CH-Première
Wissen Sie was eine Web-Doku ist? Das ist ein Dokumentarfilm der tagesaktuell entsteht und kapitelweise auf dem Internet mitverfolgt werden kann. Simon Baumann und Andreas Pfiffner, zwei junge Filmemacher aus Biel, haben den ersten in der Schweiz so entstehenden Dokumentarfilm gestartet. Eine echte, spannende und innovative Schweizerpremière!
In dem entstehenden Film wird eine junge, talentierte Band porträtiert, von den ersten Anfängen bis zum Erscheinen ihres ersten Albums. Spannend und unterhaltsam werden die Höhen und Tiefs einer Musikergruppe und ihr Umfeld während dieser Zeit dargestellt. Der Ausgang ist offen!
Die ersten sieben Kapitel des Films sind bereits aufgeschaltet und können hier angesehen werden (klicken!)!
Alle zwei Wochen geht die Geschichte weiter! Man darf gespannt sein! Ich finde die Story sensationell!
„Ä Blues isch wes Suppe rägnet, u nume du hesch ä Gable“
Polo Hofer
Frauenpower
Ich freue mich, dass Frankreich endlich eine Staatspräsidentin erhalten wird!
„Aujourd’hui c’est un beau jour pour partir au combat car nous sommes portés par un mouvement populaire généreux et heureux qui sent que nous sommes soutenus par une cause qui est plus grande que nous. Je lance aujourd’hui un appel à tous les Français, hommes et femmes de notre pays. Rassemblez-vous, mobilisez-vous, demandez-vous ce que vous pouvez faire pour notre pays, imaginons ensemble une France qui aura le courage d’affronter les mutations sans renoncer à son idéal de liberté, d’égalité et de fraternité. Pour un ordre juste, contre tous les désordres injustes qui frappent les plus faibles, pour des énergies positives qui se rassemblent et des libertés nouvelles à inventer.“
Ségolène Royal
Der Publizist Roger de Weck über den neuen Star in Paris
Ségolène Royal will bei den Franzosen «Lust auf die Zukunft» wecken. Die Kandidatin für das höchste Staatsamt verspricht, «posi tive Kräfte zu bündeln»; sie setzt auf die «kollektive Intelligenz» ihrer Landsleute. Denn «der Bürger ist der beste Experte auf dem Gebiet seines eigenen Lebens».
Die 53-jährige Französin sieht sich schon als Präsiden tin einer «Republik des Re spekts » und der «gerechten Ordnung». Diese Formel aus der Enzyklika «Deus caritas est» von Papst Benedikt XVI. ist das Leitmotiv der Sozia listin Royal.
Ihr Programm besteht darin, die Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen.
Aber sie bedient die Franzosen mit Floskeln. Restlos alles, was Royal bietet, ist ver schwommen. Zum Beispiel wollte sie «Bürger-Jurys» einrichten, die überparteilich die Politiker beraten und be werten; die Juroren würden durch das Los bestimmt.
Doch im Nu rückte sie von solcher «partizipativer Demokratie» ab, als ihr un ausgegorenes Jury-Mätzchen überall durchfiel.Wer das Volk hoch achtet,
stellt ausgereifte Pläne zur Debatte. Die charismatische Madame Royal hingegen treibt den Hokuspokus des Medienzeitalters auf die Spitze: Statt sich konkret festzulegen, nährt sie eine wohlige Stimmung. Deren Zutaten sind eine Prise Soli darität, ein Schuss Nationa lismus und eine Portion ewige Werte. Den Löwenanteil je doch behält die Imagepflege.
Royals Internetkampagne vermittelt jedem Surfer das interaktive Gefühl, seine Meinung zähle. Das Medium ist die Botschaft, während die Grussbotschaft auf Ségolène Royals Website heisse Luft ist: «Bei der Präsidentenwahl geht es darum, unser Land nach oben und die Gesellschaft wieder in Bewegung zu bringen. Zu viele Mauern scheiden die einen von den anderen. Ich schlage vor, die Mauern zu schleifen und Brücken zu bauen.»Wahlkampf à la Royal ist noch manipulativer als Tony Blairs Spindoktorspiele. Bei dieser Politikerin gedeiht die Inhaltsleere zur wahren Mission: «Ich habe heute nicht auf alles eine Antwort; vielmehr will ich wieder Sinn stiften, die Gedanken ordnen, auf dass jeder Franzose begreift, was sein Auftrag in Wirtschaft und Gesellschaft ist.» Begreife, wer will.
Ist das postmoderne Politik? Jedenfalls weckt sie keinerlei «Lust auf die Zukunft», falls der Staatspräsidentin Royal die Zukunft gehört
Meine Frage: Was ist die Alternative? Sarkozy?
Nostalgiewanderer
Wir sind für ein paar Tage in der Schweiz. Das schöne Herbstwetter verleitet zu ausgedehnten Wanderungen. Weil sich, wie üblich im Seeland, der Nebel hartnäckig hält, habe ich meine Wanderung ins Emmental verlegt, in den Dürsrütiwald. Hier hat mir mein Grossvater vor vierzig Jahren die mächtigen Dürsrütitannen gezeigt. Stammdurchmesser anderthalb Meter, Höhe über 50 Meter, alter 350 Jahre…. eindrückliche Masse! Leider haben Gewitterstürme die grossartigsten Exemplare beschädigt.
Schöner Wanderweg von Langnau durch den Dürsrütiwald auf die Lüderenalp (ca. 3 Std) mit heute phantastischem Panoramablick.
Kritischer Patriotismus
Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind Glückspilze. Auch fern der ursprünglichen Heimat dürfen sie das Stimm- und Wahlrecht der Schweiz behalten.
Ein gutes Gefühl. Und die Doppelbürgerinnen können sogar in zwei Ländern wählen, in der alten und in der neuen Heimat – ein doppelt gutes Gefühl!
Schon am Tag unserer Auswanderung beschlossen wir, nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist von fünf Jahren die französische Staatsbürgerschaft zu beantragen.
Wie die Geschichte weitergeht steht in unserer Novemberkolumne auf swissinfo (klicken)
Sozialistisches Schaulaufen
Übermorgen wird es soweit sein: Die Mitglieder der Sozialistischen Partei Frankreichs wählen ihre Präsidentschaftskandidatin bzw. ihren Präsidentschaftskandidaten. Nach wochenlangen Vorstellungsrunden und Debatten, die zum Teil auch direkt im TV übertragen wurden, können die Sozialisten nun auswählen zwischen Ségolène Royal (Ségo), Dominique Strauss-Kahn (DSK) oder Laurent Fabius. Die Umfragen sagen einen Sieg von Ségo voraus. Die Frage ist offen, ob sie es im ersten Wahlgang schafft, sonst würde die Stichwahl in einer Woche stattfinden.
Ich gehe davon aus, das Mme Royale die Einzige ist, die den schon fast gesetzten, hyperaktiven Nicolas Sarkozy von der UMP in der Volkswahl im April 07 schlagen könnte.
Daneben gibt es noch eine grosse Anzahl weiterer Kandidaten, die, einmal mehr, höchstens dazu beitragen werden, dass der französische Blocher Le Pen in die Endausmarchung kommen könnte…
Marseille
Einen Tag Aufenthalt in Marseille. Das Eindrücklichste? Der Fischmarkt am Vieux port? Das Quartier Le Panier? Das Leben? Die Leute? Die Lebensfreude? Der Hafen? Die historischen Bauten? Der Mistral?
Résistance
An allen Mairies (Gemeindehäusern) wehen bereits heute abend die Tricoloren. Morgen am 11. November ist in ganz Frankreich der grosse jährliche Gedenktag (jour de mémoration) für den grande guerre von 1914 bis 1918.
Monsieur le maire wird an der Gedenkfeier eine Rede halten und der Opfer gedenken, die für Frankreich gestorben sind (mort pour la France). Anschliessend wird vor dem dörflichen Denkmal ein Kranz niedergelegt und danach ein vin d’honneur serviert.
Mich erstaunt, wie stark man sich bei diesen Gedenkfeiern immer noch auf den 1. Weltkrieg beschränkt. Offenbar hat man mit dem Gedenken an den 2. Weltkrieg (l’occupation) sehr viel mehr Mühe, weil es hier halt eben auch des collaborateurs gab, die zum Teil heute noch leben.
Dabei gab es gerade im Gers zahlreiche mutige Leute in der résistance, die ihren heldenhaften Einsatz mit dem Leben bezahlt haben.
Im Maquis de Mielhan gibt es eine eindrückliche Gedenkstätte, aufgebaut auf den alten Mauern einer ferme, auf welcher am 7. Juli 1944 die deutschen Besatzer 76 Widerstandskäpfer und Zeugen auf den umliegenden Höfen gnadenlos umgebracht haben. Die hier versammelten rund hundert Widerstandskämpfer seien verraten worden und danach sofort von tausend deutschen Soldaten eingekesselt und massakriert worden. Nur 17 Leute konnten fliehen.
Ich verneige mich vor den Opfern dieses sinnlosen Krieges, vor Frauen und Männern im Alter zwischen 17 und 70 Jahren, die vor mehr als sechzig Jahren ihr Leben für ein freies Europa geopfert haben!
Geographische Hinweise auf die monuments de la résistance gersoise
Bewässerung
Der Anbau von Körnermais ist in SW-Frankreich nur dank Bewässerung möglich. Zunehmend wird allerdings der hohe Wasserkonsum durch die Landwirtschaft kritisiert. Wir selber können nicht bewässern, weil uns ein See fehlt. Überall in den vielen Tälern des Gers haben die Bauern kleine oder grössere Seen als Wasserreservoirs angelegt.
Wir haben heute eine Wanderung in der Gegend von Pouy-Loubrin gemacht. Der hier angelegte See ist landschaftlich eine Bereicherung und ladet selbst am 9. November zum Bade….














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