Feigen
Endlich sind sie reif….
Ficus carica
Die Feige gehört zur Familie der Maulbeergewächse. Sie ist im subtropischen Gebieten zuhause und wird dort seit alters aus wirtschaftlichen Gründen kultiviert.
Aufgrund ihrer langen Erdgeschichte hat die Feige ( ficus ) mit über 1000 Arten weltweit die Natur bereichert. Früchtetragend ist aber nur Ficus carica, die es aber in vielen verschiedenen örtlichen Auprägungen gibt.
So bringt die Cilentanische Feige schöne grosse gelbgrüne Früchte, während die Neapolitanische Feige blaue Früchte hat. Der Name Frucht für die Feige ist biologisch nicht richtig. Die Feige ist eigentlich der Blütenstand und das, was wir als Fruchtfleisch gern essen, ist Gewebe, das die winzigen Blüten einschließt. Die beim Essen spürbaren sandartigen Kernchen sind die eigentlichen Früchte.
Die Kulturfeige ist zweihäusig,d.h. es gibt männliche und weibliche Feigenbäume.
Die meisten der gepflanzten Feigen sind daher weiblich und bilden unbefruchtete Früchte. Wer grosse Feigen will, muss sie befruchten lassen.
Man nehme einen Zweig einer männliche Blüten tragenden Feige ( Bocksfeige ) und hängt diesen zu den weiblichen Feigenbäumen. In der Blüte ( männlich ) sitzt ein Parasit, eine Feigenwespe. Diese Feigenwespe wechselt rasch zu den weiblichen Feigen. Dort kann sie aber keine Eier ablegen, da die weibliche Feigenblüten zu groß für sie sind. Also probiert es die Feigenwespe bei der nächsten weiblichen Feige mit dem gleichen Mißerfolg. Dass sie dabei die Feige befruchtet, ist der Erfolg für den Menschen.
Die Feige ist mit wenig Pflege, mit wenig Wasser und auch mit ärmerem Boden zufrieden.
Text aus diesem Link: Frucht/ Feige
Landwirtschaft 2006-2015
Die OECD und die FAO haben gemeinsam einen Bericht über die weltweiten Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft veröffentlicht. Gute Aussichten für Brasilien und Indien.
Landschaftspflege
Es ist heiss, 34 Grad am Schatten. Zum Glück hat der MF eine Klimaanlage. Ich betreibe Landschaftspflege, am Morgen und am Abend, dazwischen Siesta. Wegbörder mähen (débroussaillage, broyen), mit Schlegelmäher oder zum Teil mit Motorsense. Richtig schweizerisch gepützerlet…
Übrigens: für alle ZürcherInnen: Gut ist schlecht! Kenner wählen Genner!
Alte Eichen
Verschiedene Eichen auf unserem Hof standen schon hier als noch Napoléon Frankreich regierte…
Rings Sonnenschein auf Wies‘ und Wegen,_
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,_
Und doch es klingt als ström‘ ein Regen_
Leis tönend auf das Blätterdach.
Theodor Fontane
Die weltweit rund 800 Eichenarten gehören zu der Familie der Buchengewächse „Fagaceae“, wobei etwa die Hälfte von ihnen immergrün sind. Als gemeinsames Merkmal weisen sie alle die Fruchtform der Eichel auf.
Die beiden wichtigsten bei uns heimischen Arten sind die Stieleiche „Quercus robur“ und die Traubeneiche „Quercus petraea“.
Der Name Eiche leitet sich vom Lateinischen esca=Speise ab, was auf die Bedeutung der Eicheln für die Schweinemast früherer Jahrhunderte hinweist. Die Bezeichnung Stieleiche erklärt sich aus dem Fruchtansatz, wobei die Früchte an langen Stielen sitzen. Demgegenüber sind die Früchte der Traubeneiche traubenartig gehäuft.
Beide Eichen sind ausgesprochene Lichtbaumarten, wobei die Traubeneiche etwas weiniger lichtbedürftig ist. Erhebliche Unterschiede sind bezüglich der Ansprüche an den Wasserhaushalt gegeben. Bei der vielfachen Überlappung der Verbreitungsgebiete überwiegt die Stieleiche auf den bodenfeuchten und staufeuchten Standorten, während die Traubeneiche im bodentrockenen Hügelland dominiert. Die Stieleiche ist generell feuchtigkeitsbedürftiger. Sie besiedelt sogar anmoorige Böden. Auch hinsichtlich der Nährstoffversorgung hat sie gegenüber der Traubeneiche höhere Ansprüche. Die Traubeneiche bevorzugt zudem im allgemein wärmere Lagen.
Die Eiche gehört zu den ringporigen Laubbaumarten mit charakteristischen Frühholz- und Spätholzzonen, so daß die Jahresringgrenzen gut erkennbar sind. Farblich deutlich abgesetzt sind Splint- und Kernholz, wobei der bis fünf Zentimeter breite Splint gelblich-Weiß bis hellgrau ist. Demgegenüber weist das Kernholz eine honig-gelbe bis hellbraune Farbe auf und dunkelt unter Lichteinfluß erheblich nach. Für das Holzbild sind zudem typisch die Markstrahlen, die in unregelmäßigen Abständen oft über einen Millimeter breit und mehrere Zentimeter hoch auf den Radialflächen als „Spiegel“ zu sehen sind.
Zu den speziellen Verwendungsbereichen des Eichenholzes gehört die Herstellung von Behältern für Flüssigkeiten. Armagnac läßt man zwecks Geschmakverbesserung jahrelang in Eichenfässern reifen. Weinfässer wurden früher fast ausschließlich aus Eichenholz hergestellt. Bekannt ist die Verwendung der so genannten Limousin-Eiche in Frankreich.
Die Verbindung zum Blitzschlag an Eichen war sehr früh bekannt, wenn auch nicht deren biologische Erklärung. „Vor den Eichen sollst Du weichen“ sagt der Volksmund, weil in das „Volk der Titanen“ (Hölderlin) „eichenspaltende Blitzeinschläge“ fahren (Shakespeare).
Nachtigall
Markt in Samatan
Jeden Montag ist Markt in Samatan. Neben den üblichen Marktständen mit dem Allerlei für den täglichen Bedarf und dem Gemüse- und Früchtemarkt gibt es hier jede Woche auch ein Grossangebot von lebendem Geflügel und Kleingetier. Wichtig ist aber insbesondere für die Grossregion Toulouse der „marché au gras“, das heisst der Markt für foie gras, also für Gänse- und Entenleber. Foie gras ist d i e Spezialität des Gers. Auf sehr vielen Bauernhöfen der Region wird nach wie vor Stopfleber produziert. Kein Wunder, sind doch die Preise für diese Delikatesse des Südwestens beachtlich: rund 20€ für eine frische Leber von etwa 750 Gramm.
Die in anderen Ländern verbreitete tierschützerische Kritik gegen diese tierquälerische Produktionsform ist hier praktisch inexistent. Foie gras gehört hier inzwischen zum „patrimoine culturel“, zu einer traditionellen Tierhaltungsart die zum „nationalen Erbe“ gehört wie die Marseillaise oder die Tricolore.
Man sagt, die Gavage, also das stopfen von Gänsen und Enten, sei vor Jahrhunderten aus einer eigentlichen Not der Landbevölkerung entstanden: die Bauern mussten in grauer Vorzeit ausgemetzgete Enten und Gänse an die Obrigkeit und an die Landbesitzer abgeben. Nur die Innereien konnten sie behalten. Aus dieser Not hätten sie eine Tugend gemacht: Wenn sie schon nur die Innereien behalten durften, sollten diese dann doch möglichst nahrhaft sein. Die haute cusine habe die fois gras erst viel später als Leckerbissen erkannt. Soweit die Sage.
Ich habe selber bei unseren Nachbarn bei der Gavage zugesehen. Die Bäuerin ging dabei sehr liebevoll mit den Tieren um, und man hat nicht das Gefühl, dass die Gänse gegen die Prozedur sind. Ganz im Gegenteil, die Tiere lassen das mit sich geschehen, wie sich beispielsweise eine Kuh melken lässt… Andere Länder, andere Sitten.
Dass die Gavage inzwischen auch industrialisiert worden ist lässt sich leider kaum wegdiskutieren und ist tierschützerisch äusserst verwerflich. Aber jede industrielle Produktion in Tierfabriken ist scheusslich. Das gilt leider auch für viele Hühner- und Schweinehaltungsbetriebe in der Schweiz. Man sieht es nur nicht, oder will es nicht sehen.
Wässern
Hurrah!
Es hat geregnet. 20 mm, 20 Liter pro Quadratmeter. Das tut den Kulturen gut! Seit Wochen hatte es nicht mehr geregnet. Die Bäche auf unserem Hof sind schon lange wieder ausgetrocknet und die grossen Reservoire auf Tiefststand. Oft denke ich ganz nostalgisch an den nie versiegenden laufenden Brunnen auf unserem Hof im Berner Seeland.
Weil wir keinen See haben, können wir die Kulturen hier nicht bewässern. Der Anbau von Körnermais oder Sojabohnen ist hier ohne Bewässerung nicht möglich.
Die Öffentlichkeit wird, zu recht, immer skeptischer gegenüber dem grossen Wasserkonsum der Landwirtschaft. Die Wassergebühren sollen auch im Südwesten massiv angehoben werden.
Wir bauen im Feldbau nur Kulturen an, die gegenüber Trockenperioden einigermassen resistent sind (Sonnenblumen, Févéreoles, Getreide). Allerdings hat die Trockenheit in den letzten Wochen dazu geführt, dass das Getreide, der Raps, die Févéroles eigentlich notreif geworden sind. Daher wird der Ertrag bescheiden ausfallen. Die Ernte ist im vollem Gang. Tag und Nacht fressen sich die Mähdrescher durch die grossen Getreidefelder.
Im Garten hingegen geht ohne tägliche Bewässerung gar nichts.
Flugaufnahmen
Radio France-Inter hat heute morgen gemeldet, dass das Institut Geographique National (IGN) für Frankreich eine Flufaufnahme-Site aufgeschaltet hat (vergleichbar mit Google-earth) auf der das ganze Land mit einer Auflösung bis zu 50cm angesehen werden kann. Seither ist leider die Domaine IGN überlastet und vorläufig nicht mehr zu erreichen. Ich bin ja gespannt, ob ich küngftig die Trüffel vom Bildschirm aus lokalisieren und den Bären in den Pyrenäen bei ihren Wanderungen zusehen kann….
Übrigens: Ganz Frankreich zittert…la France tremble…wegen heute abend gegen Togo.
Hopp Schwiiiz!
Biologische Vielfalt
Wir kultivieren auf unserem Biohof (70ha)
Im Feldbau:
Févéroles (Feldbohnen, Protein für menschliche und tierische Ernährung)
Brotgetreide (Renan)
Futtergetreide (Triticale)
Sonneblumen (Körner und Sonnenblumenoel)
Futter für Mutterkühe (artenreiche Wiesen und Weiden)
Naturschutzflächen (Trocken- und Feuchtstandorte mit 30 wilden Orchideenarten))
Landes (Waldweiden mit kleinen Eichen)
Holz (über tausend Eichen, davon 80 mit mehr als 1/2 Meter Durchmesser)
Hecken (über fünf Kilometer)
Bachläufe, Teiche
Für die Selbstversorgung:
Kirschen
Nefles
Aprikosen, Feigen, Äpfel
Holunder, Pflaumen, Quitten, Mirabellen
Lindenblüten
Lorbeer
Brombeeren
Reben (Merlot, Cabernet, Tannat, Manseng)
Baumnüsse
Tomaten
Kartoffeln
Spargeln, Krautstiele
Artischocken
Salat, Spinat
Kürbisse
Oliven, Zucchetti, Gurken
Bohnen, Erbsen, Karotten
Zwiebeln, Peperoni, Lauch
Kräuter (Minze, Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Salbei, Majoran, wilder Kerbel….)usw. usf.
In freier Wildbahn:
Rehe
Wildschweine
Hasen
Perlhühner, Fasane
Füchse, Dachse, Tauben usw. usf.








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