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Alle, ausser mir

Posted in Literatur by ruedibaumann on August 2, 2020

„Alle, ausser mir“ ist ein Roman von Francesca Melandri, ein epochaler Familienroman und eine Reise in die italienische Seele. Das Buch stand zehn Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Manchmal harte Kost, was da aufgetischt wird. Aber lesen Sie selbst.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.07.2018

Hier werden so „einige Lebenslügen Europas“ in die Luft gesprengt, freut sich voll Grimm Rezensentin Julia Schröder. In „Alle, außer mir“ widmet sich Francesca Melandri nämlich einem schmalen, unbeliebten und oft überblätterten Kapitel der italienischen Geschichte, erklärt Schröder: Dem Abessinienkrieg von 1935-36. Gnadenlos beschreibt sie anhand einer Familiengeschichte historische Tatsachen, vor denen viele gerne weiterhin die Augen verschließen würden. Sie erzählt von den Spätfolgen des Angriffs auf Äthiopien und schildert aktuelle Entwicklungen, die vor allem schockieren, weil die Parolen der Rechten von heute so sehr an damals erinnern. Melandris dritter Roman ist ein spannendes, hervorragend recherchiertes und politisch engagiertes Buch, lobt die Rezensentin. Dass Melandri insbesondere bei der Figurenentwicklung auf einige etwas abgeschmackte Stereotype zurückgreift, verzeiht sie ihr leicht.
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