AUSWANDERERBLOG

Staatenbildende Fluginsekten

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 19, 2010

Ein Teil eines Volkes mit der alten Königin schwärmt aus und gründet eine neue Kolonie.

Mich erstaunt, dass sich fast an der gleichen Eiche schon vor Jahren ein Bienenschwarm angesiedelt hatte.
Wir suchen jetzt einen Imker, der den Bienenschwarm an unserem Waldrand wieder einfängt.

Der Regen…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 6, 2010

… hat unseren Bohnen (Févéroles) gutgetan! Jetzt dürfte es aber gerne wieder wärmer werden!

Mehr zum Stichwort Bohnen auf diesem Blog bzw. Betrieb.

Weinprobe

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 1, 2010

Regelmässige Auswandererblog-Leser wissen, dass ich auch Weinbauer bin. Meine erste bescheidene Ernte ist jetzt reif für die erste Weinprobe. Hier mein (vorläufiger) Kurzbericht zu meinem „La Oueyte“, premier cru, mis en bouteille au garage:

Verkostungsnotiz: Purpurviolett. Die Nase ist eine Wucht und eine Prinzessin zugleich. Gute Komplexität mit Cacao, Ovomaltine, Malz, schwarzer Schokolade und sogar mineralischem Touch. Die Frucht ist elegant mit Cassis und Brombeeren. Im Gaumen ist der Wein äusserst angenehm, pelzig und breit. Hier trifft Eleganz auf Kraft und die Symbiose wird perfekt. Die Tannine treten zuletzt, weit hinten im Gaumen, auf. Dieser Wein wird gross – ist bereits gross: 97–100/100 (Potenzialnote).
Finanziell gesehen muss sich mein Weinanbau lohnen. Ein Glas von meinem Cuvée de Garage wird um die 250 €uro kosten. Noblesse oblige! Vorläufig interessiert mich jedoch nicht der Preis, sondern der Wein, und er zeigt Grösse: mittelintensives Purpur, eine sehr elegante Nase mit toller Struktur; Minze, Caramel, Lakritz, Holz. Viel Eleganz. Fruchtige Noten wie Cassis, Brombeere, Preiselbeere, Mandarine, Passionsfrucht und Tannenspitzen. Im Gaumen setzen sich die Tannine langsam durch. Grossartiger Wein mit viel Substanz und viel Intensität sowohl im Gaumen als auch in der Nase – Cuvée de Garage at its best! 98–100/100.

(Kleiner Hinweis: Beim Beschrieb meines bescheidenen Tropfens habe ich mich an den Bericht von Yves Beck über eine Weinreise ins Bordelais angelehnt…)

Mit einem Wort: ein richtiger Intellektuellenwein!

So hat alles angefangen…

Maissaat

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 18, 2010

Man beachte den blauen, kondesstreifenfreien Himmel: seit zwei Tagen ist dank dem Vulkanausbruch in Island auch bei uns der Himmel absolut flugzeugfrei….

Zu Besuch…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 17, 2010

… auf der Ferme „Chemin des Thermes“ in Pavie. Die Biobäuerin betreut 150 Milchschafe und produziert täglich diverse Fromages de brebis.

Die Schafherde mit zahlreichen neugeborenen Lämmern wird durch die Chefin mit ihren Herdenhunden aufmerksam gehütet…

… wobei die Jüngsten noch sehr anhänglich sind!

Wanderwege bauen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 8, 2010

Wir haben im Lauf der Jahre auf La Oueyte zahlreiche Wanderwege angelegt: Beispiele gefällig: Dr. Gustaf Egli Weg, Rundweg, Chemin des vieux chènes, Hohle Gasse, Chemin des Escargots, Sonnenweg usw..
Letztes Beispiel: heute habe ich am Sonnenhügel eine kleine Treppe angelegt: Escalier du sud. Harmonisch in die Landschaft eingepasst. Jetzt fehlt nur noch das Bänkli…

Weiterbildung

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 2, 2010

Das Groupement des Agriculeurs Biologique et Biodynamique du Gers (GABB 32) hat zu einer Weiterbildungs-Veranstaltung eingeladen. Die Flurbegehung fand auf dem Hof von Pierre Pujos in Saint Puis statt. Auf dem Programm standen u. a. „Blé tendre sur luzerne et féverole binée en sol argilo-calcaire (semis dans luzerne partiellement détruite)“. Eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Fachsimpeln unter den immer noch nicht sehr zahlreichen Biobäuerinnen und -bauern im Gers.

Düngerfabrik

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 31, 2010

Hier sehen Sie eine unserer Bohnenpflanzen (Févéroles). Nichts Besonderes, werden Sie denken.

Wenn sie genauer hinschauen, auf das Wurzelwerk der Pflanze, dann sehen Sie so komische Knöllchen. Eine Krankheit?

Nein, keine Krankheit, eine Düngerfabrik! Es handelt sich um sog. Knöllchenbakterien die mit Leguminosen eine Symbiose (innige Lebensgemeinschaft) eingehen, und die phantastische Fähigkeit haben, den Luftstickstoff (N) in für die Pflanze verfügbaren biologischen Dünger umzuwandeln!
Das A und O für den biologischen Landbau! Dieser biologische Dünger kann nicht nur durch die Bohnen selber genutzt werden sondern als Pflanzenreste auch für die Nachfolgekulturen.

Man stelle sich vor: eine Tonne Stickstoffdünger entspricht zwei Tonnen Erdoel! Dank diesen kleinen Düngerfabriken sparen wir allein auf unserem Bohnenfeld tonnenweise Erdoel ein!
Provokative Frage: Warum erreicht der Biolandbau erst weniger als 2% der Ackerflächen?

Was da kreucht und fleucht

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 25, 2010

Ein schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) auf Nahrungsuche

Ä Guete!

Revision

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 23, 2010

Maschinenunterhalt gehört zum täglichen Brot des Auswanderers.., improvisieren auch!