Heugümper
Mir gefällt Heugümper besser als Heuschrecke. Ich weiss nicht was an diesen Tieren so schreckliches sein soll… Ja gut, es gibt Heuschreckenplagen in Afrika. Aber hier bei uns sind es einfach schöne Insekten!
Tournesol
Statt uns über das schlechte Wetter zu ärgern, freuen wir uns besser an den prächtigen Sonnenblumenfeldern (c’est bon pour la santé!). Les paysages du Gers sind bekannt für ein abwechslungsreiches Mosaik von Sonnenblumen-, Getreide-, Raps-, Bohnen- und Maisfeldern. Endlich blühen die Sonnenblumen überall!
„Le premier et le plus respectable de tous les arts est l’agriculture.“
Jean-Jacques Rousseau, Émile ou De l’éducation, livre III.
Verzögerte Ernte
Die für hiesige Verhältnisse häufigen Regenschauer zwingen uns zu häufigen Unterbrüchen der Erntearbeiten. Zwar hat es in den letzten Wochen mengenmässig nicht mehr viel geregnet, aber immer gerade so, dass das Stroh nass wurde….. „Das isch haut buuret!“
Hysterie
Die Schweizer neigen zu Überreaktionen. Jetzt wieder zu beobachten an den Obstbaumfällaktionen im Zusammenhang mit dem stärker auftretenden Feuerbrand.
Da werden die Bauern angehalten, hundertjährige Hochstämmer zu fällen, mit der unsicheren Aussicht, so die Pflanzenkrankheit auszurotten.
Ich erinnere mich, Feuerbrand gab’s schon in den sechziger Jahren und auch die Agronomen, die schon damals behaupteten, dass bald einmal der ganze Kernobstbestand der Schweiz zerstört sei.
Hand aufs Herz, ich habe nichts dagegen, wenn Intensivobstanlagen bei Befall gerodet werden. Aber schöne hochstämmige Apfelbäume zu fällen, wenn einzelne Äste befallen sind, grenzt an Hysterie. Und auch die regelmässigen Antibiotika-Spritzungen wie sie offenbar in Deutschland gemacht werden, sind keine Lösung. Wer will schon Antibiotika-Äpfel?
Vernünftiges entfernen und vernichten von befallenen Ästen ist angezeigt. Darüber hinaus habe ich aber Vertrauen in die vielfältigen Regelmechanismen der Natur.
Wir haben in der Schweiz in der Vergangenheit wiederholt mit millionenteuren Ausrottungs- und Bekämpfungsmassnahmen versucht, stärker auftretende Pflanzenkrankheiten und -schädlinge zu beseitigen. Ohne beweisbaren Erfolg.
Zur Erinnerung: Borkenkäferfallen, Giftpillen gegen Krähen und Feldmäuse, Massentötung der von der IBR-Grippe befallenen Kühen, usw…. haben im Vergleich mit Regionen oder Ländern, die auf rigorose Bekämpfungsmassnahmen verzichtet haben, noch n i e einen langfristig sicht- und messbaren Erfolg gebracht! Es ist besser die Natur wirken zu lassen, sie ist ohnehin stärker!
Armagnac
Die Gegend hier wird auch als Armagnac bezeichnet.
Das Armagnac ist eine alte Provinz im Herzen der Gascogne. Sie liegt vor allem im Département Gers und im Osten des Départements Landes. Hauptort des Armagnac ist Auch.
Die Landschaft ist aber weltweit insbesondere wegen des Branntweins Armagnac bekannt.
Armagnac ist daher auch eine geschützte Herkunftsbezeichnung für in der Gascogne in Frankreich hergestellten Brandy (Weinbrand). Nach einer Verordnung von 1909 sind rund 15.000 ha Rebfläche in den Départements Gers, Landes und Lot-et-Garonne liegende Bereiche zur Armagnac-Herstellung zugelassen.
Armagnac ist die älteste bekannte französische Spirituose und kontrollierte Ursprungsbezeichnung gemäß den Europäischen Begriffsbestimmungen für Spirituosen. Name, Herkunft und Herstellungsverfahren sind durch die Appellation Contrôlée gesetzlich geregelt.
Im Unterschied zu Cognac wird Armagnac in einem kontinuierlichen Brennverfahren nur einmal destilliert, also nicht rektifiziert. Anschließend erfolgt für 3-20 Jahre die Lagerung in Eichenholzfässern. Je länger die Lagerung, desto höher die Qualitätsstufe. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 40 vol.% .
Die Einheimischen geniessen den Armagnac nach dem Kaffee in der noch warmen Kaffeetasse. Wir auch. Allerdings ist bei uns und bei unseren Besuchern der gute alte Bätzi aus dem Bernbiet nach wie vor sehr beliebt.
Scheininvalid
Mein Massey-Fergusson 6270 Traktor ist seit ein paar Monaten scheininvalid. Die Kontrollanzeige auf der Instrumententafel warnt mit rotem Blinklicht: Motor sofort abstellen!
Getriebeoelfilter verstopft und ungenügender Schmieroeldruck hesst es dazu in der Betriebsanleitung.
Also ersetze ich schon mal alle Filter. Ene halbe Stunde nach Wiederinbetriebnahme das gleiche Bild: Alerte! Arretez le moteur immediadement!
Ich setze mich mit der zuständigen Ferguson-Werkstätte in Verbindung. Sie geben mir einige Ersatzteile mit, die ich auswechseln muss. Gesagt getan.
Aber die Warnlampe leuchtet bald wieder.
Jetzt lasse ich den Mechaniker der Werkstätte auf den Hof kommen. Er wechselt wieder irgend ein Teil aus und es scheint zu funktionieren…. gerade eine halbe Stunde lang!
Scheisselektronik!
Niemand kann das Zeug mehr reparieren! Wahrscheinlich fehlt meinem Traktor mechanisch nichts, aber trotzdem leuchtet die Warnlampe!
Ich lese, dass die Chinesen jetzt einfache Traktoren bauen wollen, wieder ohne all‘ die Computerchips. Muss ich einen chinesischen Einfachtraktor kaufen oder gibt es jemand auf dem Netz, der mir elektronisch weiterhelfen kann…?
Bio-Weizenfeld
Vergleicht man aufmerksam ein Bioweizenfeld mit einem konventionellen Getreideacker zeigt sich Erstaunliches: die Artenvielfalt ist wie Tag und Nacht!
Wir machen die Probe aufs Exempel und zeigen in unserer Fotogalerie Blumen, Schmetterlinge und Insekten, die bei konventionellen Anbauformen mittels Herbiziden und Insektiziden vernichtet werden. Eine kurzweilige Flurbegehung in unserem Bio-Weizenfeld zeigt eine Biodiversität, die (Natur-) Herzen höher schlagen lässt….
Und was sonst noch so alles blüht, kreucht und fleucht in unserem Kornfeld zeigen wir hier… bitte hier klicken!
Rallye Herbe
Auf den Ländereien des Institut Saint Christophe in Masseube fand gestern eine grosse Futter-Ernte-Maschinen-Demonstration (Rally Herbe) statt. Da wir im August 40 ha Luzerne anbauen wollen, war das eine gute Gelegenheit, mich über den neuesten Stand der Technik auf diesem Gebiet zu informieren.
Die Maschinen werden grösser, leistungsfähiger und… teurer. Ein Kollege meinte in Abwandlung eines Sarkozy-Wahlslogans: „Travailler plus pour payer plus!“
Mit kleinen Theaterszenen wollte man den zahlreich anwesenden Bauern die Vorteile von Maschinengenossenschaften (Cuma) schmackhaft machen. Saatgut Firmen präsentierten ihre neuesten Pflanzenzüchtungserfolge und die MSA machte auf die Gefahren der Rundballenstapelung aufmerksam.
Spinnennetz
Die unüblichen, wiederholten Regenschauern verzögern die Ernte und fördern die Pilzkrankheiten auf Reben, Obst und Kartoffeln. Aber selbst an Regentagen zeigt sich die Natur von ihrer geheimmnisvollsten Seite.











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