Allerlei Gemüse
Stephanies Gemüsesetzling-Produktion lässt sich sehen: im kleinen Gewächshaus keimt und spriesst es, dass es eine Freude ist! Und das alles wird im Laufe des Jahres auf dem Speisezettel stehen:
Tomaten in verschiedenen Farben und Formen
Blettes (Krautstiele)
Poivron (Paprika)
Auberginen
Courgettes (Zucchini)
Rübkohl
Sellerie
Fenchel (fenouil)
Bohnen (haricots)
Endivien (chicorée)
Spinat (épinard)
Zwiebeln (oignons)
Rübli (carottes)
Pflücksalat
Rosenkohl (choux de Bruxelles)
Lattich
Erdbeeren (fraise)
Topinambur
Potirons (Riesenkürbis)
Himbeeren (framboise)
Potimarons (kleiner Kürbis mit Marronigout…)
Physalis
Nüssler (machês)
Kartoffeln (pommes de terre)
Spargeln (asperges)
Melonen
Lauch (poirée)
usw., usf……
1. Frühlingstag
1. Frühlingstag in der Gascogne, Traversères, 5. Februar 2008, 18 Grad Celsius, Panaoramablick auf die verschneite Pyrenäenkette… (in Wirklichkeit ist es viel schöner und eindrücklicher)
Alte Bäume
Paul, der alte Dorfschmied, hat mich gefragt, ob unsere drei alten Eichen am westlichen Waldrand im Hinterholz eigentlich geschützt seien. Nein, sind sie nicht. Aber keine Sorge, wir und die nächste Generation wird sie stehen lassen, wie sie von den letzten zehn Generationen stehen gelassen wurden.
Inzwischen sind es die ältesten Eichen in unserer Gemeinde, möglicherweise im ganzen Seeland. Der Umfang eines Baumriesen beträgt 4,80 m, was nach Adam Riese einen Durchmesser von mehr als anderthalb Meter ergibt.
Frage an Forstfachleute: sollte man die kräftigen Effeuranken von Zeit zu Zeit entfernen?
Maria-Magdalena
„Mein Grossvater verkehrte regelmässig mit den Notablen der grossen Nachbargemeinde. Den Kegelabend mit dem Notar, dem reichen Metzger und dem Wirt liess er nie aus. Er war auch der einzige an unserem grossen Familientisch, der jeden Tag zum Essen ein Glas Rotwein trank. Wahrscheinlich lebte er immer ein wenig über seine Verhältnisse. Der Hof war denn auch ziemlich verschuldet und der bauliche Zustand der Gebäude verschlechterte sich im Laufe der Jahr und Jahrzehnte zusehends……“
Das und noch viel mehr steht in meiner Autobiographie „Bauernland, Mein Leben“.
Maria Magdalena, 1864-1918, meine Urgrossmutter mütterlicherseits
Lesung „Bauernland“
Heute abend ist die Lesung in der Stadtbibliothek Burgdorf, und es ist (endlich) Schnee angesagt.
Als Einstimmung eine Leseprobe aus dem Kapitel Grossfamilie:
„Otti war nebenher Dirigent der grossen Dorfmusikgesellschaft, mein Vater der Präsident, so dass oft und viel über die Subergmusig geredet wurde. Wir berieten am Familientisch die neuen Uniformen des Musikvereins, Farbmuster wurden herumgereicht, Federn für den Hutschmuck begutachtet, Stoffe ausgewählt. Die fertige Uniform sah fantastisch aus und war für die damalige Zeit etwas ganz besonderes: schwarze Hosen mit einem breiten gelben Nahtstreifen, ein schwarzer Kittel mit gelben Zierschnüren und Epauletten, auf dem Hut steckte ein aufrechter schwarzgelber Federnbusch. Auf die Subergmusig mit ihren über fünfzig aktiven und noch viel mehr passiven Mitgliedern ist das Dorf heute noch zurecht stolz. Mein Bruder und ich waren in jungen Jahren auch eine Zeit lang fleissige Musikanten und übten täglich auf Zugposaune, Flügelhorn und Cornet. Zweimal wurde in unserer Gemeinde das seeländische Musikfest durchgeführt, für das ganze Dorf ein Riesenereignis, das die Dorfgemeinschaft gut ein halbes Jahr lang beschäftigte.“
Das und noch viel mehr steht in Bauernland
Lesung
Nächste Woche sind wir wieder mal in der alten Heimat. Gute Gelegenheit alte Freunde zu treffen und neue Pläne zu schmieden….
Und hier noch den Link zu meinem Buch „Bauernland“
Weihnachtsgeschenk
Falls Du noch kein Wehnachtsgeschenk hast… warum nicht ein gutes Buch?
Hier eine Leseprobe aus „Bauernland“:
….. „Also chauffierte ich auch diesmal den schwarzen Citroen ID, bis zum Rand gefüllt mit Freunden, und holperte langsam den Waldweg entlang auf der Suche nach dem angekündigten Haus in dieser einsamen Gegend. Da tauchten plötzlich diese Beine im Scheinwerferlicht auf, der zierliche Körper, das Gesicht, die freche Kurzhaarfrisur, ich hörte ihre Stimme … Coup de foudre! Auf der Stelle und noch in dem Citroen …..“
Mehr zum Buch „Bauernland“ hier!
Ahnengalerie
Bauernbub
Ich bin in eine kleine Welt geboren worden und in einer kleinen Welt aufgewachsen. Auf dem Hof Inselmatt, mitten im kleinen Bauerndorf Suberg im Berner Seeland. Das Dorf gehört zur Gemeinde Grossaffoltern, war aber im Schulwesen und in anderen Bereichen lange Zeit selbständig. Wir Buben und der Vater gingen öfter mal mit Schaufel und Pickel zum Gemeindewerk, um den gemeinsamen Wegunterhalt zu besorgen. Suberg zählte damals etwa 150 Einwohner, fast alles alteingesessene Bauernfamilien und Arbeiter, die sich ein einfaches Häuschen leisten konnten. Es gab ein Kolonialwarenlädeli, eine Milchsammelstelle, eine SBB-Station, eine Dorfwirtschaft, die landwirtschaftliche Genossenschaft, die Düngerfabrik, eine Poststelle und ein schönes Schulhaus aus Backsteinen mit einem Türmchen. Meine Eltern haben immer in diesem Dorf gelebt und natürlich auch die Schule besucht. Beim selben Lehrer, der später auch mich und meinen Bruder Kurt während fünf Jahren in der Gesamtschule unterrichtete.
Mein Vater ist „auf der Post“ aufgewachsen, einem bäuerlichen Kleinbetrieb, in dem die Familie Baumann während über hundert Jahren im Nebenerwerb auch das Postbüro betrieb. Urgrossvater, Grossvater und später der Bruder meines Vaters waren Posthalter in Suberg. Die pergamentene, abgegriffene Schweizerkarte an der Wand im Postbüro war für mich so etwas wie der Glanz der fernen Welt. Mein Grossvater hiess Rudolf Baumann senior und mein Vater war der Rudolf Baumann junior. So wurde ich zur besseren Unterscheidung trotz meines Taufnahmens Rudolf halt immer Ruedi geschrieben oder auf Berndeutsch ‚Buume Rüedu’ gerufen, auch wenn mir das nicht sonderlich gefiel.
Die Post liegt in Sichtweite der Inselmatt, wo meine Mutter als Lina Röthlisberger aufwuchs, wo mein Vater eingeheiratet hat und wo meine Geschwister und ich geboren wurden. Meinen Urgrossvater, Simon Röthlisberger, habe ich nicht mehr gekannt. Er stammte aus einer Käserfamilie von Langnau und hat in jungen Jahren den Landwirtschaftsbetrieb in Suberg aufgebaut. Von ihm hat mein Grossvater, Otto Röthlisberger, den wir immer Goffa nannten, die Inselmatt geerbt. Goffa war so etwas wie ein Herrenbauer und mehr Mechaniker als Landwirt. Schon in den dreissiger Jahren besass er ein Auto und weit und breit den ersten Hürlimann-Traktor.
Mein Vater hingegen war Bauer mit Leib und Seele. Er war streng und bestimmt, selber sehr arbeitsam, mit uns Kindern immer fröhlich, und man fühlte, dass er die Arbeit in Feld und Stall liebte.
Wie es weitergeht steht hier!












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