AUSWANDERERBLOG

Ophrys du mars

Posted in Orchideen by ruedibaumann on März 10, 2009

Solche Orchideen-Blütenknöpfe finden wir zurzeit zu hunderten.

Nur noch ein einziger sonniger Tag…… und alle springen auf wie Pop-corn. Dann sehen sie aus wie diese einzelnen Blüten, die schon gestern der Sonne nicht mehr widerstehen konnten:

Ophrys arachnitiformis Grenier & Philippe oder Ophrys occidentalis G. Scappaticci & Demange oder Ophrys marzuola oder spinnenähnliche Ragwurz ….sie hat viele Namen, je nach Region oder Ansicht des lokalen Orchideengurus, aber in diesen Expertenstreit lassen wir uns nicht ein: für uns heisst sie „Ophrys du mars“ (logisch, denn sie blüht ja im März).

Gelegenheit!

Posted in Diverses by ruedibaumann on März 9, 2009

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, einmal im Leben einige Zeit in herrlicher Natur auf einem schönen Bauernhof zu leben? Jetzt haben Sie die Gelegenheit!
Freunde von uns vermieten ab sofort ihre voll möblierte Liegenschaft im Gers (rund 15 km von hier) während 1 bis 4 Monaten. Das schön renovierte Maison du maître umfasst mehrere Wohn-, Schlaf- und Badezimmer und offeriert einen phantastischen Panoramablick auf die Pyrenäenkette. Einzellage (nächste Nachbarn in 600 m Distanz), grosszügiger Umschwung, Obst- und Gemüsegarten, schöner Baumbestand, Swimmingpool… was will man mehr!?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für weitere Infos melden Sie sich bitte bei uns per Mail (ruba@bluewin.ch) oder per Telefon (05 62 66 26 10).

Panoramablick auf Pyrenäenkete

Midi-Pyrénées

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 8, 2009

Die Region Midi-Pyrénéés ist flächenmässig etwa gleich gross wie die Schweiz, zählt aber nur knapp halb so viele Einwohner, umfasst acht Departemente und gliedert sich in rund 3000 Gemeinden. Um das Zentrum Toulouse gliedern sich die Regionalstädte Cahor, Rodez, Montauban, Albi, Auch, Tarbes und Foix. Das Budget der Region beläuft sich auf 1.2 Milliarden Euros und teilt sich auf auf die Bereiche Ausbildung, Öffentlicher Verkehr, Volkswirtschaft/Beschäftigung und Raumplanung.
Die Region wir politisch durch den 91 köpfigen Regionalrat verwaltet. Wirklich bekannt in der breiten Bevölkerung ist gerade nur deren Präsident Martin Malvy (PS).

Die Region ist stolz auf ihre innovative Flugzeug- und Raumfahrtindustrie (Airbus), auf die Vielfalt ihrer Landschaften, auf ihre Gastronomie, auf ihre Rebberge (Sud-Ouest), auf ihre naturnahe Landwirtschaft und die zahlreichen „grands sites“ touristique!

Ich finde, völlig zurecht!

Bienvenue im Midi-Pyrénéés
Pour en savoir plus www.midipyrenees.fr

Um den Brei herum…

Posted in Politik by ruedibaumann on März 6, 2009

Bundespräsident Merz hat eben in einer Pressekonferenz erklärt, der Bundesrat habe jetzt eine hochkarätige Expertengruppe eingesetzt, um zu klären, ob die Zinsbesteuerung der ausländischen Fluchtgelder genüge oder allenfalls noch „weiterentwickelt“ werden müsse…
Hier meine Milchbüechlirechnung als Nichtexperte:
Ein Franzose verdient 100’000 Euros und transferiert diese ohne die schätzungsweise 40’000 Euros Einkommenssteuer an Frankreich zu leisten auf ein schweizerisches Bankkonto. Dort erhält er 3% Zins, von denen die Schweiz dank ihrer Zinsbesteuerungslösung einen Drittel, also 1000 Euros direkt an Frankreich zurückerstattet. Jetzt fehlen Frankreich nur noch 39’000 Euros hinterzogene Steuern….
Wie lange will Hansruedi Merz eigentlich noch um den heissen Brei herumreden?

Gebietsreform

Posted in Politik by ruedibaumann on März 6, 2009

Der Zentralstaat Frankreich ist in 22 Regionen und 100 Departemente aufgeteilt. Im Zuge der Dezentralisierung haben die Regionen mehr und mehr Bedeutung erhalten. Durch die verschiedenen Verwaltungsebenen: Gemeinden, Kantone, Gemeindeverbände, Departemente, Regionen ist aber das Ganze auch immer komplizierter geworden. Nun hat eine Kommission um den ehemaligen Premierminister Balladur (Comité de réflexion) unter anderem eine Gebietsreform vorgeschlagen, die, wie nicht anders zu erwarten war, bereits heftig umstritten ist. Damit die Grösse und Bedeutung der Gebietskörperschaften einigermassen vergleichbar wird, soll die Anzahl der Regionen von 22 auf 15 reduziert werden. Klar, dass beispielsweise die Picardie, die in diesem Prozess als eigenständige Region verschwinden würde, Zetter und Mordio schreit… Böse Zungen behaupten allerdings, dass es vor allem gewählte Regionalräte sind, die am lautesten protestieren, weil sie in dieser Reform ihren Job verlieren würden!

Das erinnert mich doch stark an die Schweiz, wo bisher alle Bemühungen um Kantonszusammenlegungen von den betroffenen Regierungs- und Kantonsräten bereits im Keime erstickt werden! Nur zum Vergleich: Unsere Region Midi-Pyrénée ist flächenmässig etwas grösser als die ganze Schweiz!
Ich bin gespannt, ob Sarkozys Reformeifer ausreicht, die Gebietsreform in Frankreich durchzusetzen. Die Vorschläge Balladur sollen in diesem Sommer im Parlament behandelt werden.

Schönwetterdemokratie Schweiz

Posted in Politik by ruedibaumann on März 4, 2009

Draussen regnets. Drinnen höre ich am Radio, dass Altbundesrat und neu designierter Verwaltungsratspräsident der UBS davon spricht, dass die grösste Bank der Schweiz nicht von billigen Bürokraten geleitet werden könne. Der Kaspar soll es nun richten! Der ehemalige FDP Finanzminister, unerschütterlicher Anhänger des schweizerischen Bankgeheimnisses (Fluchtgelder) will nun dafür sorgen, dass der Finanzplatz Schweiz nicht endgültig vor die Hunde geht! Er riskiere zwar bei seinem neuen Amt seine gute Reputation, sagt Villiger, aber die Aufgabe reize ihn. A propos Finanzminister: der gegenwärtige heisst Hansruedi, ist auch von der FDP, sagt selten etwas Substantielles zur Finanz- und Wirtschaftskrise und lässt sich seit Monaten von der UBS seine Agenda führen. Den wichtigen Chefposten der Finanzmarktaufsicht hat er noch rechtzeitig auch mit einem ehemaligen UBS-Mitarbeiter besetzt. Hansruedi wäre zur Zeit ja auch noch Bundespräsident, aber das merkt niemand.
Die Frauen in der Landesregierung geben sich redlich Mühe, das schlingernde Staatsschiff auf Kurs zu halten: Evelyne Widmer Schlumpf spricht im amerikanischen Justizdepartement davon, dass man allenfalls nicht nur bei Steuerbetrug sondern in Zukunft in Einzelfällen bei „grober“ Steuerhinterziehung den amerikanischen Behörden Amtshilfe gewähren könnte… Frau Leuthard wäre zwar selber für ein rasches „proaktives“ Vorgehen, hält sich jetzt aber an die Regelung des Gesamtbundesrates, was immer das heissen soll! Die EU will die Schweiz in zwei Wochen auf die schwarze Liste der Steueroasen (Schurkenstaaten) setzen, wenn nicht subito substantielles Entgegenkommen in Sachen Steuerflucht signalisiert wird.

Derweil vergnügt sich der millionenbonischwere Marcel Ospel als Drommler an der Basler Fasnacht und geniesst das Leben als Pensionär. Seine früheren Mitarbeiter Rohner und Kurer finden, sie hätten „ihre Sache gut gemacht“ und werden ihm bald auf dem Golfplatz wieder Gesellschaft leisten.

Himuheilanddonner wer regiert eigentlich die Schweiz?

Schwarze Schafe?

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 3, 2009

Es sind zwar Schafe unseres Nachbarn auf unserer Wiese, aber sie sind harmlos. Von Zeit zu Zeit machen sie jeweils einen kleinen Ausflug zu uns. Das Gras ennet dem Zaun ist einfach grüner! Aber wie man sieht, hier gibt es keine schwarzen Schafe… die sind alle bei der SVP oder bei der UBS!

Societé de chasse

Posted in Diverses by ruedibaumann on März 2, 2009

Christian Pau von der hiesigen societé de chasse hat uns ein grosses Fleischpaket gebracht. Am Samstag 28. Februar ist die Jagd auf Wildschweine zu Ende gegangen. Die Bauern der Gegend erhalten, sozusagen für die erduldeten Kulturlandschäden der lieben Tiere, ein Fünftel der Jagdbeute. Bis Mitte August haben die Sangliers jetzt nichts mehr zu befürchten und für Nachwuchs ist ja gesorgt… (Sangliernest)

Übrigens: Keine Sorge um die hiesige Wildschweinpopulation: letzte Woche sind wir bei einer Feldbegehung einem Rudel von zwölf (!) Tieren begegnet!

Alles über die chasse in diesem Blog.

Wo sind die Motorenspezialisten?

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 1, 2009

Ich habe ein Problem mit dem 6-Zylinder- Turbolader Perkins Dieselmotor bei meinem MF-Traktor (Massey-Ferguson 6270, 85 kW bzw. 116 PS). Das äussert sich so: Nach etwa einer halben Stunde Betriebsdauer fällt die Leistung des Motors immer mehr ab. Nach zwei oder drei Betriebsstunden ist die Kraft so reduziert, dass pflügen unmöglich wird (nur noch im ersten Kriechgang…). Schlussendlich stellt der Motor ganz ab und lässt sich erst nach einer gewissen Wartezeit wieder anlassen. Am nächsten Morgen wiederholt sich der Ablauf: erste halbe Stunde problemlos, dann immer schlechter… Sämtliche Kontrollanzeigen auf der Instrumententafel signalisieren Normalzustand.
Ich habe zuerst an die Treibstoffversorgung gedacht und die drei Kraftstoff-Filter entleert und gereinigt. Leider bleibt das Problem gleich.
Könnte es etwas mit dem Turbolader oder wieder mit der Schei.. – Elektronik zu tun haben? Der Traktor ist sonst in sehr gutem Zustand und hat erst 2000 Betriebstunden.
Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar!