Blacken bekämpfen
Auf einem Biobetrieb in der Schweiz ist das regelmässige Blacken (Rumex) stechen unabdingbar. Hier sind die Flächen zu gross und der trockene Boden zu hart um dieses Unkraut samt Wurzeln auszustechen. Da hilft auch das währschafte Blackeneisen aus der Schweiz nicht weiter. Aber jetzt, kurz vor der Ernte, können die rostrot leuchtenden Samenständer leicht entdeckt, abgeschnitten und aus dem Feld getragen werden. Zumindest kann so das Weiterverbreiten dieses Wurzelunkrautes gut verhindert werden. Das flache aufreissen der trockenen Böden kurz nach der Getreideernte zerstört dank der grossen Hitze die Wurzelstöcke fast vollständig. Jedenfalls hatte ich mit dieser Praxis in den letzten fünf Jahren grossen Erfolg.
Viel schwieriger ist der Flughafer (Avena fatua) zu bekämpfen. Die Samen können im Boden zehn Jahre überleben und keimen aus einer Bodentiefe bis 20 cm. Unsere Févérol-Felder sind in diesem Jahr stark mit Flughafer und Raygräsern durchsetzt.
Nach wie vor keimen auch die Brombeeren in den Getreidefeldern. Das ist darauf zurückzuführen, dass das ganze Heimwesen für zehn Jahre stillgelegt war.
Unkrautkuren zwischen Ernte und neuer Saat und geeignete Fruchtfolgen sind im grossflächigen Bioanbau das A und O.
Entomologie-Exkursion
Nawaros

NAWAROS ist die Abkürzung für nachwachsende Rohstoffe :
NA(ch)WA(chsende)RO(stoffe). In ganz Europa von Österreich über Deutschland bis Schweden erfahren NAWAROS eine Renaissance.
Bis zum 18. Jahrhundert waren nachwachsende Rohstoffe auf der ganzen Welt die Hauptenergiequelle. Erst mit dem Industriezeitalter – also in den letzten 200 Jahren kamen Kohle, Erdöl, Erdgas und schließlich Uran als neue Energiequellen dazu.
Jetzt besinnen wir uns in einer Art zweitem Holzzeitalter wieder auf die Umweltfreundlichkeit von nachwachsenden Rohstoffen zu Energiegewinnung. Sie sind freilich nur dann umweltfreundlich, wenn über Pflanzen und Holz nicht mehr genutzt wird wie im nächsten Jahr wieder nachwächst. Nur dann haben wir einen geschlossenen CO2-Kreislauf.
Die EU geht davon aus, dass Europa bis 2050 bis zu 30 Prozent seiner Gesamtenergie aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen kann, wenn wir intelligenter und effizienter mit Energie umgehen lernen. Nach EU-Berechnungen könnte – ohne Wohlstandsverlust – bis zur Mitte des Jahrhunderts 60 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs weggespart werden und die Restenergie zu 40 Prozent direkt aus der Sonne, 30 Prozent aus NAWAROS, 15 Prozent über Wind und 10 Prozent über Wasserkraft gewonnen werden.
Quelle:newsletter@sonnenseite.com
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=67








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