Wie hältst du es mit der Religion?
Heute im Bieler Tagblatt: Auswandererkolumne:
Um es vorauszuschicken, wir zählen uns zu den „nicht praktizierenden Atheisten“. Also nicht gläubig, aber auch nicht erpicht darauf, allen anderen die Nichtexistenz Gottes beweisen zu wollen und mit Pingeligkeit darauf hinzuweisen, wie unsinnig manche Glaubenssätze in all den heiligen Schriften sind, ob sie nun Bibel, Koran, Tora usw. heissen. Für uns ist Religion Privatsache. So gesehen fühlen wir uns sehr wohl im laizistischen Frankreich, wo die Trennung von Kirche und Staat strikte gehandhabt wird. Schon vor über hundert Jahren gingen die Kirchen in den Besitz des Staates und der Gemeinden über. Die Rechte und Pflichten sowohl der Besitzer der Kirchen wie auch deren Nutzer wurden gesetzlich geregelt. So gehört denn auch das kleine Kirchlein in unserem 80-Seelen-Dorf der Gemeinde und wird von dieser aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten. Die Nutzung des Gebäudes hingegen liegt ganz in der Hand der Glaubensgemeinschaft (Gläubige und Geistliche). Wenn man die Kirche besichtigen will, kann man den Schlüssel beim Maire holen.
Da keine staatliche Statistik geführt wird über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung, gibt es keine verbindlichen Daten, wie viele Katholiken, Reformierte, Juden, Buddhisten, Muslime, Konfessionslose usw. im Land leben. Privatsache eben. In Frankreich gibt es auch keine politischen Parteien, die sich auf irgendwelche religiösen Werte berufen oder sogar ein C für christlich im Namen tragen (CVP, CDU, EVP usw.). Die diversen Kirchen mischen sich nicht in die Politik ein. Dass der Staat, wie beispielsweise im Kanton Bern, Kirchensteuern erhebt und die Pfarrfrauen und Pfarrherren besoldet, wäre in Frankreich undenkbar.
Weil Religionen einen Hang zu absoluten Wahrheiten haben, sind sie, wie die Geschichte und die gegenwärtige Weltlage zeigen, anfällig für Totalitarismus.
Und darum müssen Religionsgemeinschaften offenbar domestiziert und gesellschaftlich eingebunden werden. In der Schweiz versucht man das mit öffentlich rechtlicher Anerkennung und theologischen Fakultäten für die Ausbildung des „Bodenpersonals“. Allerdings bisher nur für christliche Religionen. In Frankreich versucht man es mit Kleidervorschriften, Kopftuchverbot in Schulen oder Burkiniverbot in gewissen Strand-Gemeinden.
Hier wie dort wollen rechtspopulistische Parteien (SVP oder Front National) mit Minarett- oder Burkaverboten den Wählern gefallen. Damit werden aber nur Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen angestachelt.
Vielleicht wäre ein etwas lockerer und entspannterer Umgang mit Gläubigen und Nichtgläubigen der bessere Weg?
Ruedi und Stephanie Baumann

Höchste Zeit für den Atomausstieg…
… wir haben ihnen schon viel zu viel strahlenden Abfall hinterlassen!

Die Geträumten
http://www.kino-zeit.de/player/v2/die-getraeumten?clip=0&w=760&h=428
Schöner Film! Läuft jetzt in den Kinos!
Merci beaucoup!
Merci viu mau für die guten Wünsche auf facebook (aber müsst ihr mich immer wieder darauf aufmerksam machen, dass ich schon wieder ein Jahr älter bin…? 😉
Wie man hört, sind ja zumindest in den USA die weissen alten Männer vom Land die grössten Ar…löcher! Hoffentlich gilt das nicht auch noch für Frankreich!
Ich habe jedenfalls beschlossen, meine Jugendzeit noch einige Jahrzehnte zu verlängern!
Herzlich
Ruedi
Horror!

Es scheint einzutreffen was wir uns nicht vorstellen konnten und wollten!
Die USA in der Hand eines Verrückten!

Gruppenbild
Rot-Grüne Grosseltern feiern schon mal den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie!
Literatur-Nobelpreis an Bob Dylan
Randonnée in Bassoues
Vierstündige Wanderung in der Region Bassoues

Diverse kleinere Stauseen sind nach der langen Trockenperiode halbleer…


Mittagessen mit allem drum und dran inklusive Vorspeise, Wein, Dessert und Kaffee für 13 Euros…

Eine schöne Region im Gers. Allerdings zeigt sich hier exemplarisch der exode rural: viele alte Riegbauten sind zu verkaufen, die Wohnbevölkerung nimmt laufend ab.
Auch bei einzelnen Fermes besteht Renovationsbedarf…




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