Wasserversorgung
Die Wasserversorgung in der Gascogne gibt immer viel zu reden (l’avenir de l’eau en débat) und die laufende Klimaerwärmung verstärkt diese Diskussionen laufend (für die nächsten Tagen sind 38 °C angesagt!). Die sog. „chateau d’eau“ (Wassertürme) sind charakteristisch für die Landschaft und sorgen für den notwendigen Druck im Leitungsnetz. Aber auch die offenen Gewässer (Bäche und Flüsse) sind der Lebensnerv der Gegend nördlich der Pyrenäen! Verschiedene Kulturen in der Landwirtschaft gedeihen hier nur dank regelmässiger Bewässerung. Damit die Flüsse im Sommerhalbjahr nicht austrocknen, wird das Schneewasser aus den Pyrenäen gestaut, Elektrizität gewonnen und anschliessen in einem ausgeklügelten Kanalsystem dosiert in die Flüsse des Gers eingeleitet. Das Kanalsystem Neste versorgt so fast 8000 km2 in 660 Gemeinden. Komplettiert wird das hiesige Wasserversogungssystem durch 3000 kleine Seen von Landwirten (plans d’eau collinaire) die sich bei kräftigen Regenfällen auffüllen. Das System Neste wurde in seinen Grundzügen schon ab dem Jahr 1848 konzipiert, gebaut und immer wieder erweitert und angepasst. Auch der Hochwasserschutz spielt dabei eine grosse Rolle.
Für die Leute hier ist es so etwas wie für mich die Juragewässerkorrektion im bernischen Seeland.

Fête à Traversères
Paella samedi soir



Dorffest in der Gascogne: Concours de Petanque et de Quilles und viel essen und trinken!
Stumpen
Von „Stumpen“ spricht man im Bernbiet, wenn nach dem Heuet der grossen Felder noch die kleinen Börter, Einzelbäume, Hecken usw. ausgemäht werden. Eben die „Abläderbitzli“ die eigentlich die Biodiversität ausmachen und die man stehen lassen sollte…. Aber unser schweizeische Hang zum Aufräumen verleitet uns auch als Auslandschweizer immer wieder alles ordentlich so zu pflegen, dass es eben eine „Gattig“ macht.

Nach dem Stumpen sieht unsere Zufahrt eher wie Versaille aus…

Wir alten Bauern sagen dem halt einfach Landschaftspflege…
Sangerenboden
Hier ist der Zusammenfluss der warmen und der kalten Sense… dem natürlichsten Fluss der Schweiz.

https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/die-sense_der-natuerlichste-fluss-der-schweiz/45193432
Von oben…



Der Kurzfilm ist von Simon Baumann (Drohnenaufnahmen im Mai 2018).
Die Fotos hat eine Freundin im Februar 2023 aus einem Ultraleichtflugzeug gemacht und per WhatsApp übermittelt. Danke für die schönen Aufnahmen!
Dr Aare na…
Schönes Frühlings-Velotürli: Lyssbach, Alte Aare, Gränchner Wyti, Solothurn, Emme, Utzenstorf, Limpachtäli… (70 km)




Armagnac
In der Gascogne wird seit Jahrhunderten der bekannte Armagnac produziert bzw. destilliert. Während mehr als zwanzig Jahren haben auf dem Château Galaubas unsere Schweizer Freunde Helen und Max erfolgreich ihren eigenen Armagnac und Wein angebaut. Daneben hatten sie eine Herde Red Angus Mutterkühe und rund 80 Hektaren Bauernland, alles in der Gemeinde Lannepax —> https://de.wikipedia.org/wiki/Lannepax. Selbstverständlich alles in Bioqualität.
Vor zwei Jahren haben sie altershalber ihren schönen Hof an die ehemaligen Besitzer zurückverkauft.
Im Moment wird alles erneuert und saniert. Wir haben heute wieder mal einen Besuch auf Galaubas gemacht und eine Flasche Armagnac gekauft. Für uns fehlen einfach die langjährigen Freunde und Schweizer Landsleute!


















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