Der Weizen keimt
Am Montag gesät und jetzt nach vier Tagen bereits so kräftig gekeimt: offenbar hat es noch genügend Feuchtigkeit im Boden und die immer noch sommerlichen Temperaturen (heute zum Beispiel 27°C!) fördern das Wachstum.
Höchste Zeit zum „blind striegeln“, weil sonst die Keimlinge beschädigt werden könnten!
Wer ernten will muss säen
Beim Säen ist höchste Konzentration gefordert, weil Fehler oder Unaufmerksamkeiten einem beim Auflaufen der Saat bis zur Ernte tagtäglich ärgern können. Lücken oder andere Ungenauigkeiten bleiben lange für jedermann sichtbar…
In den letzten zwei Tagen habe ich 20 Hektaren Winterweizen gesät und akribisch darauf geachtet, dass alles klappt. Angefangen bei der Saatbettvorbereitung: nicht zu fein und nicht zu grob. Saatgutbeschaffung von einem Bioproduzenten in portionierten Bigbags. Transport und Handling organisieren. Vorbereitung und Einstellung der pneumatischen Sämaschine.
Saatmenge 200 kg/ha (hängt von Tausendkorngewicht ab), Saattiefe, Spurmacher usw. usf.
Alles hat soweit gut geklappt und ich bin gespannt auf das Keimen der Saatkörner. Jedenfalls ist die Erleichterung immens nach der langen Tag- und Nachtarbeit!
Nach vier Tagen erfolgt das „blind striegeln“ zur ersten Unkrautbekämpfung und dann nach dem Bestocken weitere Durchgänge mit dem „Hatzenbichler“. Als Düngung muss die Vorfrucht (Fèveroles-Bohnen mit Knöllchenbakterien als Stickstofflieferant) genügen. Fungizide und Herbizide sind selbstverständlich im Biolandbau nicht zugelassen.
Critique du film „zum Beispiel Suberg“
Zum Beispiel Suberg
Simon Baumann s’interroge sur l’abandon de l’agriculture et de la vie sociale dans le village de son enfance.
Suberg, 612 habitants au milieu du plateau suisse, entre Bienne et Berne. De parents soixante-huitards, fermiers bio politiquement engagés pour l’agriculture à taille humaine, le jeune cinéaste Baumann y est né mais ne s’y est jamais intéressé. L’héritage, il y a 4 ans, d’une vieille maison à côté de leur ferme a changé la donne. Il veut faire la connaissance de ses concitoyens mais constate vite qu’au village, les lieux de rencontre ont disparu. La faute au passage à niveau qui le coupe en 2 plus de 150 fois par jour ? Baumann mène une enquête approfondie avec intelligence et humour mais aussi un engagement sincère. Il s’inscrit même à la chorale des hommes qui peine à trouver la relève. Mais il ne se fait, de loin, pas bien recevoir partout. Honte au malotru qui sort sa pétoire !
A Suberg, comme un peu partout au monde (et c’est en ce qu’il le montre que le film est excellent), l’adoption de l’individualisme comme valeur suprême a entraîné la dégradation de l’agriculture et de la vie sociale. Même s’il n’a pas été voulu, c’est le résultat du combat pour la liberté mené par la génération précédente. Aujourd’hui, seuls les critères de rentabilité régissent la vie agricole et dominent l’économie en général. Pour renaître en tant que tel, le village a besoin de l’action commune de ses habitants, lesquels n’ont pas d’autre choix que de renouer les liens sociaux.
Herzliche Gratulation!
Der mit 20’000 Franken dotierte Regiepreis des Berner Filmpreisfestivals geht an Simon Baumann für «Zum Beispiel Suberg».
Baumann skizziere in seinem Dokumentarfilm humorvoll eine Dorfchronik, wie sie für viele Orte in der Schweiz stehen könnte, hält die Jury fest. Ohne Rührseligkeit werde dem Publikum dadurch bewusst, wie die Schweiz wegen ihres Wohlstands sozial verwahrlose.
Die Jury lobt ausserdem die «Bilder von aussagekräftiger Präzision». Baumann inszeniere sich als Regisseur, der sich mit lakonischem Witz in fremde Welten begebe. Sein Film zeige gesellschaftliche Veränderungen auf und gewinne durch den liebevollen Einbezug der Familiengeschichte an poetischer Tiefe.
Wir können nur sagen: Chapeau und freuen uns mit dem ganzen Filmteam!
Kinostart in der Schweiz am 28. November 2013!
Waldspaziergang
Schöner Waldspaziergang zum Abschluss unserer Schweizerwoche. Fichten, Tannen, Föhren, Buchen… Plenterwald in der Gemeinde Grossaffoltern.
Wie die Zeit vergeht…
Genau vor dreissig Jahren habe ich das alte Wasserrad in der Oele in Suberg wieder instand gestellt und an einen Stromgenerator angeschlossen…
Jetzt steht wieder eine Totalrevision an. Simon hat Brüggli und Britsche bereits erneuert und jetzt werden die 36 Schaufeln des Wasserrades mit Lärchenholz restauriert, auf dass die erneuerbare Energie wieder fliessen kann…






















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