Résistance
An allen Mairies (Gemeindehäusern) wehen bereits heute abend die Tricoloren. Morgen am 11. November ist in ganz Frankreich der grosse jährliche Gedenktag (jour de mémoration) für den grande guerre von 1914 bis 1918.
Monsieur le maire wird an der Gedenkfeier eine Rede halten und der Opfer gedenken, die für Frankreich gestorben sind (mort pour la France). Anschliessend wird vor dem dörflichen Denkmal ein Kranz niedergelegt und danach ein vin d’honneur serviert.
Mich erstaunt, wie stark man sich bei diesen Gedenkfeiern immer noch auf den 1. Weltkrieg beschränkt. Offenbar hat man mit dem Gedenken an den 2. Weltkrieg (l’occupation) sehr viel mehr Mühe, weil es hier halt eben auch des collaborateurs gab, die zum Teil heute noch leben.
Dabei gab es gerade im Gers zahlreiche mutige Leute in der résistance, die ihren heldenhaften Einsatz mit dem Leben bezahlt haben.
Im Maquis de Mielhan gibt es eine eindrückliche Gedenkstätte, aufgebaut auf den alten Mauern einer ferme, auf welcher am 7. Juli 1944 die deutschen Besatzer 76 Widerstandskäpfer und Zeugen auf den umliegenden Höfen gnadenlos umgebracht haben. Die hier versammelten rund hundert Widerstandskämpfer seien verraten worden und danach sofort von tausend deutschen Soldaten eingekesselt und massakriert worden. Nur 17 Leute konnten fliehen.
Ich verneige mich vor den Opfern dieses sinnlosen Krieges, vor Frauen und Männern im Alter zwischen 17 und 70 Jahren, die vor mehr als sechzig Jahren ihr Leben für ein freies Europa geopfert haben!
Geographische Hinweise auf die monuments de la résistance gersoise




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