Chuderwäutsch
So tönt es, wenn unsere köstliche Grosstochter mit grossem rhetorischen Geschick ihre Erlebnisse schildert…
Hotellerie
Es gibt schöne, sehr schöne und auch sehr teure Hotels in Frankreich. Aber hin und wieder gibt es auch Objekte, die eine gewissen Renovationsbedarf hätten…
Hier könnten einige französische Euros, die vielleicht heute noch in einer ausländischen Steueroase lagern, Wunder wirken…
Lesetip
Ich habe heute einen ganz supercoolen Roman gelesen. Er heisst „Tschick“ und wurde von Wolfgang Herrndorf geschrieben.
„Ein Buch von der Sorte, das beglückte Leser an ihre Freunde und Bekannten so innig weiterempfehlen, als gelte es, ein Geheimnis zu bewahren.“
Der Spiegel
Frankreichs Zuppiger
Wer ein Bankkonto in der Schweiz hat oder hatte lebt gefährlich (ich habe auch eins…). Dumm ist es nur, wenn darauf Schwarzgeld liegt und noch dümmer, wenn der Inhaber behauptet, dass er kein Konto in der Schweiz habe… Genau das hat der französische Budgetminister Cahuzac wiederholt öffentlich und sogar vor der Nationalversammlung behauptet.
Jetzt musste er in einem Gerichtsverfahren zerknirscht zugeben, dass er seit 20 Jahren doch ein Bankkonto mit 600’000 €uro Schwarzgeld hat und es inzwischen von der Schweiz nach Singapur verlegt hat!
Jetzt ist die Glaubwürdigkeit am Boden, der Job weg, die Regierung destabilisiert, Präsident Holland angeschlagen.
Unglaublich, aber leider wahr!
Über die Langzeitwirkung von Pestiziden
Ich erinnere mich, es war in den 80er Jahren, das Wunderherbizid Atrazin hat den Maisanbau revolutioniert und die Unkrautbekämpfung zu einem Kinderspiel gemacht. Weil es so grossflächig versprüht wurde, zeigten sich schon bald Spuren in Bergseen, im Grundwasser und selbst im Regenwasser!
Mit einer Motion wollte ich damals im Bernischen Grossen Rat den Agrarkanton Bern verpflichten, die Atrazin Anwendung (u.a. auf den Bahngeleisen) wegen den möglichen Langzeitschäden einzuschränken oder zu verbieten.
Das sei nun völlig übertrieben, der Vergleich mit dem krebsauslösenden DDT rufschädigend und überhaupt enthalte Atrazin einen so harmlosen Wirkstoff, dass man den bedenkenlos trinken könne…. wurde mir damals von Chemievertretern beschieden. Der Grosse Rat wies die Motion mit grosser Mehrheit ab.
Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist Atrazin (zumindest in Europa) verboten, weil inzwischen bewiesen werden konnte, dass die nun überall in der Nahrungskette vorkommenden Rückstände krank machen!
Die Geschchte hat sich inzwischen x-mal wiederholt: Die Chemiemultis Syngenta, Monsanto, Bayer oder wie sie alle heissen, werfen mit dem Segen der überforderten staatlichen Kontrollbehörden ein neues Allheil-Pestizid auf den Agrarmarkt, behaupten es würden keine Rückstände geben, sei für die Umwelt völlig ungefährlich und für die Welternährung unabdingbar. Bis dann nach etwa zwanzig Jahren uneingeschränkter Anwendung das Gegenteil bewiesen wird.
Das Bienensterben habe nichts aber auch gar nichts mit Pestiziden zu tun, wurde mir vor zwanzig Jahren von den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten versichert. Jetzt ist man offenbar nicht mehr ganz so sicher…
Lesen Sie dazu den Blogbeitrag von Adrian Krebs: Bienen und Pestizide: To Bee or not to Bee
Der Dokufilm More than Honey trägt hoffentlich dazu bei, dass die Pestizidcocktails auf unsern Feldern endlich etwas näher unter die Lupe genommen werden. Es ist unglaublich aber wahr: Pestizide werden immer nur als Einzelprodukte auf ihre Gefährlichkeit getestet und nie im Zusammenwirken aller ausgebrachter Wirkstoffe!






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