Schamlos kapitalistisch….
In Südamerika werden ganze Landstriche durch reiche Ausländer aufgekauft. Wie die „Le Monde“ berichtet, besitzen beispielsweise die italienischen Modemacher Benetton in Argentinien 900 000 Hektaren Land! Man muss sich das vorstellen: das entspricht etwa der gut nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche der Schweiz! Kein Wunder, dass die Gebrüder Benetton inzwischen die grössten Schafproduzenten in Argentinien sind.
Aber auch der Amerikaner Ted Turner, der Brite Joseph Lewis, der Belgier Huber Grosse, die Filmschauspieler Richard Gere und Matt Damon sind Grossgrundbesitzer in Argentinien.
Auch Schweizer und französische und spanische Weinbaufirmen gehören zu den grossen Landkäufern.
Man könne kaufen was man wolle, wo man wolle, selbst in Nationalparks, heisst es da.
Dafür werden dann Kleinbauern und Indigene vertrieben. Die Landwirtschaft funktioniert zunehmend ohne Bauern. Der grossflächige Anbau von gentechnisch verändertem Soja für den Export führt zu rein idustriellen Anbauformen. Leidtragende sind die traditionellen Bauern, die Umwelt, die Natur!
Es scheint, dass in der kapitalistischen Welt mehr und mehr das menschliche Mass, der Anstand verlorengeht. Die Schere zwischen reich und arm geht immer weiter auf. Das zeigt sich ja offensichtlich auch bei den schamlosen Gehältern der sogenannten Topmanagern.
Der wild gewordene globale Kapitalismus braucht dringend universale staatliche Regulierungen und Leitplanken! Es ist höchste Zeit, die schreienden Ungerechtigkeiten zu stoppen!
hallo auswanderer,ich habe in der letzten zeit immer wieder ihren blog gelesen, sehr interessant, warum wandert man aus, die schweiz ist zu klein, das bauernleben ist hart, es werden in allem kontingente geschaffen, also kauft und pachtet man land in frankreich , in der hoffnung auf ein besseres bauernleben, ich selber bin nach spanien ausgewandert bin kein bauersuchte aber nach der gewissen freiheit im berufsleben. hand aufs herz, was die grossen in argentienien machen, was unsere manager mit ihren hohen löhnen machen, das machen wir beide doch im kleineren in frankreich und spanien.freundliche grüsse ferdy wöllhaf
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@FredyWahrscheinlich hast du recht. Zu unserer gegenseitigen Rechtfertigung kann man vielleicht anführen, dass es auch eine Frage des Masses ist! Wir haben hier einen vorher stillgelegten Mittelbetrieb mit viel Arbeit sanft renoviert und wieder instandgestellt. Wir verdienen bei unserer Bauernarbeit etwa tausend mal weniger als ein Abzocker und haben etwa zehntausendmal weiger Boden als ein Grossgrungbesitzer in Argentinien….HerzlichRuedi Baumann
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rüedu, tuesch itz zensuriere?Ig ha doch itz scho öppe 10 mau öppis inegschribe.Hesch itz das würklech müesse lösche? Aber aber, das macht doch gche politiker, oder öppe e ex-politiker wo uf chli zynismus inegheit?Me bruuchi unbedingt staatlichi Regulierig. Usdütscht heisst das, dgränze wäri bimene 70 Hektare Fiirabeheimetli z’Frankrich, wo ufem freie Markt gäge aagebot und nachfrag a riichi ussländer – mit Vorteil ex-Politiker – verchouft darf wärde.Die Kapitalischte z’südamerik sölle aber gfelligscht ufhöre mit Buschland choufe…….“seelig sind ….“öppe so?
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Sehr geehrter Herr Baumann,Ich bin ehrlich gesagt auch echt erstaunt über Ihnen Kommentar zum Kauf von Landwirtschafts Land durch reiche Ausländer. Ich möchte mich sogar Fridu’s Kommentar (siehe oben) anschliessen. Mir ist kein Unterschied vom Kauf durch reiche Ausländer in Argentinien oder Frankreich vorstellbar. Höchstens einen, der noch für das Beispiel Argentinien spricht. Denn diese Reichen bewirtschaften ihr Land nicht selber und beschäftigen Einheimische. Sie hingegen arbeiten selber darauf, was sie zwar ehrt, aber keinem Franzosen hilft. Der einzige Unterschied ist die Grösse, und die ist materiell bedingt; will heissen: Wenn die reichen Ausländer es in den USA vermögen würden, ganze Landstriche zu kaufen, dann würden sie es ohne zu zögern machen (Beispiel: Trump, Jackson). Oder noch deutlicher: Wenn es Ihnen, Herr Ruedi Baumann, möglich gewesen wäre, in der Schweiz einen 70-Hektar Biohof zum selben Preis wie nun in der Gascogne zu kaufen, dann hätten sie es ohne zu zögern gemacht. Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen weiterhin viel Vergnügen in der Gascogne. Mit herzlichen Grüssen Werner Baumeler
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