Les verts, die Grünen
Die französischen Grünen versammeln sich heute um ihre Partei neu zu gründen. Nach der katastophalen Wahlniederlage bei den Präsidentschaftswahlen mit einem Wähleranteil für Dominique Voynet von weniger als 2 % und dem schlechten Abschneiden bei den Legislativwahlen (nur 4 Sitze in der 577 köpfigen Nationalversammlung) ist es höchste Zeit, dass die Verts francais endlich ihre endlosen internen Streitigkeiten überwinden und sich klare demokratische Strukturen geben. Eigentlich wären die Voraussetzungen für eine Grüne Partei in Frankreich hervorragend: noch nie wurde in der Grande Nation so viel über protection de la nature, développement durable, OGM, agriculture biologique etc. gesprochen wie zur Zeit. Selbst Sarkozy sah sich gezwungen, das Umweltdepartement in seiner Regierung zum wichtigsten Ressort zu machen und es dem Vizepremierminister Borloo anzuvertrauen.
Anschauungsunterricht könnten les Écologiste francais bei ihren Schweizer KollegInnen nehmen. Die Grüne Partei in der Schweiz eilt auf kommunaler und kantonaler Ebene von Wahlsieg zu Wahlsieg und wird bereits heute bei den kommenden nationalen Wahlen als grosse Gewinnerin gehandelt, so dass auch ein prestigeträchtiger Sitz im Bundesrat immer näher rückt! Langjährige serieuse Arbeit in und ausserhalb der Parlamente zu Gunsten der Umwelt hat zu dieser wachsenden Anerkennung geführt.
Inzwischen sind die Grünen in der Schweiz in den wichtigsten städtischen Exekutiven vertreten und leisten dort gute Arbeit.
Ich jedenfalls hoffe nach der blauen Welle in France auf eine grüne Welle in Helvetien!
Allerdings hat das Beispiel Frankreich gezeigt, dass die Aufteilung in Hell- und Dunkelgrüne oder Liberal- und Linksgrüne wie das leider kürzlich im Kanton Zürich geschehen ist, langfristig nur Rückschläge für eine nachhaltige Politk bringt.
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