am Boden… Das ergibt mit der Zeit bizarre Kunstwerke! Kunst am Bau sozusagen.


















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