Die schönste Alpweide…
… die ich kenne, befindet sich in den… Pyrenäen! Grund genug die Bergwanderung dorthin zu wiederholen (wir waren schon mal…). Der Zugang ist nur zu Fuss möglich mit einem ziemlich steilen, gut zweistündigen mittelschweren Anstieg (600m) auf eine Höhe von 1667m.
Gascogne-Kühe und bretonische Pferde weiden friedlich im schönsten Wiesengrunde…
Ein kleiner Bergsee ladet zum Bade…
… und ein mäandrierender Bergbach ziert die Landschaft
… und auch die Kühe sind eine Augenweide!
Es hat keine Alpstrassen, keine Alphütten (nur ein kleines Steinhaus), keine Infrastruktur, nur Natur pur!
Hier können Sie selber herausfinden (wenn Sie wollen), wie der Bergsee heisst…(Föteli vergleichen).
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Das ist mein zweitausenddreihundertunderste Blogbeitrag! Alle geschrieben in den letzten sechs Jahren. Jeden Tag einen (fast), manchmal zwei, gute und schlechte, kurz- und langweilige, banale und interessante, fast immer bebildert, verlinkt mit anderen Texten, oft kommentiert.
Ich weiss, Blogs sind seit facebook und twitter etwas veraltet, nicht mehr zeitgemäss.
Dank der Suchfunktion auf der Frontseite ist mein Blog inzwischen für mich aber ein wertvolles Betriebs-, Familien- und Erinnerungsarchiv geworden. Und immerhin interessiert es offenbar immer noch jeden Tag 1300 Besucher, was in der France profonde gewerkelt wird.
Zum Beispiel: heute morgen stellte ich eine Diesellache unter meinem Traktor fest. Eine Treibstoffleitung hatte ein Leck… Ich erinnerte mich vage, dass hatten wir doch schon einmal, klick , tuyaux accordeon, September 2008, hat nur fünf Jahre gehalten!
Oder Diskussionen über gelesene Bücher: unter „Suchen“ gebe ich „lesen“ ein, klick, nicht weniger als 115 gute (gelesene) Bücher erscheinen auf meiner Liste, inkl. Inhaltsangabe und Rezensionstexte. Unentbehrliche Gedankenstütze für abnehmendes Erinnerungsvermögen.
Was war am 30. August 2007? Klick!
Überschwemmung auf der Inselmatt in Suberg. Schon wieder sechs Jahre her!
Wie doch die Zeit vergeht.
Verliebte Feinde
„Iris von Roten, promovierte Juristin aus evangelisch-großbürgerlichem Haus, wurde 1958 mit ihrem feministischen Manifest Frauen im Laufgitter über Nacht zur meistgehaßten Frau in der Schweiz und zu einer über die Grenzen hinaus bekannten Frauenrechtlerin. Verheiratet war sie mit dem katholisch-konservativen Walliser Patrizier, promovierten Juristen und Politiker Peter von Roten. Für die Ehe, hatte Iris von Roten durchgesetzt, mußte von Anfang anvöllige Eigenständigkeit jedes Partners in ökonomischen, politischen, beruflichen und sexuellen Belangen gelten. Iris und Peter von Roten haben ihren Lebensplan gelebt, sie wußten darum, kein glückliches Ehepaar im herkömmlichen Sinne zu sein. Während der zahlreichen und länger andauernden Trennungen der beiden Iris von Roten unternahm, allein, wie vor ihr Ella Maillart und Annemarie Schwarzenbach, Reisen in den Nahen Osten, die USA , schrieben sie sich ca. 1500 Briefe, ein intellektuell und gesellschaftskritisch reicher Fundus, der nun erstmals von Wilfried Meichtry ausgeschöpft wird. Wilfried Meichtry erzählt die spannende private und politische wie kulturelle Zeitgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, es ist auch eine Geschichte der Frauenbewegung, des konservativsten Katholizismus und ein Bild der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und es ist das Dokument eines radikalen Lebensentwurfs ähnlich dem von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, zwar unter weniger metropolitanen Vorzeichen, aber intensiver, letztlich konsequenzenreicher.“
(Inhaltsbeschrieb)
Ich bin fasziniert von dem Buch. Es ist eine aussergewöhnliche Liebes- und Ehegeschichte und dazu eine private, politische und kulturelle Zeitgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Wilfried Meichtry, promovierte Historiker und Germanist, arbeitet die Geschichte sorgfältig auf und schreibt spannender als jeder Romancier.
Natürlich bin ich jetzt gespannt auf den Film, der zur Zeit auch am Filmfestival von Locarno gezeigt wird. Ich hoffe, der Film wird nicht nur in der Schweiz und Deutschland, sondern auch in Frankreich aufgeführt!
Militärdienst in Europa
In Europa haben fast alle Länder vernünftigerweise die obligatorische Wehrpflicht abgeschafft.
In der Schweiz geht das leider einmal mehr (siehe Frauenstimmrecht oder UNO- und EU-Beitritt) etwas länger und braucht mehrere Volksabstimmungen.
Am 22. September stimmen wir über die Abschaffung der obligatorischen Wehrpflicht ab.
Ich empfehle ein vorbehaltloses JA!
Es gibt sinnvollere Beschäftigungen als Krieg zu spielen!
Gendarmerie
Wenn plötzlich die Polizei vor dem Haus steht gibt das im allgemeinen ein etwas mulmiges Gefühl. Nicht so in der französischen Provinz.
Von Zeit zu Zeit bekommen wir Besuch von der regionalen Gendarmerie. Einfach so. Sie erkundigen sich auf den abgelegenen Höfen bei den Leuten wie es geht, ob alles ok sei, ob das Gewitter letzte Nacht irgendwelche Schäden verursacht habe usw.
Das nenne ich noch service publique! Die Gendarmerie dein Freund und Helfer!
50 Tonnen Heu und Emd zu verkaufen
100 Rundballen Bio-Heu und Emd (Luzerne und Naturwiese) haben wir anzubieten. Alles ohne ein Tropf Regen eingebracht. Top Qualität, vernünftiger Preis.
Gewusst wie
Der schlauchlose Pneu des MF-Vorderrades hat in den letzten Tagen regelmässig Luft verloren.
Am Morgen war der Pneu jeweils platt. Zwei Pneuhändler haben mir gesagt, der Pneu sei nicht zu flicken und die Schaumpatrone für Autopneus nütze bei diesem grossen Rad nichts.
Ihre Empfehlung: beide Vorderpneus auswechseln da sie ohnehin nur noch ca 1 cm Profil hätten. Devis inklusive Pneumontage zwischen 1200.- und 1600.- Euros, je nach Fabrikat.
ich habe es trotzdem mit einer Schaumpatrone versucht, und siehe da, es funktioniert!
Seit zwei Tagen ist der Luftdruck im Vorderpneu konstant! Kostenpunkt 7.90 €!
Die Moral der Geschichte: Trau, Schau(m), Wem…
Präsidialer Besuch
Dem neuen französische Umwelt-und Energieminister Philippe Martin, Député du Gers, ist es wohl zu verdanken, dass der französische Präsident François Holland unserem Département einen zweitägigen Besuch abstattet. Gestern hat er in Auch übernachtet, den lokalen (Bio-) Markt besucht und u. a. diverse neuer Stadtteile und das Kloster in Flaran besichtigt.
Leider ist er am Abend an unserem Dorffest, fête de Traversères, nicht aufgetaucht…;-)
Guet gjammeret isch haub buuret
Erst haben wir noch wegen den ausserordentlichen Niederschlägen gejammert, und jetzt ist alles schon wieder staubtrocken.
Die Ernte (Gerste, Weizen, Féveroles) ist eingebracht, Heu und Emd gepresst.
Déchaumer les champs, Erntereste einarbeiten, Boden aufreissen, damit die unerwünschten Unkrautsamen zum Keimen gebracht werden können. Es stübt scho wider!



















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