Potager
Endlich können wir Kartoffeln setzen, Zwiebeln stecken, Salat- und Krautstielesetzlinge anpflanzen und Rüebli säen… Selbstversorgung auf dem Lande!

Wie üblich legen wir die Saatkartoffeln (Charlotte) nur auf die lockere Erde und decken sie mit einer dicken Strohschicht zu…

Drones agricoles
Bisher wurden Drohnen in der Landwirtschaft vor allem für Überwachungsaufgaben im Felddbau angepriesen und wohl auch eingesetzt. Neuerdings scheint nun aber der Drohneneinsatz für Spritzmittelapplikationen marktreif zu werden. Jedenfalls werden neuerdings Drones pulvérisation und Drones spray autonomes neben Traktoren auch in Landmaschinenprospekten angeboten! Mit 15’000 Euro ist man dabei! Empfohlen werden die Geräte vor allem für den Einsatz in schwer zugänglichen Gebieten im Reb- und Obstbau… Das wär doch was um den Helikoptereinsatz in den Rebbergen am Bielerste zu ersetzen…!


Frühlingswanderung

Oberhalb Biglen BE. Grandiose Aussicht… und es wird bschüttet was das Zeug hält!
Obstbau
Es gibt immer weniger hochstämmige Obstbäume. Die Versorgung mit in- und ausländischem Obst erfolgt zunehmend über intensive Niederstamm-Anlagen.
Schön dass es noch Ausnahmen gibt: Kilian hat über 50 hochstämmige Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume gepflanzt und dabei vor allem wieder alte Obstsorten berücksichtigt.

Es wird allerdings viel Pflegearbeit brauchen und viel Zeit vergehen, bis diese Bäume in vollem Ertrag stehen. Hochstämmiger Obstbau ist Generationenarbeit!
Hier wartet Arbeit…
Wir haben in den letzten 15 Jahren viel Dachdeckerarbeit gemacht (auch im Zusammenhang mit der Erstellung unserer Photovoltaikanlage). Damit das Dach dicht wird, werden, -natürlich erst wenn der Dachstuhl saniert ist-, zuerst neue Rundziegel aufgelegt…

…und dass es schön und denkmalpflegerisch korrekt bleibt, werden darüber die alten Rundziegel platziert…

Das hier bleibt noch zu tun…

Die Südseiten eignen sich gut zur Energiegewinnung…

Und das habe ich mit viel Arbeit gemeint…





Also dann: Jetzt wird (bald) wieder in die Hände gespuckt…
Regenwetter
Die Niederschläge der letzten Tage haben an den Hängen viel Erde abgeschwemmt…

Hier ist es normalerweise staubtrocken…

Trotzdem, der Weizen ist sehr schön…

Nach em Räge schiint z’Sunne!

Metzgete
Die Vakuumierung und Portionierung von zwei Jungrindern gibt einiges zu tun!

Kilian verkauft sein Bio-Weidefleisch immer direkt ab Hof. Seit nun mehr 33 Jahren wir auf der Inselmatt in Suberg tier- und umweltgerechtes Bio-Weidefleisch für Kunden produziert, die wissen wollen, was sie essen!
Gastbeitrag: Kilian Baumann
Kilian Baumann 34-jährig, Biobauer und Grossrat.
Lebt zusammen mit seiner Partnerin und den zwei gemeinsamen Kindern
in Suberg und bewirtschaftet dort einen Biohof.
Im Jahr 2014 wurde er für die Grüne Partei ins Kantonsparlament gewählt.

Interwiev in der Mitarbeiterzeitung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW)
Weshalb bist du Landwirt geworden?
Weil es möglicherweise der vielfältigste Beruf überhaupt ist und ich das Glück hatte, einen kleinen Betrieb in der Familie übernehmen zu können.
Was schätzt du am meisten an deiner Arbeit?
Die Selbständigkeit, die unternehmerischen Freiheiten, das Arbeiten in der Natur und mit den Tieren.
Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du BLW hörst?
Der Dreh- und Angelpunkt einer sehr staatsabhängigen Branche.
Inwiefern bist du bei deiner Arbeit in Kontakt mit dem BLW?
Als Betriebsleiter und auch als Politiker stehe ich immer wieder in Kontakt mit dem BLW. Als Bauer können die Endscheidungen im BLW bezüglich Direktzahlungen oder Standardarbeitskraft auch immer gleich existenzielle Bedeutung haben. Da meine Partnerin weiterhin ihrem erlernten Beruf nachgeht und ich zwei Tage in der Woche die Kinder betreue, gelten wir nach Standartarbeitskraftverordnung als nicht zukunftsfähiger Landwirtschaftsbetrieb. Kleine Veränderungen in diesem Bereich können also immer gleich das Aus für unseren Biohof bedeuten.
Wie nimmst du das BLW wahr?
Grundsätzlich positiv, bei allen Handlungen stellt man fest, es wurde viel überlegt und es ist eigentlich gut gemeint. Oft wird es aber bei uns in der Landwirtschaft nicht von Beginn weg so aufgenommen.
Äusserst stossend ist es höchstens, wenn das BLW zum Mediensprecher der Agrochemie wird, wie kürzlich wieder in der Rundschau von SRF. Gewässerverschmutzungen durch Pflanzenschutzmittel müssen konsequent verhindert werden, hier darf das BLW nichts beschönigen. Äusserungen, wie sie vom BLW in der Sendung gemacht wurden, sind ein Affront gegenüber allen Biobäuerinnen/Biobauern und PolitikerInnen, welche sich tagtäglich für den Gewässerschutz einsetzen.
Hast du einen Wunsch ans BLW?
Wie erwähnt, konnte ich den Betrieb in der Familie übernehmen, ansonsten wäre ich wohl nicht Bauer geworden, jedenfalls nicht Eigentümer eines Hofes. Landwirtschaft in der Schweiz ist ein Hobby für Reiche geworden, fast nur noch Baulandmillionäre können sich das Bauern leisten. Fehlende Mehrwertabschöpfung bei Baulandverkäufen und die Aufhebung der Einkommens- und Vermögensgrenze bei den Direktzahlungen haben das Nötige dazu beigetragen. Grossbetriebe mit Geld zu überschütten und gleichzeitig Klein- und Nebenerwerbsbetriebe zu diskriminieren, ist nicht im Interesse des Steuerzahlers. Ich wünschte mir, dass das BLW dies in Zukunft berücksichtigen würde.



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