Zeitfenster
Ich habe heute, das heisst inzwischen schon gestern, mit meiner Internetfirma Alsatis korrespondiert, telefonisch und schriftlich, französisch und englisch und dazwischen deutsch und deutlich. Sie kennen mein Problem inzwischen: meinen eigener Blog kann ich auf unseren vier Geräten nicht lesen, nicht öffnen, nicht weiterführen…
Sie haben mir versichert, morgen (das heisst heute) würden sie zusammen mit meinem Bloghoster (so sagt man, glaube ich) in Kalifornien mein Problem erörtern und die Sache liesse sich nächste Woche wohl wieder einrenken… In der Zwischenzeit solle ich doch einen (oder mehrere) Proxis auf meinen Rechnern installieren. Das Dumme ist nur, ich weiss nicht, was ein Proxi ist.
Irgendwie ist mein Auswandererblog aber in der Zwischenzeit nachtaktiv: schon vor vier Tagen bekam ich kurz nach Mitternacht meinen Blog etwa 10 Minuten unerklärlicherweise auf den Bildschirm. Und jetzt ist das auch grad wieder der Fall. Allerdings ist noch nicht sicher ob ich den obigen Text anschliessend dann wirklich abspeichern kann, oder ob ich für diese Prozedur wieder den Hotspot in der nächsten Stadt aufsuchen muss. Langsam glaube ich, irgendwie habe die NSA ihre Hand im Spiel…
Dass ich es nicht vergesse, wünsche ich jetzt etwas verspätet allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr! Leider kann ich das dazu vorgesehen Föteli schon wieder nicht mehr auf den Bildschirm holen. Ich fürchte, mein Blog hatte einmal mehr nur ein kurzes nächtliches Zwischenhoch…
Es ist jetzt Freitag, 3. Januar 2014 um 00. 35 Uhr und ich versuche den Text zu speichern…
Drive-In Quick in Auch, Freitagnachmittag um 16:30 Uhr 2014
Was ich letzte Nacht befürchtet habe ist eingetroffen: ich konnte meinen Text um 00.35 schon wieder nicht mehr speichern (darum habe ich die Geschichte kopiert und jetzt hier an diesem Hotspot eingelesen).
Und jetzt auch noch die versprochenen Neujahrskarten:
In diesem Sinne, alles Gute und möglichst wenig Internet-Ärger!
Wegen sehr grosser Nachfrage…
… wurde die Laufzeit des Subergfilms bereits in die vierte Woche verlängert!
Wer den Film trotzdem verpasst bei diesem Regenwetter ist selber schuld…
Über dem Nebel…
Seit Tagen verhüllt ein dichter Nebel das Berner Seeland…
Zum Glück bietet der angrenzende Frienisberg freie Sicht über die Nebelsuppe vom Jura…
… bis zur Alpenkette!
Zum Beispiel Suberg
„Plötzlich ist Suberg in aller Munde. Das kleine Dorf im Seeland wächst in den Köpfen der Schweizer zu einer grossen Gedankenblase heran, und die Menschen haben das Bedürfnis zu sprechen. Über Zersiedelung, Bauboom, den Verlust von Gemeinschaft. Nicht grundlos heisst der Film «Zum Beispiel Suberg» (siehe Box): Was diesen paar Hundert Einwohnern in den letzten dreissig Jahren widerfahren ist, könnte genauso gut das Schicksal einer x-beliebigen Gemeinde zwischen Zürich und Genf oder Basel und Chur sein.“
„Der Dokumentarfilm von Simon Baumann füllt derzeit die Kinokassen. Allein in der ersten Woche lockte «Zum Beispiel Suberg» schweizweit über viertausend Personen vor die Leinwand. In Lyss kamen mehr Leute als beim letzten James Bond. Baumann entwaffnet Globalisierungsfreunde und Neoliberale mit seinem melancholischen und doch humorvollen Porträt des Dorfes Suberg. Das Werk bringt ihm viel mediale Präsenz, Lob und Filmpreise. Derweil sich die Botschaft des Films überregional setzt, geht im kleinen Suberg das Leben weiter: Was hat der Film dort ausgelöst, wird er das Dorf nachhaltig verändern? Suberger und andere Menschen haben darüber nachgedacht.“
Wie es weitergeht steht in der heutigen Berner Zeitung
Fliegerbombe gefunden
Heute ist auf der Baustelle in der Augsburger Straße erneut eine Fliegerbombe gefunden worden. Es gelten dieselben Evakuierungsgebiete und Straßensperrungen wie am 5. Dezember.
Alltag in Dresden: Regelmässig werden bei Bauarbeiten tonnenschwere Fliegerbomben gefunden. Gestern mussten 1800 Leute in der Umgebung der Fundstelle evakuiert werden, bevor die Bombe durch Spezialisten erfolgreich entschärft werden konnte.
Ein Dorf muss leben
Gastbeitrag Simon Baumann
„Ich habe meinen Grossvater nie kennengelernt. Er starb drei Jahre vor meiner Geburt. Was ich von ihm weiss, haben mir meine Grossmutter und mein Vater erzählt: Er war ein hart arbeitender Bauer und Präsident der Musikgesellschaft Suberg-Grossaffoltern. Er war Feuerwehrkommandant, Ortspräsident und hat jahrelang die Milchsammelstelle des Dorfes geführt. Auf Fotos lächelt er immer liebevoll. Die, die ihn kannten, beschreiben ihn als zufriedenen, stets fröhlichen Mann. Das irritiert mich. Wo nimmt einer diese Zufriedenheit her, wenn er sieben Tage die Woche vierzehn Stunden hart arbeitet und dabei kaum etwas verdient? Wie kann einer glücklich sein, der sich in seiner wenigen Freizeit fast ausschliesslich für das Gemeinwohl einsetzt?
Wäre mein Grossvater ein Einzelfall gewesen, ich hätte nicht weitergefragt und ich hätte wohl keinen Film über Suberg gemacht. Aber mein Grossvater ist nicht alleine auf den alten Fotos. Meist ist er umgeben von Familie, Freunden und Nachbarn. Menschen, die etwas miteinander zu tun haben, sich bei der Feldarbeit aushelfen oder einfach zusammen Zeit verbringen. Die Fotos zeigen nicht nur meinen Grossvater, sie zeigen eine Dorfgemeinschaft.“
Hervorragende Kritiken
«Meisterhaft» nennt ihn die «NZZ am Sonntag», das «Filmbulletin» ist begeistert von der «sorgfältig komponierten Bildsprache und dem präzisen Off-Kommentar» und die «Berner Zeitung» spricht von einem «punktgenauen Portrait». Die Kritik ist sich einig: Simon Baumann hat mit seinem zweiten Kinofilm ein kleines Meisterwerk abgeliefert. In «Zum Beispiel Suberg», dessen Produktion vom Migros-Kulturprozent finanziert wurde, versucht Baumann, in dem Dorf heimisch zu werden, in dem er seit über 30 Jahren lebt und wo er dennoch niemanden kennt. Für das sehr persönliche Porträt, das zugleich für viele Schweizer Orte steht, wurde Baumann mit dem Berner Filmpreis (beste Regie) ausgezeichnet.
SRF 2, Hören ab Minute 4: Sennhauser Filmblog
Tagesanzeiger: Ein Dorfverein ist nicht Facebook
Aargauerzeitung: Hinter diesen Hecken steckt eine verlorene Welt
Neue Zuger Zeitung: Der langsame Tod eines Dorfes
Telebärn: ab Minute 9:40









3 comments