Chutzenturm
Der Chutzenturm steht im Frienisbergerwald, Gemeinde Seedorf, Kanton Bern, Schweiz… und ist seit seiner Eröffnung vor wenigen Wochen zu einer Touristenattraktion geworden. Zu Recht, denn der Panoramablick 360° rundum ist atemberaubend! Heute war die Alpenkette zwar im Dunst, aber das 3-Seen-Land und die Jurakette präsentierte sich in voller Pracht!
45 m hoch, oberste Plattform 859 m.ü.M., 234 Stufen…
Gemeinde Seedorf im Vordergrund, Gemeinde Grossaffoltern im Hintergrund, Sichtverbindung zum Biohof Inselmatt (Feldstecher mitnehmen)
Lac de Neuchâtel, Chasseral…
Z’Bärn
Schön wieder mal in Bern zu sein. Ich sitze im Tibits bei einem kühlen Bier, beobachte die Leute, treffe (zufällig) alte Bekannte, lese wieder mal im Berner „Bund“ (in Papierform und nicht nur elektronisch) zum Beispiel über den alten ETH-Professor Potryskus, der immer noch von seinem Gentechnologie-Reis träumt….
Schöne, ruhige Ferienzei!
Schweiz-Visite
Wir sind auf dem Biohof Inselmatt z’Visite. Es ist fast so heiss wie in SW-Frankreich. Die Angus- Aubrac- Herde hat es gut auf der schattigen Waldwiese…
Ca y est!
Endlich, endlich hat die ERDF heute unsere Photovoltaik-Anlage ans Netz angeschlossen (was lange währt kommt endlich gut)! Und hier ist auch schon der Beweis: der Zähler weist die allererste Kilowattstunde aus
Geschichten zu unserem Solardachund dessen Entstehungsgeschichte.
Geschlüpft!
Die jungen Grauschnäpper sind geschlüpft und die Eltern haben viel zu tun mit der Fütterung und Pflege des Nachwuchses.
Rücktritt
Bundesrat Moritz Leuenberger hat auf Ende Jahr seinen Rücktritt angekündigt. Ein Bundesrat, der sich auf der Weltbühne nicht zu verstecken braucht. Ein geistreicher, witziger, humorvoller Redner, dem man zuhören mag. Einer der wenigen Politiker in Bern, der sich klar und deutlich für den EU-Beitritt der Schweiz ausspricht. Ein kluger Kopf, für den die Nachhaltigkeit, der Service public, die Demokratie, die Kultur immer im Zentrum steht.
„Ich träume gelegentlich davon, in einer Gesellschaft zu leben, in der es keine Röstigräben gibt zwischen Kultur, Politik und Intelligenz, davon, dass sich alle für Politik, auch Tagespolitik, interessieren, und sich einbringen.“
(Moritz Leuenberger in einer Rede zum 70. Geburtstag von Hugo Lötscher, 13. Januar 2000)
Seine gelegentlichen Abstecher auf das Glatteis der (Selbst-)Ironie werden wir künftig in der Schweizer Regierung schmerzlich vermissen !
Parteienfinanzierung
Die Popularitätswerte der Regierung Sarkozy sind am Boden. Der Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht. Die kurfristige Absetzung von zwei verschwenderischen, zigarrenrauchenden und privatjetfliegenden Ministern hat nichts geholfen. Zu schwer lastet der Vorwurf, dass die Multimilliardärin Bettencourt die bürgerliche Regierung und insbesondere Sarkozy selber wiederholt verbotenerweise mit ansehnlichen Geldbeiträgen unterstützt habe. Als Briefträger soll schon damals der jetzige Arbeitsminister Woerth, der im Nebenamt immer noch Kassier der regierenden UMP-Partei ist, gedient haben. Alle Anschuldigungen werden natürlich vehement bestritten und als ungerechtfertigte Attacke der oppositionellen Sazialisten dargestellt (Sarkozy im Luftloch).
Parteienfinanzierung ist in Frankreich gesetzlich geregelt. Zulässig sind maximale Einzelspenden von 7500 €uro. Nicht so in der Schweiz. In Helvetien werden bürgerliche Parteien einseitig seit Jahrzehnten mit beliebig hohen Beiträgen von Banken, Industriellen und anderen Gutbetuchten legal geschmiert! Natürlich passiert das alles unter dem Tisch und alle Anstrengungen, etwas Transparenz in die schweizerische „Gelddemokratie“ zu bringen wurden bisher immer vereitelt!
Wen wunderts, dass die Schmiergelder der Bettencourt von einem geheimen Konto aus der Schweiz stammen…
(aus Le Monde vom 6.7.2010)
Von der Zeit
Die Informationssendungen des Deutschschweizer-Radios DRS, „Echo der Zeit“ und „Rendez-vous am Mittag“ sind auch im Ausland sehr beliebt. Für uns sind sie nach wie vor eine wichtige Informationsquelle für nationale und internationale Poliik.
Hin und wieder sehen wir uns am Abend auch die Tagesschau auf SF1 an um sie anschliessend auch noch mit les „20 heures“ auf TF1 zu vergleichen.
Die Gewichtung der Themen ist schon sehr unterschiedlich: beim Schweizer Fernsehen könnte man meinen, in der Schweiz lebten alle von Geldanlage und Börsenkursen und jeder noch so kleine Kursschwankung sei das wichtigste im Leben…
Im französischen Fernsehen werden hingegen Prozesse und Gerichtsverhandlungen geradezu zelebriert. Alle kommen sie zu Wort, Ankläger und Verteidiger, Täter und Opfer… und die Urteile werden analysiert und kommentiert.
Aber noch etwas ist mir aufgefallen: Die Schweizer Tagesschau beginnt genau um 19:30. Die Wasserstoff-Atom-Uhren aus dem Observatorium in Neuenburg lassen keine Sekunde Abweichung zu.
Les „20-heures“ auf TF1 beginnen aber nach meiner Zeitrechnung schon so ungefähr um 19:58… Heisst das nun, dass die Franzosen es halt nicht so genau nehmen oder vielleicht, dass sie uns halt doch etwas in der Zeit voraus sind…?














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