AUSWANDERERBLOG

Bloggerchinesisch für Anfänger

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on November 3, 2007

Ich blogge seit 16 Monaten und habe inzwischen über 500 Beiträge im Netz, aber gehöre technisch eigentlich immer noch zu den Bloggeranalphabeten. Ich weiss beispielsweise immer noch nicht, ob man sich in der Blogsphäre nun duzt oder nicht?
Ich beginne langsam zu verstehen, was man unter Web 2.0 versteht und schon spricht man von Web 3.0.
Ich habe erste Gehversuche mit You tube Filmchen gemacht oder weiss inzwischen was flickr ist und benutze wikipedia fast täglich.
Aber wie man mit Technorati umgeht ist mir nach wie vor ein Rätsel und alle reden von Tagging, Pings und Trackback und ich verstehe nur Bahnhof.

Aber halt, auch dazu habe ich jetzt etwas gefunden:

„Im Sinne des neuen Netzverständnisses macht man ein Weblog zum Weblog 2.0 durch das Teilen der Inhalte, also durch das Verschlagworten und der Weitergabe dieser Schlagworte (Tags), wie etwa an Technorati. Und natürlich durch Kommentare, Pings und Trackbacks. Oder einfach ausgedrückt: Man bricht seine Insellösung Homepage auf und lässt andere mitmachen und bringt sich und seine Inhalte selbst in die große Netzgemeinde ein. Teilweise eben durch eigenes Tun/Engagement (Kommentare, Trackbacks), teilweise durch die Technik (Pings und Tagging). Blogsoftware wie WordPress erledigen da die Arbeit.

In der Praxis sieht das dann folgendermaßen aus. Man schreibt einen Artikel, versieht ihn mit Schlagworten und veröffentliche ihn. Soweit Links darin enthalten sind, wird das Linkziel automatisiert verständigt. Besonders themenaffine und zitierte Artikel Dritter werden mit Trackbacks vom Autoren selbst verknüpft. Über die ausgesandten Tags/Schlagworte können User, die sonst nie auf das Blog gestoßen wären und es auch nicht regelmäßig lesen, in Blogsuchmaschinen wie Technorati den Artikel finden. Auch RSS und Feeds gehören dazu. So kann der Nutzer die Informationen auch für sich verwerten.“

Das habe ich bei Dr. Web Weblog gelesen. Nicht verzagen, im Netz nachfragen! (Wie man es ganz genau macht habe ich zwar immer noch nicht begriffen…)

Malschule

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on November 2, 2007

Malschule sur la ferme. Art brute. Das Centre Pompidou und der Louvre müssen noch etwas warten….

Wald-, Feld- und Wiesenblog

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Oktober 21, 2007

Mein Wald-, Feld- und Wiesenblog wird zurzeit täglich im Durchschnitt 900 mal angecklickt (es waren auch schon mehr…). Immerhin macht das 27’000 (Hof-) BesucherInnen pro Monat oder rund 300 000 pro Jahr. Wenn die alle für eine offene, tolerante, solidarische und oekologische Schweiz stimmen, dann müsste sich eigentlich der Tribun vom Zürichsee endlich wieder auf sein Schloss zurückziehen und könnte nicht weiter Schaden anrichten….

Übrigens: wer morgen wegen den Wahlen auswandern will, subergwest bietet jeden Tag neue Bilder von Auswanderungszielen in den USA an ….

Auswandererblog, Besucherzahlen Oktober 2007

Besucher (Visits), Auswandererblog, Oktober 2007

Drachenläufer

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Oktober 19, 2007

„The Kite Runner“ heisst die Originalausgabe des Romans von Khaled Hosseini, erschienen 2003 bei Riverhead in New York. Ich habe eben die deutsche Ausgabe „Drachenläufer“ gelesen. „Drachenläufer“ erzählt vom Schicksal der beiden Jungen Amir und Hassan und ihrer unglücklichen Freundschaft. Eine dramatische und sehr traurige Geschichte von Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund der fast hoffnungslosen jüngsten Vergangenheit Afghanistans.
Der Schweizer Regiseur Marc Forster hat inzwischen das Buch verfilmt. Der Film soll demnächst in die Kinos kommen. Kürzlich wurde berichtet, der Filmstart sei verschoben worden, weil die jungen Schauspieler aus Afghanistan vorerst in Sicherheit gebracht werden müssten. Man fürchtet offenbar, dass sich durch den Film die Spannungen zwischen den Volksgruppen der Paschtunen und der Hazares verstärken und zu neuen Auseinandersetzungen führen könnten.

Es ist ein sehr spannendes Buch über die Menschen in Afghanistan. Für mich ein Beispiel mehr, wie Religionen (mit welchem Gott auch immer) den Menschen sehr viel Leid und Unglück bringen.

Drachenläufer

Anfragen aus der Schweiz

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Oktober 5, 2007

Am 04.10.2007 um 12:07 schrieb G. R:

Sehr geehrter Herr Baumann

Ich bin Student an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft ( http://www.shl.bfh.ch ) und verfasse derzeit eine Diplomarbeit zum Thema „Boden und Pachtrecht zwischen Strukturerhaltung und Wettbewerb“. Inhalt der Arbeit ist unter anderem auch ein Vergleich mit den Gesetzen von Frankreich. Konkret geht es um einen Vergleich mit dem Schweizerischen „Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht“ BGBB und dem „Bundesgesetz über die Landwirtschaftliche Pacht“ LPG.

Ich wäre froh wenn Sie mir Angaben geben könnten, wo in Frankreich folgende Bereiche geregelt werden:
– Verkauf, Vererbung und Schenkung landwirtschaftlich nutzbarer Grundstücke (Bodenrecht)
– Landwirtschaftliche Pacht

Des weiteren würde mich sehr interessieren, was Ihrer Meinung nach die Vorzüge und Nachteile der Regelungen in Frankreich sind, im Vergleich zur Schweiz. Sie haben sich diesbezüglich kurz in Ihrem Auswandererblog geäussert (http://auswandererblog.blueblog.ch/p125.html).

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Freundliche Grüsse aus der Schweiz

G. R.

Meine Antwort heute:

Lieber G. R

Die Internet-Studie, in welchen Gesetzen das französische Bodenrecht geregelt ist, kann und will ich Ihnen nicht abnehmen… Unter dem Stichwort Safer (http://www.safer.fr/) dürften Sie wertvolle Hinweise finden.
Kurz ein par Angaben, warum ich überzeugt bin, dass das französische Bodenrecht für Bauern und Bäuerinnen viel besser ist als die CH-Gesetzgebung:
Frankreich hat einen transparenten, kontrollierten landw. Bodenmarkt. Die Safer sorgt dafür, dass vernünftige Strukturen geschaffen oder erhalten bleiben. Alle Handänderungen müssen publiziert werden, die Safer hat ein Vorkaufsrecht und kann Junglandwirte begünstigen. Es bestehen vernünftige Regeln, wer Land pachten oder kaufen kann: Anstösser, Junglandwirte, entwicklungsfähige Betriebe, Kleinbauern usw. Es gibt eine detaillierte, regionale und nationale Bodenpreisstatistik.

Obschon hier das Instrument der Güterzusammenlegung kaum bekannt ist, hat Frankreich erheblich bessere agrarische Strukturen. Parzellierungen wie in der Schweiz sind hier nicht möglich.

Hand aufs Herz, in der Schweiz können nur noch superreiche Baulandbauern Kulturland kaufen. Verpachtet wird in der Schweiz an die Meistbietenden (Schwarzzahler). Wer in der Schweiz nicht das Glück hat einen Betrieb innerhalb der Familie zum Ertragswert zu übernehmen, hat keine Chance mehr, selbstständiger Landwirt zu werden.
Hier fördert der Staat junge Leute ohne elterlichen Betrieb, die sich auf einem Landwirtschaftsbetrieb installieren wollen… usw.
Im weiteren verweise ich u. a. auf meine eigenen Nationalfondstudien zu den Einflussfaktoren auf landw. Bodenpreise (Nationalfondstudie 33, Boden).
Ich bin gespannt auf Ihre eigenen Recherchen und wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüssen

Ruedi Baumann

subergwest

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on September 29, 2007

Kathrin Gschwend und Simon Baumann gehen 4 Monate in die USA und werden in ihrem neuen Blog subergwest laufend aus dem Land der unbeschränkten Möglichkeiten berichten. Wir sind gespannt auf Texte und Bilder von Menschen und Tieren, Städten und Landschaften, Sitten und Bräuchen, Realitäten und Träumen und von amerikanischer Ess- und Fresskultur…

subergwest ist neben anderen interessanten Blogs immer in der Kolonne auf der rechten Bildseite des Auswandererblogs unter dem Verzeichnis Blogroll anklickbar.

Wanderung in der Provence

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on September 25, 2007

Schöne Wanderung in der Provence, im Departement Vaucluse… un chemin botanique voller würziger Pflanzendüfte!

Provence

Lac de Bienne, Bielersee

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on September 21, 2007

Es gehört bei mir seit langem zu jedem Schweiz-Besuch: ein Velotürli entlang oder rund um den Bielersee. Die Landschaft ist sagenhaft, das Wasser klar und sauber und die Fülle der Früchte rund um den See fast unerschöpflich! Einziger Wermuthstropfen oder gar Schandfleck: trotz Fluss- und Seeufergesetz bleibt an vielen Uferpartien der Zugang zum See für viele Wanderer unzugänglich, weil private (Ferien-) Hausbesitzer Sicht und Zugang versperren. So verläuft der Uferweg immer noch an vielen Stellen hinter hohen privaten Gartenzäunen. Dies obschon das Bernervolk vor inzwischen einem Vierteljahrhundert den freien Zugang zu Fluss- und Seeufer beschlossen hat…. Heiliges statt sozialpflichtiges Grundeigentum!

Bielersee, Lac de Bienne

Sicht vom Von Rütte Gut gegen die St. Petersinsel. In diesem Raum wurde kürzlich auch die Überreste des ältesten Hauses der Schweiz entdeckt.

See- und Flussufergesetz

Von Rütte Gut in Sutz

St. Petersinsel

Dieses harmlose Gewässer….

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on September 16, 2007

Lyss, Oberdorf

… hat dieses Jahr dreimal zu dramatischen Überschwemmungen geführt. Der Lyssbach hat dadurch nationale Bekanntheit erlangt. Allein beim Hochwasser von ende August sind Kosten von 46 Millionen Franken entstanden. Die sichtbaren Schäden werden dringend repariert und vernarben langsam. Innerhalb der Gebäude wird aber noch lange saniert, getrocknet und umgebaut.
Aber im Einzugsbereich des Gewässers wird munter weitergebaut und damit Boden versiegelt. Der Lyssbach ist das Opfer der überbordenden Bautätigkeit in der Region:
Wohnbauten, Industrie- und Gewerbebauten, Autobahn, SBB-Doppelspur, Strassen und Plätze ….

Lyssbachpark

Es sind bauliche Lösungen geplant um weitere Überschwemmungen zu verhindern: ein Hochwasserstollen (30-40 Millionen Franken) soll Lyss entlasten, andere Nadelöhrs werden aufgehoben werden müssen.

Lyssbach , SBB-Brücke

Ich bin für naturnahe, sanfte Lösungen: Landwirtschaftsflächen sollten im Extremfall im ganzen Einzugsbereich des Lyssbachs grossflächig überflutet werden. Die dadurch verursachten kurzfristigen Schäden müssen den Bauern selbstverständlich grosszügig entschädigt werden. Aber das ist auch langfristig hundert mal billiger als harte technische Bauwerke. Und das nächste Hochwasser kommt bestimmt.

Top of Europe

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on September 15, 2007

Top of Europe gilt nur höhenmässig… in einigen anderen Bereichen gilt das leider für die Schweiz nicht (mehr). Wir sind auf dem Jungfraujoch, 3 571 m über Meer um etwas Übersicht zu gewinnen…

Aletschgletscher vom Jungfraujoch aus 15. 9. 2007

Jungfraujoch 15.9.2007

Wer stoppt endlich die fremdenfeindlichen Töne und Bilder der grössten Regierungspartei?