AUSWANDERERBLOG

Bauernbank und Bauernzeitung

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 24, 2022

Früher galt die Raiffeisenkasse als eigentliche genossenschaftliche Bauern- und Landbank. Das war, bevor der nun angeklagte Pierin Vincenz und andere mit offenbar fragwürdigen Methoden Raiffeisen zu einer Grossbank machten. In dem morgen beginnenden Prozess soll nun endlich geklärt werden, wie weit Betrug, Urkundenfälschung, Söihäfeli-Söideckeli-Politk usw. bei Raiffeisen an der Tagesordnung waren.

Mich erstaunt, wie wenig bisher das illustere Aufsichtsorgan der Bank, der damalige Verwaltungsrat thematisiert wurde. Immerhin waren in der fraglichen Zeit die zürcher Regierungrätin Rita Fuhrer (notabene damals auch offizielle Bundesratskandidatin der SVP) und der stellvertretende Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes Urs Schneider Mitglieder des hoch dotierten Aufsichtsgremiums (170’000 Franken Entschädigung pro Jahr für diese Nebenbeschäftigung). Was macht eigentlich ein Verwaltungsrat in einer Bank?

Es scheint, dass es nun auch den Bauernzeitungen nicht mehr ganz so wohl ist bei der Sache. Früher war man stolz darauf, ein Geschäftsleitungsmitglied des Bauernverbandes im Verwaltungsrat der erfolgreichen Bank zu wissen. Jetzt nur noch Schweigen.

Aber Urs Schneider darf weiterhin die Abstimmungskämpfe der Agrarlobby gegen unliebsame Initiativen organisieren. Selbstverständlich bleibt die Finanzierung der Abstimmungskämpfe geheim. Schliesslich geht das niemand etwas an… wie bei Raiffeisen.

Hat man nichts gelernt?

3 Antworten

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  1. Andreas Rothenbühler said, on Januar 24, 2022 at 7:27 pm

    Und für die lieben SP-Genossen war es auch ganz normal,eine grössere Spende der Raiffeisen zu erhalten.
    Es war ja schliesslich sozusagen eine „Volksbank“.

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    • Peter Messerli said, on Januar 30, 2022 at 11:37 am

      Zurückschiessen ist immer die beste Waffe!

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      • Andreas Rothenbühler said, on Januar 30, 2022 at 6:14 pm

        Sehr geehrter Herr Messerli,
        Von Zurückschiessen kann keine Rede sein.Mit der Raffeisen hatte ich noch nie etwas am Hut.Das korporative System Bauernverband,war für mich schon ein rotes Tuch,als Ruedi Baumann noch Sekretär auf der Landwirtschaftsdirektion war.
        Coop,Migros,Mobiliar,Fenaco,Bauernverband und so weiter,sind für mich korporative Systeme,die sich einen Dreck um Demokratie scheren.
        Wenn die Migros einem Kriminellen wie Benko 200 Millonen schenkt und das ist Allen Wurst,zeigt das nur: In der Schweiz leben Millionen von Schafen. Vinzenz und Konsorten kosten die Raiffeisengenossenschafter am Schluss so eine Milliarde,aber solange es Gratishypotheken gibt,schweigen Alle brav.
        NB: Paul Volker setzte den Leitzins mal auf 18 %,dass glauben mir die Menschen heute schlicht nicht mehr.

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