AUSWANDERERBLOG

Wiederansiedlung des Rebhuhns im Seeland

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 25, 2006

Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist leider in der Schweiz ausgestorben. Ein über 8 Jahre dauerndes Wiederansiedlungsprojekt im Klettgau steht, wie ich in einer eindrücklichen Radio DRS Reportage gehört habe, vor dem Scheitern. Jetzt sind Bestrebungen im Gang, das Rebhuhn im Berner Seeland wieder anzusiedeln. Pro Natura kommt aber zum Schluss, dass die Wiederaufwertung der Landschaft und Vernetzung mit Hecken und Brachflächen noch ungenügend ist, um einen erfolgversprechenden Wiederansiedlungsversuch zu machen.
Rebhühner sind typische Vögel unserer Feldfluren. In Gärten und Städten wird man sie dagegen nur finden, wenn direkte Anbindung an Felder und an Ackerland besteht. Doch man könne Rebhühner auch in Deutschland nur noch selten beobachten, denn leider sei ihr Bestand in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Noch vor den Kriegen waren Rebhühner so häufig, dass sie zu Millionen geschossen und auf Märkten angeboten wurden. Rebhühner galten sogar als „Arme-Leute-Essen“, denn so manch ein Bauer bereicherte mit ihnen seinen Küchenzettel.

Dank der vielfältigen, naturnahen Kulturlandschaft sind die Rebhühner in unserer Region in SW-Frankreich zum Glück noch sehr zahlreich. Auf unserem Hof bebachte ich die drolligen Vögel sehr oft. Aufgeschreckt durch den Traktorenlärm rennen sie in Einerkolonne zur nächsten schützenden Hecke. Obschon sie gut fliegen können – so habe ich es wenigstens beobachtet – heben sie erst ab, wenn es gar nicht mehr anders geht und der Traktor zu nahe rückt.

Foto aus www.naturlexikon.de

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Metzgen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 22, 2006

Immer noch auf dem Biohof in Suberg wird heute Rindfleisch portioniert.
Kilian bietet das Bio-Weidefleisch wie folgt zum Verkauf an:

1 Achteltier ( ca. 15 – 20 kg Fleisch ) für Haushalte mit
2 Personen.

1 Vierteltier ( ca. 30 – 40 kg Fleisch ) für Haushalte mit
3 und mehr Personen.

Das Fleisch ist küchenfertig portioniert und vakuumiert in eine handliche Kartonbox verpackt. Jedes Mischpaket enthält günstigere und teurere Stücke im gleichen Verhältnis wie beim Tier.

Bestellte Fleischpakete können bei ihm in Suberg abgeholt werden oder
werden nach Absprache geliefert.
Preis: Fr. 28.- / kg.
Tiefgefroren lässt sich das Fleisch gut ein Jahr lagern.

Der Inhalt der Fleischpakete

Braten à la minute/Grillieren: Filet (am Stück), Entrecôtes (geschnitten), Huftplätzli (geschnitten), Hohrücken (geschnitten), Grillplätzli (geschnitten).
Schmoren/Braten (30 – 60 Minuten): Saftplätzli (geschnitten), Ragout (geschnitten), Geschnetzeltes (geschnitten), Haxen, Bratenstücke, Hackfleisch.

Sieden: Siedfleisch (Suppenknochen separat).

Innereien: Leber (am Stück), und auf Wunsch: Nierli, Zunge, Herz, Ochsenschwanz.

Alles weitere betreffend Produktionsbedingungen, Bestellungen usw. auf der Homepage Biohof Inselmatt

Wanderwege

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 21, 2006

Wenn man als Auslandschweizer Ferien in der Schweiz macht, fällt einem etwas auf: die Wanderwege! Etwas vom Besten was dieses Land auszeichnet! Die Schweizer Wanderwege und ihre kantonalen Fachorganisationen bieten sage und schreibe nicht weniger als 60 000 km signalisierte Wanderwege an: sicher, gepflegt und abwechslungsreich!
Ein Dankeschön an alle die etwas dazu beitragen, dass man so Natur und Kultur geniessen kann.

Bözingenberg über Biel

Schweizer Wanderwege

Nostalgiewanderer

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 16, 2006

Wir sind für ein paar Tage in der Schweiz. Das schöne Herbstwetter verleitet zu ausgedehnten Wanderungen. Weil sich, wie üblich im Seeland, der Nebel hartnäckig hält, habe ich meine Wanderung ins Emmental verlegt, in den Dürsrütiwald. Hier hat mir mein Grossvater vor vierzig Jahren die mächtigen Dürsrütitannen gezeigt. Stammdurchmesser anderthalb Meter, Höhe über 50 Meter, alter 350 Jahre…. eindrückliche Masse! Leider haben Gewitterstürme die grossartigsten Exemplare beschädigt.
Schöner Wanderweg von Langnau durch den Dürsrütiwald auf die Lüderenalp (ca. 3 Std) mit heute phantastischem Panoramablick.

Emmental

Sicht von Dürsrüti

Augstmatt am Weg auf die Lüderen

Einzelhöfe oberhalb Zollbrück

Landschaftspflege

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 9, 2006

Akrobatik auf dem Frontlader….

Kilian ist nicht nur in den Ferien...

Bewässerung

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 9, 2006

Der Anbau von Körnermais ist in SW-Frankreich nur dank Bewässerung möglich. Zunehmend wird allerdings der hohe Wasserkonsum durch die Landwirtschaft kritisiert. Wir selber können nicht bewässern, weil uns ein See fehlt. Überall in den vielen Tälern des Gers haben die Bauern kleine oder grössere Seen als Wasserreservoirs angelegt.
Wir haben heute eine Wanderung in der Gegend von Pouy-Loubrin gemacht. Der hier angelegte See ist landschaftlich eine Bereicherung und ladet selbst am 9. November zum Bade….

Lac in Pouy-Loubrin

Zählen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 4, 2006

Auf vielseitigen Wunsch gebe ich hier bekannt, wie ich die Körner gezählt habe: Mein Bioweizensaatgut hat ein Tausendkorngewicht von 48 Gramm. Ich habe 6216 kg Weizen gesät und das ergibt nach Adam Riese 129 Millionen 497 Tausend und 920 und nicht 919 und nicht 921 Saatkörner!

Dem Inscheniör ist eben nichts zu schwör!

Foto aus dem stadtwandererblog

Faszinierend!

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 3, 2006

Weil ich so fasziniert bin von meinen Getreidefeldern, heute gerade noch mal ein Bild aus dem Felde!
Übrigens habe ich nachgezählt: ich habe genau
129 497 920 Körner
gesät!

Foto RB 2.11.06, La Ouaitte

Hier wächst Biobrot!

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 2, 2006

Neun Tage nach der Saat ist das erste Keimblatt bereits 7 cm hoch! Bei aller Technik, die Natur ist stärker und schöner!

Morgenimpression auf dem Weizenfeld

Bioweizen Renan, 1-Blatt-Stadium

Es spriesst!

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 31, 2006

Unglaublich, man kann dem Wachstum der Getreidekeimlinge förmlich zuschauen: 6 Tage nach der Saat sind die ersten Keimblätter bereits 5 cm hoch und man erkennt bereits die Saatreihen!
Dafür geht die Pilzsaison langsam ihrem Ende entgegen. Wie Le Monde berichtet, sind diesen Herbst verschiedene schwerwiegende Pilzvergiftungen vorgekommen.

Wunder der Natur: Korallenpilz, leider nicht essbar!

Korallenpilz, Oktober 06, Gers