Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Dezember 20, 2024
Simon Baumanns Doku-Film „Wir Erben“ feiert am Sa 25. Januar 2025 an den Solothurner-Filmtagen Première. Ab 30.1.2025 ist Kinostart. Heute das Kurzporträt in der Schweizer Illustrierten:
«Meine Eltern wollen uns ihr Lebenswerk vererben. Wir müssen reden. Über Erwartungen und Ideale. Über Privilegien und Bürden. Aber auch über Geld.» So formuliert Regisseur Simon Baumann seine Motivation zu seinem neuen Dokumentarfilm – und die ist in jeder Szene spürbar. Hartnäckig, mutig und mit liebevollem Witz geht Baumann diesen Fragen nach, beobachtet aus der Distanz, die ihm der Blick durch die Kamera ermöglicht, wie die beteiligten Familienmitglieder mit dem anfallenden Erbe umgehen und was es bei ihm selbst auslöst.
Selten ist über das Tabuthema Erben so offen, mutig und gleichzeitig so gelassen diskutiert worden. Der Film legt Familiengeschichten frei, streift Geschlechterdynamiken und individuelle Sehnsüchte, zugleich führt er, von der Familie ausgehend, immer wieder auf eine übergeordnete Ebene. Denn in der Art und Weise, wie wir als Erben mit unserem Erbe umgehen, das macht der Film klar, liegt letztlich auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
„Sowohl Publikum wie Jury begeisterte hingegen WIR ERBEN von Simon Baumann, der in der Sektion Semaine de la Critique, den Hauptpreis gewann. Dabei steht Baumanns Film ganz in der Tradition des politischen Schweizer Dokumentarfilms: Grundsolide Präzision wie die alten Uhrmacher, geschickt sich um soziale wie existenzielle Fragen bemühend – und mit sympathischen Protagonist:innen aufwartend, die einem im Verlauf von knapp zwei Filmstunden ans Herz wachsen. Und das, obwohl Ruedi Baumann, Vater des Regisseurs Simon Baumann und ehemaliges Urgestein der Grünen in der Schweizer Politik, einem mit seiner Selbstgefälligkeit in gewissen Momenten auch mal nerven kann.“
WIR ERBEN wird in der Deutschschweiz Anfangs 2025 und in der Romandie Ende 2025 zu sehen sein. Simon Baumanns grandioses Familienportrait rund um das politisch brisante Thema Erben hat alles, um zum regelrechten Kinohit zu werden
Brigitte Häring zu WIR ERBEN
Simon Baumann, der sich nie hinter der Kamera zeigt, erzählt eine sehr intime Familiengeschichte, einfühlsam, warm und sympathisch. Die schöne Landschaft bildet die stimmungsvolle Kulisse für das Porträt seiner Eltern, die einst als links-grünes Powerpaar in der Schweiz politisch aktiv waren und sich inzwischen in Frankreich ihr Paradies geschaffen haben. Aber ist es auch ein Paradies für ihre Nachkommen? Wie schon in seinem letzten Film ZUMBEISPIEL SUBERG erkundet Baumann mit der Kamera seine Herkunft, seine Familie, seine Wurzeln, stellt Fragen und recherchiert. WIR ERBEN ist sowohl ein intimes Familienporträt als auch eine politische Geschichte. Eine Geschichte über Privilegien, die vielleicht nur diese beiden Generationen kennen – die ältere Generation, die in den 60er und 70er Jahren viel Erfolg hatte und die nun ihren Nachkommen viel zu vererben hat. Weit mehr als nur Besitztümer.
WIR ERBEN
Simon Baumann, CH, 2024, 96 Min.
Locarno Film Festival 2024, Grand Prix Semaine de la critique
«Meine Eltern wollen uns ihr Lebenswerk vererben. Wir müssen reden. Über Erwartungen und Ideale. Über Privilegien und Lasten. Aber auch über Geld.» Vor 20 Jahren haben Simon Baumanns Eltern im Südwesten Frankreichs einen grossen Hof gekauft und sind dorthin ausgewandert. Nun, aufs Alter hin, stellt sich die Frage, was mit dem Hof passieren soll: Denn von den Söhnen möchte eigentlich keiner nach Frankreich auswandern. Was soll mit dem Erbe geschehen? Wer wünscht sich was? Müssen die Träume unserer Eltern auch die unseren sein? Was wollen wir überhaupt von den Eltern übernehmen?*
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