Die Störche sind zurück

Storchendorf Grossaffoltern https://de.wikipedia.org/wiki/Grossaffoltern
Chat GPT
Die künstliche Intelligenz (KI) ist zur Zeit in aller Leute Mund. Wahrscheinlich müsste man eher von maschineller Intelligenz sprechen. Natürlich habe ich als neugieriger Mensch auch bereits auf Chat GPT verschiedene Anfragen formuliert und von KI einige erstaunliche Antworten erhalten. Zum Teil brauchbare Texte, aber auch sehr viel Bullshit! Jedenfalls wenn man von Chat GPT einige gute Witze erfahren will, wir man eher enttäuscht…. Aber wenn man beispielsweise einen Aufsatz über Bagdad wünscht, ist das Resultat erstaunlich.
Meine heutige Frage:
Ich schreibe seit 20 Jahren den auswandererblog.ch. Wie kann man den Inhalt zusammenfassen?
„Als Auswandererblog mit 20-jähriger Geschichte bietet auswandererblog.ch eine Fülle von Informationen und Einblicken in das Leben im Ausland. Der Blog deckt eine Vielzahl von Themen ab, darunter Erfahrungen und Herausforderungen beim Umzug und der Eingewöhnung in ein neues Land, das Erlernen einer neuen Sprache, die Integration in eine neue Kultur, berufliche Möglichkeiten im Ausland, Reiseberichte und vieles mehr.
Zusammenfassend könnte man sagen, dass auswandererblog.ch ein wertvolles Ressource für alle ist, die eine Auswanderung in Betracht ziehen oder einfach mehr über das Leben im Ausland erfahren möchten. Der Blog bietet eine Fülle von Erfahrungen, Tipps und Ratschlägen aus erster Hand von jemandem, der diese Erfahrung bereits gemacht hat.“
Die Antwort ist nicht komplett falsch, aber doch sehr enttäuschend. Nichts über politische Meinungen, Literatur, Agrikultur, Orchideen…
Mal sehen ob Chat GPT einen Technologiesprung darstellt wie seinerzeit der Taschenrechner?
„Die Jahre“
Annie Ernaux erzählt anhand von privaten Fotografien, Musiktiteln und eigenen Erinnerungen die französische Geschichte der vergangenen Jahrzehnte. Sie schafft ein eindrückliches Gesellschaftsporträt und lädt dazu ein, das eigene Leben zu hinterfragen.

„Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird“.
Annie Ernaux (*1941) beschreibt eine Zeitepoche die ich miterlebt habe. Nach jedem Absatz unterbrach ich die Lektüre um mich zu fragen, wie ich dieses oder jenes Ereignis miterlebt und eingeschätzt hatte. Ich bin von dem Buch restlos begeistert!
Im Oktober 2022 wurde Ernaux „für den Mut und die klinische Schärfe, mit der sie die Wurzeln, Entfremdungen und kollektiven Fesseln der persönlichen Erinnerung aufdeckt“, der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.
Massentierhaltung auf dem Dorfe
In der Schweiz werden zuviele Schweine produziert, entsprechend gedrückt sind zur Zeit die Produzentenpreise. Wen wundert’s, wurden doch in diesem Land in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche neue Masthallen erstellt. Eine Massentierhaltungsinitiative die die Bestandesgrössen massiv beschränken wollte wurde abgelehnt, obschon alle wissen, dass man weniger Fleisch essen sollte.
Immissionen von grossen Mastbetrieben führen auch in den umliegenden Ländern zu wachsenden Bürgerprotesten. In Spanien beispielsweise verstärken die Tierfabriken die ohnehin grassierende Landflucht. „Was wollt ihr, Pinienduft oder Schweinegestank“ soll der Bürgermeister die Leute gefragt haben. Die Problematik hat zu einer regelrechten Regierungskrise geführt, und jetzt hat Spanien Höchsttierbestände gesetzlich festgelegt. In Frankreich müssen grössere Ställe einen Mindestabstand von einem Kilometer zum nächsten Wohnhaus haben.
Ich habe mich in meiner früheren Wohngemeinde umgesehen: auch hier wurde die bäuerliche Tierhaltung vielfach durch Massentierhaltungsbetriebe ersetzt: Schweinemasthallen, Pouletmasthallen, grosse Legehennenbetriebe. Eine unschöne Entwicklung!

Holzschlag
Die höheren Holzpreise haben diesen Winter auch in der Schweiz dazu geführt, dass viel mehr Holz geschlagen wurde als üblich. Im Berner Seeland wurden vielerorts durch die intensive Waldnutzung das Landschaftsbild (vorübergehend) massiv verändert.


Der Wald wird nachwachsen, weniger Fichten und Tannen, mehr trockenheitsresistente Laubbäume.
Holzen
Ich bin wieder ein wenig am Holzen. Die Winterstürme haben einige Bäume umgeworfen.
Übrigens: Diese Eiche sieht fast aus wie das Loch Ness Ungeheuer…

Holzen kann ich nur, weil mein Traktor repariert ist und wieder läuft wie einst im Mai…

Neben den vorherrschenden, natürlichen Eichenwälder gibt es in unserer Gegend auch Anpflanzungen von rasch wachsenden, stramm ausgerichteten Eukalyptusbäumen. Ich ziehe den Wildwuchs vor…

50ème Foire Agricole
In Barcelonne du Gers wie alle Jahre wieder der landesweit grösste Anlass für das Landvolk: Traktoren, Landmaschinen, Solaranlagen… und Marktstände soweit das Auge reicht… https://www.foiredebarcelonne.com


Und alles mit Blick auf die verschneite Pyrenäenkette…

Armagnac
In der Gascogne wird seit Jahrhunderten der bekannte Armagnac produziert bzw. destilliert. Während mehr als zwanzig Jahren haben auf dem Château Galaubas unsere Schweizer Freunde Helen und Max erfolgreich ihren eigenen Armagnac und Wein angebaut. Daneben hatten sie eine Herde Red Angus Mutterkühe und rund 80 Hektaren Bauernland, alles in der Gemeinde Lannepax —> https://de.wikipedia.org/wiki/Lannepax. Selbstverständlich alles in Bioqualität.
Vor zwei Jahren haben sie altershalber ihren schönen Hof an die ehemaligen Besitzer zurückverkauft.
Im Moment wird alles erneuert und saniert. Wir haben heute wieder mal einen Besuch auf Galaubas gemacht und eine Flasche Armagnac gekauft. Für uns fehlen einfach die langjährigen Freunde und Schweizer Landsleute!












„Die Welt aus den Angeln“
Im Buch von Philipp Blom habe ich einige sehr interessante und bedenkenswerte Überlegungen und Zitate gelesen. Unter anderem steht da zum Philosophenkönig Voltaire folgendes:
Als Gebildeter musste er an die Märchen der Kirche nicht glauben, aber er wollte, dass das einfache Volk es auch weiterhin tat. „Das Christentum ist sicherlich die lächerlichste, absurdeste und blutigste Religion, die jemals die Welt infiziert hat“, schrieb er an Friederich den Grossen, und fügte hinzu: „Ich sage das nicht zum Gesindel, das es nicht wert ist, aufgeklärt zu werden, und dem jedes Joch passt, ich sage es unter Ehrenmännern, unter Männern, die nachdenken.“
Das gemeine Volk, so Voltaire, sei einfach moralisch zu schwach und zu dumm, ohne Religion zu leben: „Der Mensch braucht immer eine Bindung und auch wenn es lächerlich ist, Faunen, Waldgöttern und Najaden zu opfern, ist es doch vernünftiger, diese fantastischen Bilder anzubeten, als in den Atheismus abzusinken.“
Zum Glück zähle ich mich zu den Atheisten und schätze die Denkanstösse des Philipp Blom. Voltaire („Les Oeuvre Philosophique“) musste ich vor mehr als einem halben Jahrhundert im Abendgymnasium lesen (auf französisch…).
Begriffen habe ich sie nie.
Reben schneiden
Natürlich ist es schöner wenn die Sonne scheint, als wenn einem ein kalter Wind um die Ohren pfeift…
Unsere Reben haben im letzten Trockensommer sehr gelitten. Der Spätfrost im April und ein Hagelwetter haben ihre Spuren hinterlassen. Wir hoffen auf einen besseren Jahrgang 2023!


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