Ein leuchtend gelbes Meer
Die gelb leuchtenden Rapsfelder überziehen zur Zeit die Hügellandschaft des Gers.
„Trinkt oh Augen was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt…“
Da habe ich nicht schlecht geschätzt…
… pünktlich zu Ostern sind sie ausgeschlüpft…
…nämlich die Raupen aus den Schmetterlingseiern (Nachtpfauenauge)
… und beginnen sofort die Gegend auszukundschaften…
… und ich sorge für Futter!
Früh übt sich…
…was ein richtig grosser Zederbaum werden will. Die Sämlinge stammen aus dem Arboretum de France und haben jetzt schon sehr schön gekeimt…
… und etwa so werden sie in hundert Jahren aussehen!
Feldarbeit
Mähen zur Unkrautbekämpfung. Und gleichzeitig auf Radio France Culture eine Dokumentar-Sendung über israelische Kibbutzim oder über den Salon de Livre hören….
…oder einfach die Landschaft und den Himmel betrachten….
…und Musik hören!
Oeko-Indikatoren
Wenn weder gedüngt wird noch Herbizide gespritzt werden, kommen mit den Jahren die Orchideen. Das ist hier auf unserm Betrieb der Fall.Ich hab mich schon damit abgefunden, dass ich keinen Wegrand und keine Böschung mehr mähen darf, weil sich dort überall Orchideen breit machen:
Aber seit diesem Jahr wuchern sie auch auf unserm Sitzplatz vor dem Haus:
Was soll da der arme Bauer noch tun, wenn er nicht mal mehr ums Haus herum mähen darf?
Lokal produzieren und konsumieren
Olivier und Laurence, Biobauern im Loiret, produzieren für eine sogenannte AMAP (Association pour le Maintien d’une Agriculture Paysanne). Sie haben sich mit etwa zweihundert KonsumentInnen zusammengeschlossen, die jede Woche am Freitag auf ihrem Hof einen Produktekorb mit saisonalen Gemüsen abholen. Damit haben sie ein gesichertes Einkommen und die Konsumenten Gewähr, frische Bioprodukte direkt ab Hof zu erhalten.
AMAP’s gibt es inzwischen in ganz Frankreich, wobei in der Regel Höfe im direkten Umfeld von Städten besser geeignet sind als abgelegene Betriebe in ländlichen Regionen.
Olivier und Laurence haben einen Hof von 80 Hektaren, bauen neben Getreide und Kartoffeln verschiedenste Gemüse und Früchte an und sind zur Zeit daran, ein Gewächshaus zu erstellen, um die Gemüselieferungen durch den Winter gewährleisten zu können. Viele Gemüse werden in betriebseigenen Lokalitäten weiter verarbeitet. Spezialität des Hauses: Brennesselsuppe!
Holzen
Der nächste Winter kommt bestimmt…. 30 Ster Cheminée-Holz heizen tüchtig ein, insbesondere wenn die Aussentemperatur beim Holzen schon 20 Grad erreicht!
Und da wäre noch der Salon d’agriculture in Paris und die unhöflichen Äusserungen unseres Saatschefs: „casse-toi, pauvre con!“ (Hau ab Blödmann!)
Neuer, holziger Regierungsstil?
Frankreich verändern…
Ich habe begonnen Frankreich zu verändern…. auf dass der Ruisseau de la Oueyte beim nächsten Hochwasser in seinem Bachbett bleibe!
Säuberungsschnitt
Der erste Schnitt bei einer neu angesäten Wiese wird gebroyet (mulchen); das heisst die Gras-Luzerne-Hafer-Unkrautmischung wird auf den Boden gehäckselt und gleichzeitig die Wühlschäden der Sangliers ausgeebnet. Der Bestand ist sehr unterschiedlich (Bodenqualität), Luzerne hat es (bisher) nicht viel….
























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