So ist das halt…
…wenn der Grossätti ein so schlechtes Vorbild ist!

Senderdurchlauf
Kaum haben wir hier in der France profonde wieder ordentlichen Internetempfang, – es ist wie verhext, – funktioniert der Satellitenempfang für TV und Radio nicht mehr….
Ich habe zwar mitbekommen, dass SRF ihre TV-Programme auf HD umstellt und dass für Leute mit einer Satellitenschüssel ein neuer Sendersuchlauf notwendig sei.
Allerdings ist das eher gesagt als getan. Selbst die hiesigen TV-Installateure haben ihre liebe Mühe die Schweizer Fernsehsender wieder zu orten…
SRG SSR Broadcast.ch verschickt zwar auf Nachfrage schöne, lange Listen mit Angaben über:
Satellit (EUTELSAT HOT BIRD 13B), Position 13°E, Modulation DVB-S2(8PSK), Frequency 10.971 GHz, Symbolrate 29.700 Msym/s, FEC 2/3, Polarisation: horizontal, Pilot mode: active (yes)
und weiter:
Service ID 17201, Video PID, HbbTV-Service, AIT PID 508, DSM-CC Carousel PID 508, Bitrate (kBit/s) 1500
Alles klar?
Nach hundert Suchläufen ist es mir inzwischen gelungen, wenigsten SRF 1 und 2 HD aus dem grossen Weltall wieder zu orten, gerade rechtzeitig um die Rundschau nicht zu verpassen…
Allerdings muss ich weiter ohne das „Echo der Zeit“ auskommen, weil auf der Liste mit über 3000 Radio- und TV Stationen das vertraute Radio SRF 1 usw. unauffindbar ist….
Ob alle 700’000 Auslandschweizer so patriotisch sind wie ich, und hin und wieder ihr Regionaljournal aus der alten Heimat hören wollen, weiss ich zwar nicht.
Dass aber auch die ach so wichtige Auslandschweizerorganisation keinen einzigen Hinweis auf das Abschalten der bisherigen CH-Radioprogramme macht, bzw. auch keine Anleitungen liefert, wie man die neuen Sendefrequenzen ortet, finde ich einen Skandal.
Oder habe ich einen Riss in der (Satelliten-)Schüssel?
La plus grande ferme de France
Heute um neun Uhr eröffnet Präsident Hollande in Paris den jährlich stattfindenden
Salon d’agriculture. Für französische Politiker offenbar ein sehr wichtiger Anlass, wird doch hier die Popularität bzw. Unpopularität der jeweils regierenden Equipen richtiggehend zelebriert. Für Hollande dürfte es dieses Jahr ein richtiggehendes Spiessrutenlaufen werden! Seit Wochen demonstrieren die Bauern mit mehr oder weniger originellen Aktionen gegen die herrschende Agrarpolitik. Vor Präfekturen und Regierungsgebäuden werden Misthaufen deponiert, Eier gegen Fassaden geworfen, Grossverteiler mit Traktoren und Protestfeuern abgeriegelt, Strassen und Autobahnen mit Traktorenkolonnen blockiert. Letzte Woche haben militante Bauern den Garten von Landwirtschaftsminister LeFoll besetzt.
Die Bauern beklagen die zu tiefen Milch- und Fleischpreise und die illoyale Konkurrenz aus dem Ausland. Industrielle Tierfabriken in Deutschland, Polen und Rumänien würden mit viel billigeren Arbeitskräften die bäuerliche französische Produktion zerstören. Wohlverstanden, Betriebe mit 60 Milchkühen gelten hierzulande als Kleinbetriebe die gegen ausländische Konkurrenz mit 1000 und mehr Kühen nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Nach Umfragen stehen 80% der französischen Bevölkerung den handfesten Protesten der Bauernorganisationen positiv gegenüber.
Damit die imposanten Charolais-Stiere trotz allem einmal mehr am Salon d’agriculture die zahlreichen Besucher beeindrucken können, werden für jedes ausgestellte Tier 500€ in Aussicht gestellt… Ob das genügt, die aufgebrachten Paysans zu beruhigen wird sich zeigen.
https://www.salon-agriculture.com
Min Jehann
Wunderschönes, tränenrührendes Lied, vorgetragen von Jochen Wiegandt an der Gedenkfeier für Helmut Schmidt
Ick wull, wi weern noch lütt, Jehann,
Dor weer de Welt so groot
Wi seeten op den Steen, Jehann,
Weest noch, bi Naver’s Soot?
An Heben seil de stille Maan, Wi segen wo he leep
Un snacken, wo de Heben hoch
Un wo de Soot wull deep.
Weest noch wo still dat weer Jehann,
Dor röhr keen Blatt an’n Boom
So is dat nu nich mehr, Jehann
As höchstens noch in’n Droom
Och nee, wenn dor de Schäper süng
Alleen in’t wiede Feld
Ni wohr, Jehann, dat weer een Ton
De eenzig op de Welt.
Mitünner in de Schummertied
Dor ward mi so to Moth
Denn löppt mi’t langs de Rügg so hitt,
As dormols bi den Soot
Denn dreih ick mi so hastig üm
As weer ick nich alleen
Doch allens, wat ick finn, Jehann,
Text auf hochdeutsch:
Mein Johann
Ich wollte wir wären noch klein Johann
da war die Welt so groß
wir saßen auf dem Stein Johann
weißt du noch bei Nachbars Brunnen
am Himmel stand der stille Mond
wir sahen wo er lief
fragten uns wie hoch der Himmel
und wie tief der Brunnen wohl ist
weißt du noch wie still es war Johann
da rührte sich kein Blatt am Baum
so ist das nun nicht mehr Johann
höchstens noch im Traum
oh nein wenn da der Schäfer sang
allein ins weite Feld
nicht wahr Johann das war ein Ton
der einzige auf der Welt
ab und zu in der Dämmerung
da wird mir so zumute
da läuft es mir heiß den Rücken runter
wie damals an dem Brunnen
dann dreh ich mich ganz hastig um
als wäre ich nicht allein
aber alles was ich finde Johann
das ist ich steh und wein‘
Ohne Stadt sterben die Bauern
Sehr richtig! Müsste in grossen Lettern im Schweizer Bauer und in der Bauernzeitung stehen!
Immer wieder und neulich auch auf diesem Kanal ertönt der Ruf nach Landdienst für agrarrenitente JournalistInnen und andere meinungspolitisch aktive Gruppierungen. Heute will ich den Griffel einmal umdrehen. Als ich kürzlich mit einem guten Freund (selber gelernter Landwirt, aber nicht mehr praktizierend) zu Tisch sass und wir wie öfters über Landwirtschaftspolitik diskutierten, brachte er die Innovation Stadtdienst auf den Plan. Wir waren uns sofort einig, dass dies nicht nur eine Superidee ist, sondern für das Landvolk zum Beispiel in der Ausbildung zum Pflichtstoff gehören müsste. Wieso?
Wenn die Bauern längerfristig überleben wollen, müssen sie anfangen, sich für ihre Kundschaft zu interessieren. Und diese sitzt nun mal in den Zentren: Die Schweiz wird ja gerne verklärt als ländliches Idyll, aber unterdessen wohnen 75 Prozent der Bevölkerung in Städten und Agglomerationen, und dieser Trend wird sich noch verstärken.
Für viele Bäuerinnen und Bauern ist die Stadt Hort von allem, das man am liebsten von sich fernhält. Allenfalls gönnt man sich…
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Kalter Entzug
Seit dem 1. Januar 2016 haben wir jetzt keinen Internetempfang mehr auf La Oueyte…
Eigentlich soll das Netz im ganzen Gers auf 20 Mega ausgebaut werden. Aber warum zuerst die bestehenden Konnexionen während mehr als einem Monat einfach gekappt wurden (nicht überall… aber jedenfalls bei uns!) das wissen die Götter und die sagen es nicht! Alle Interventionen auf verschiedenen Ebenen haben bisher nicht gefruchtet. Midi-Pyrenée baut die besten Airbus-Flugzeuge aber ist offenbar nicht imstande, die Internetdienste flächendeckend aufrecht zu erhalten… aber lassen wir das. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vorderhand einfach nur Kurzberichte aus dem 20 Kilometer entfernten Hotspot Carrefour…
Die gute Meldung: der Dieselpreis für unser Hybridauto ist erstmals unter einen Euro gefallen!





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