Fünfter Landwirtschaftsminister….
Die Umgestaltung der Regierung Fillon hat uns schon wieder einen neuen Landwirtschaftsminister beschert. In den letzten sechs Jahren ist das der Fünfte!
Michel Barnier (1951) ist der Neue, Berufspolitiker aus Savoien, war schon mal Umwelt- und Aussenminister. Er war auch EU-Kommissar.
In diesem Moment verspricht er auf Radio France Inter, dass er für vermehrte Transparenz in der französischen Agrarpolitik sorgen werde. Betreffend Gentechnologie (OGM) will er die längst fällige öffentliche Debatte lancieren.
Ich bleibe skeptisch. Die vier bisherigen Landwirtschaftsminister haben eine Vereinfachung der agrarpolitischen Massnahmen („Simplifions!“) versprochen….. und es ist wesentlich komplizierter geworden!
Michel Barnier erklärt, er sei Minister de l’agriculture durable. Das würde aber bedeuten, dass der Biolandbau in Frankreich gefördert und nicht behindert wird.
Ich bin gespannt. Affaire à suivre!
Ist das französische Volk noch nicht bereit für gesunde Bioprodukte einen gerechten Preis zu bezahlen damit die Bauern davon leben können? Braucht’s in Frankreich auch dafür staatliche Hilfe?Kenne Biobauern in der Schweiz, welche nicht mehr auf Direktzahlungen angewiesen wären und sie nur nehmen, weil die anderen sie auch erhalten.Apropos: Habe gehört dass die Oekobilanzen auf Biohöfen nicht positiv ist. Es brauche proportional viel mehr Energie-Input um die gleiche Menge Nahrung zu erzeugen (Mehr Fläche mit geringerem Ertrag / Mehr Diesel (Erdöl) für die mechanische Unkrautbekämpfung / längere Wege zum Konsumenten). Rösti aus Kartoffeln von Niederweningen, die mit etwas Ammonsalpeter produziert worden sind, dürften sehr wahrscheinlich ökologischer sein als ein Couscous auf meinem Teller aus südfranzösischem Bioweizen der 1000 km transportiert worden ist. Was soll ich davon halten? Was kommt früher auf die Menschheit zu: Klimakollaps oder Welthunger? Neige momentan zur Meinung, dass es eher in Richtung Hungersnöten geht. Das hiesse, dass die Chemiemultis auf das richtige Pferd setzen, denn wie heisst es doch so schön und zutreffend „Das Fressen kommt vor der Moral“. Wenn sich die Menschheit also entscheidet lieber zu ersticken als zu verhungern, dann ist das lokal fatal aber global nur ein unbedeutendes Kapitel in Darwins Lehre und im Universum nichts; rein gar nichts! herzliche grüsse Eva
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