AUSWANDERERBLOG

Déchaumer

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 5, 2009

Äs stübt (winemoore) im Südwesten. Kein Wunder, seit dem Heuet im Mai hat es hier kaum geregnet. Auch die einzelnen Gewitter brachten jeweils nicht mehr als 5 mm Niederschlag.

Pferdenärrinnen

Posted in Comédie française by ruedibaumann on August 4, 2009

Die Dorfjugend hat unsere beiden Bretonenpferde bereits ins Herz geschlossen und neu gestylt…

Lisa, Salomé und Zoé kümmern sich intensiv um Marius und Voyante.

Grosser Erfolg für kleinen Film

Posted in Diverses by ruedibaumann on August 3, 2009

Der Kürzest-Film „A Cigarette for two“ aus dem (Bauern)Hause www.tonundbild.ch, wurde bisher schon in Millbrook Kanada, New Jersey, in Passau (D) und der Kurzfilmnacht Bern gezeigt.
Fürs renomierte Sapporo Festival in Japan wurde er als einer von 55 Filmen aus 3400 Einsendungen ausgewählt.
Und in Aarau zusammen mit zwei Anderen in einer Kategorie mit 150 Filmen für den Preis nominiert.
Sapporo ist im Oktober und Aarau Ende August.

Nicht schlecht oder?

1. August-Nachlese

Posted in Politik by ruedibaumann on August 2, 2009

Man liest, hört und sieht, dass Ueli Maurer sieben 1. August-Ansprachen gehalten habe und Moritz Leuenberger keine. Textauszüge lassen vermuten, dass der SVP-Magistrat „huereguet“ viel Blech erzählt hat…
Um beim Blech zu bleiben: Reden ist (manchmal) Silber, Schweigen ist (in diesem Fall) Gold!

Auswandererschicksale

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on August 1, 2009

Ich habe in den letzten heissen Tagen im Schatten unserer Kastanienbäume „Das grüne Akkordeon“ von Annie Proulx gelesen. Was heisst gelesen, ich habe den umfangreichen Roman richtiggehend verschlungen. Es geht um hundert Jahre amerikanische Geschichte, Geschichten von Einwanderern in die USA, ihren Freuden und Leiden, ihrer Musik und ihrer Suche nach einem besseren Leben.

„Im Jahre 1890 fertigt ein Akkordeonbauer in seinem sizilianischen Heimatdorf mit viel Liebe und Geschick sein Meisterstück, ein kleines, grünes Knopfakkordeon mit neunzehn polierten Perlmuttknöpfen und glänzendem Lack, und macht sich mit seinem Sohn Silvano auf nach »La Merica«, um dort sein Glück zu versuchen. Doch statt in New York, wo er ein Musikgeschäft aufmachen wollte, landet er in den Docks von New Orleans und kommt schnell unter die Räder: Ein Mob aus alteingesessenen Südstaatlern und schwarzen Dockarbeitern macht Jagd auf die italienischen Einwanderer – »alles Anarchisten und Sozi-Schweine« –, und der Akkordeonbauer gehört zu den ersten Opfern. Sein Instrument aber überlebt, ein Schwarzer nimmt es auf seinem Brennholzkahn mit, den Mississippi hinauf.
So beginnt die Odyssee des grünen Akkordeons, die durch ganz Amerika führt, von Iowa nach Texas, von Maine nach Montana, und 1996 in Florida endet; es wird gestohlen, verkauft, verpfändet und verschenkt und begleitet die Nachfahren der verschiedenen Einwandererströme auf ihrer Suche nach einem besseren, einem lebenswerten Leben. Italiener, Mexikaner, Polen, Afrikaner, Deutsche, Norweger, Iren, Basken und Franzosen, alle wollen sie Teil einer amerikanischen Kultur werden, die ihnen mit Rassismus begegnet und ihnen ihre Sprache und Tradition, ihre Identität nimmt. Die Akkordeonmusik ist ihre letzte Verbindung zur Vergangenheit, Ausdruck ihrer Phantasien, ihrer Sorgen und ihrer Lebenslust – und man meint sie beim Lesen zu hören, die italienischen Liebeslieder, die deutschen Volkstänze, polnische Polkas, mexikanische Rancheros, Tango, Walzer, Chansons musette, klagende Cajun-Lieder, Swing, Zydeco und Blues …“

Natürlich habe ich bei der spannenden Lektüre immer auch an das „Zweireihige Knopfgriff-Akkordeon“ (d’Handorgele) von meinem Vater gedacht, mit der er uns als Kinder hin und wieder „Dr Tüüfu isch gschtorbe, Grossmueter läbt no“ vorgespielt und vorgesungen hat… Diese alte Handorgele ist auch immer noch irgendwo verstaubt auf einem Sauer (Estrich) in einem grossen Bauernhaus im Bernbiet. Aber das ist eine andere Geschichte…

„Wenn man meint, Heu sei Heu, versteht man nichts von Heu“

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Juli 30, 2009

Noch mehr vom Heuboden…. Heute heut Herr Bieri!

Anonym, Postkarte von Hut erhalten, am 30.7.2009

Heuladies

Eunice picking tomatoes

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Juli 29, 2009

Eunice Bonaparte (soviel wir wissen ist sie mit Napoleon nicht verwandt…) ist amerikanische Staatsbürgerin, aufgewachsen in South California, South Carolina, Alabama…
Sie arbeitet seit zwei Jahren für das amerikanische Peace Corps als Erwachsenenbildnerin und Lehrerin in der Ukraine.
Zurzeit aber für ein paar Tage als Tomatenpflückerin auf der schweizerdeutschsprachigen La Oueyte in der Gascogne…

Eunice in Switzerland

Milchwirtschaft

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Juli 28, 2009

Milchwirtschaftsbetriebe sind dünn gesät in unserer Region. Auf dem Hof Hourcot in der Gemeinde Ornezan bauert die Familie Savary seit mehreren Generationen. 70 Hollstein-Milchkühe und entsprechendes Jungvie sorgen für viel Arbeit. Wegen dem schlechten Milchpreis von nur 28 cts./kg haben Sohn und Tochter der Familie nun in die Käseproduktion und Direktvermarktung investiert. Ihre verschiedenen Spezialitäten können direkt im Hofladen oder an zahlreichen Lokalmärkten gekauft werden (www.la-ferme-du-hourcot.com).
Frau Savary leitet mit viel Sachkenntnis und Engagement die interessanten wöchentlichen Betriebsbesichtigungen.
Ein innovativer Betrieb mit köstlichen Produkten!

Verblühen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Juli 26, 2009

Verblühte Jugend

von Annegret Kronenberg

 

Die längst verblühte Jugend

noch ein wenig festhalten.

Hier ein kleiner Pinselstrich,

dort ein zartes Düftchen.

Das grad‘ Vergangene noch nicht

Erinnerung werden lassen.

Noch etwas schwelgen

in Jugendgefühlen.

Ob es denn gelingt?

Quelle: gedichte-garten.de
Gedicht Verblühte Jugend

Google

Posted in Diverses by ruedibaumann on Juli 25, 2009

Mal ehrlich: wir können uns unser Auswandererleben ohne Google einfach nicht mehr vorstellen. Mehrmals am Tag suchen wir über Google Antworten auf hängige Fragen.
Seien es Pflanzenkrankheiten oder Ernteerträge, Nützlinge oder Schädlinge, Vögel oder Wildtiere, Occasionsmaschinen oder Saatgut, Pferderassen oder Pflaumensorten, Hofadressen oder Autorenbiografien, Motorendefekte oder Wetterkapriolen, Länderinformationen oder Mondbahnen, Literatur oder Sternbilder, Besucherinformationen oder Blogadressen, Küchenrezepte oder Musikstücke… immer wird gegoogelt.
Was in meiner Kindheit das Lexikon „Die Welt von A bis Z“, während der Lehr- und Wanderjahre das 20ig-bändige dtv-Lexikon in Taschenbuchformat, das Telefonbuch, der Weltatlas und Langenscheidts Schulwörterbuch war, ist seit etwa 15 Jahren das Internet und die entsprechenden Suchprogramme.
Haben Sie heute schon gegoogelt?
Ich schon, ich habe eben herausgefunden, dass offenbar einzelne unserer Tomatenstöcke an der Blütenendfäule leiden, was wahrscheinlich auf Kalziummangel zurückzuführen ist…
Aber das können Sie ja selber googeln…