AUSWANDERERBLOG

1 €uro = 1 Schweizer Franken

Posted in Politik by ruedibaumann on August 10, 2011

Die Aufwertung des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro nimmt langsam aber sicher ein dramatisches Ausmass an. Leider für die Schweiz, nicht für die übrige Welt! Der Schweizer Franken ist zum weltweiten Spekulationsobjekt für Finazhaie, positiv ausgedrückt zum sicheren Hafen für alle Anleger, geworden. Die Schweiz wird das teuer, sehr teuer bezahlen müssen, es ist sozusagen der Preis für den Alleingang!

Innert weniger Monaten ist das Touristikangebot der Schweiz wegen der Frankenstärke für Ausländer um 25% teuerer geworden! Ferien in der Schweiz werden sich immer weniger leisten können.
Das gleiche gilt für die Exportindustrie: Schweizerprodukte kosten innert kurzer Zeit im Ausland ein Viertel mehr. Das wird sich über kurz oder lang auf die Arbeitsmarktsituation auswirken und dramatische Folgen für viele Arbeitnehmer haben (Entlassungen, Lohnkürzungen, Verlagerung der Produktion ins Ausland).

Gewerkschaften fordern seit langem von der Nationalbank, dass sie massiv auf dem Geldmarkt interveniert, das heisst, Euros kaufen, koste es was es wolle! Das dürfte für die kleine Schweiz sehr teuer werden, man spricht von zwei- bis dreistelligen Milliardenbeträgen und niemand kann garantieren, dass damit wiederum vernünftige Wechselkurse erreicht werden können. Zudem ist in den Folgejahren mit erhöhter Inflation zu rechnen.

Aber nichts tun, wie das der Schweizer Wirtschaftsminister Schneider-Ammann bisher praktiziert, kostet dem Land noch mehr. Ein Drittel der Pensionskasseguthaben der SchweizerInnen sind in Euros angelegt und haben dramatisch an Wert verloren. Bisher sind das nur Buchwerte, aber die werden eben zu Buche schlagen, wenn der Wechselkurs zwischen Euro und Schweizerfranken nicht bald wieder etwa 1 zu 1,4 beträgt. Zudem wird die Arbeitslosenkasse Milliarden verschlingen und allgemein müsste mit unabsehbaren Lohneinbussen und Steuerausfällen gerechnet werden.

Jetzt schon fordert die Exportindustrie Arbeitszeitverlängerungen, Zollsenkungen im Agrarbereich und Energiepreissenkungen.

Die Alleingangprediger („EU nie!“), allen voran deren Oberjuhee vom Herrliberg, sind erstaunlich wortkarg, wenn es jetzt bald einmal um wirkliche Probleme des Landes geht.

Mein Rezept: EU-Beitritt und Euro einführen!

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  1. Avatar von Unbekannt Petra said, on August 10, 2011 at 10:40 am

    Prognose: Die Schweiz wird den starken Franken besser bewältigen als die EU, welche sich mit klinisch toten (Griechenland, Italien, Spanien, Portugal) oder ökonomisch querschnittgelähmten (Rumänien, Bulgarien etc) Ländern vergnügen darf…

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  2. Avatar von Unbekannt Heinz said, on August 10, 2011 at 7:27 pm

    Und Einige können ganz schön profitieren:Mit deinen Rentenfränkli kannst Du jetzt viel mehr Euros kaufen gäu RB.

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  3. Avatar von Unbekannt RB said, on August 10, 2011 at 8:59 pm

    @HeinzErstens habe ich keine Rente, zweitens will ich keine Euros kaufen und drittens muss ich immer wieder dumme Kommentare von Heinz löschen…RB

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  4. Avatar von Unbekannt irena Klein said, on August 13, 2011 at 2:24 pm

    Gänsefüsschen, Gänsefüsschen, oder: die selbe Leier zum x-ten mal…… Nur Lemminge stürzen sich auf ein sinkendes Schiff. Vielleicht könnte die EU ja das eine oder andere Positive von der Schweiz übernehmen ???? ZB Volksabstimmungen?? Gruss aus CH, Irena K.

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