Über den Röstigraben
Marcel Estoppey absolvierte 1936 ein Landwirtschafts-Lehrjahr auf dem Hof meines Grossvaters im Berner Seeland. Seither bestehen Kontakte zwischen seiner welschen und unserer deutschschweizer Familie. Freundschaftliche Verbindungen über den Röstigraben sozusagen.
Jetzt wohnt Marcel, inzwischen 88jährig, im kleinen Waadtländerdorf Villars le Grand. Ein typisches Bauerndorf, auf einem Hügelzug zwischen der Broyeebene und dem Neuenburgersee gelegen. Nur 300 Einwohner, jeder kennt jeden, die beiden Restaurants sind inzwischen leider geschlossen, es gibt auch keinen Dorfladen mehr, aber immer noch drei Kirchen. Die Bauernhöfe im Dorf sind eng verschachtelt und Stallvergrösserungen kaum möglich. Viele Bauern hatten früher neben der Viehwirtschaft noch einen kleinen Rebberg als ergänzende Einnahmequelle.
Einzelne alte Bauernhäuser wurden von Deutschweizern gekauft und aufwendig renoviert.
Marcel hat nach wie vor seien eigenen Gemüsegarten und unterhält gleichzeitig die Gärten diverser Nachbarn. Als ehemaliger Dragoner ist er immer noch ein begeisterter Pferdeliebhaber, wie seine Bildergalerie beweist.
Bachverbauung
Die Sanierungsarbeiten am Lyssbach gehen weiter. Die Schaufelbagger werden immer geländegängiger…
Wetten, dass dieser Durchlass unter der Wilerstrasse auch beim nächsten Hochwasser nicht genügt und zu Rückstau und Überschwemmung führt…
Weltenbummler
Ich bin über die Regionalzeitung „Bieler Tagblatt“ auf den Weltenbummler Chrigu Staehli aufmerksam geworden. Der junge Lehrer aus Zimlisberg (Gemeinde Rapperswil BE) hat mit seinem Velo in den letzten drei Jahren Süd- und Zentralamerika bereist und dabei nicht weniger als 42’000 km zurückgelegt. Châpeau, tolle Leistung!
In seinem Blog schneckentempo berichtet er ausführlich über seine Abenteuer in Lateinamerika. Wer will, kann ihn auch life erleben: Orte und Daten seiner Vorträge sind ebenfalls auf seiner Homepage.
Fischessen am Bielersee
Es gehört seit Generationen zu unserer Familientradition: mindestens einmal im Jahr fährt man zum Fischessen an den Bielersee. Gestern abend waren wir wieder mal bei Ernst Moser im Restaurant zum Sternen in Tüscherz-Alfermée. Niemand macht die Eglifilets so gut wie der Sternenernst. Dazu gibt es Bielerseewein aus seinem eigenen Rebberg. Köstliches essen in einer sympatisch einfachen Beiz.
SP Grossaffoltern: Lyssbach
Gestern abend lud die SP/Grossaffoltern/SP Rapperswil zu einer Informationsveranstaltung über den Lyssbachverband. Fritz Ruchti, Präsident des Lyssbachverbandes orientierte mittels zahlreicher Aufnahmen und Darstellungen über die Hochwasserschäden, die Verbandsaktivitäten, die bereits realisierten Renaturierungen und das Seilziehen zwischen den beteiligten Gemeinden um die Kosten der geplanten Hochwasserschutzmassnahmen.
Ich habe in diesem Blog wiederholt selber über den Lyssbach berichtet.
Mithilfe von Bund und Kanton (3/4 Subventionen) soll nun ein 40 Millionen Franken teurer Hochwasserschutzstollen gebaut werden. Ein kilometerlanger Tunnel mit 4 Meter Durchmesser solte künftig im Extremfall die Wassermassen im alten Bachbett so reduzieren, dass keine Überschwemmungsschäden mehr entstehen.
Das dürfte für die am weitaus stärksten betroffene Gemeinde Lyss zutreffen, nicht aber für die anderen vier beteiligten Gemeinden am Oberlauf und bei den Zuflüssen. Bei der nach wie vor anhaltenden starken Bautätigkeit und Bodenversiegelung sind damit neue Überschwemmungsschäden absehbar! Es ist für mich völlig unverständlich, dass unter diesen Umständen weitere Bauzonen, die direkt an den Lyssbach angrenzen, ausgeschieden und genehmigt werden!
Die Verwendung von Landwirtschaftsflächen als natürliche Rückhaltebecken wird mit dem Hinweis abgelehnt, dass diesbezügliche Massnahmen und allfällige Schäden von Bund und Kanton nicht subventioniert würden und allein von den Verbandsgemeinden berappt werden müssten.
Wenn das so ist, dann wäre es höchste Zeit, die kantonalen und eidgenössischen Wasserbaugesetze schleunigst so abzuändern, dass sanfte Hochwasserschutzmassnahmen (sprich: vorübergehende Überschwemmung und fallweise Entschädigung von Kulturlandflächen) endlich auch möglich werden!
Übrigens: so trostlos sieht die Quelle des Lyssbachs heute aus….
Der Ort heisst zwar immer noch „Schönbrunnen“ hat aber damit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Ähnlich trostlos geht es mehr als drei Kilometer weiter in schnurgeradem Betonkanal….
Auf diese Art der „Lyssbachkorrektion“ war man in den 60er-Jahren sogar noch stolz!
Solothurner Filmtage
Wir sind regelmässige Besucher der Solothurner Filmtage . Seit sage und schreibe 43 Jahren!
In jungen Jahren haben wir uns unter anderem Super-8-Kurzfilme meines Bruders Kurt Baumann (art- and software) wohlwollend kritisch angesehen. Viele Filme und Filmchen haben es auch gar nie bis nach Solothurn geschafft.
In diesem Jahr ist erstmals unser Sohn Simon Baumann zusammen mit seinem Kollegen Andreas Pfiffner gleich mit zwei Filmen am Festival vertreten.
Der Kurzfilm „Zugzwang“ läuft jeweils um 12:00 Uhr am 22.1.08 im Kino Capitol und am 26.1.08 im Alten Spital.
Der Dokumentarfilm „Hope Music“ läuft am Mittwoch 23.1.08 um 17:30 im alten Spital und am Donnerstag 24.1.08 um 21:00 Uhr im Kino Canva Blue.
Da Simon noch in den USA weilt (subergwest), werden wir uns als stolze Eltern einwenig umhören, wie seine/ihre Arbeit bewertet wird.
See you in Solothurn!
On the road
Die amerikanischen Vorwahlen in Iowa und New Hampshire sind zwar spannend, aber noch spannender ist der tägliche Bericht von Kathrin Gschwend und Simon Baumann über ihren Trip quer durch die Staaten. subergwest ist zur Zeit on the road in Kalifornien (Achtung Schneesturm!). Erinnerungen an Jack Kerouac werden wach.
Katzensprünge
Unsere französischen Freunde sind erstaunt, dass in der Schweiz alles in unmittelbarer Nähe liegt: keine halbe Stunde Autofahrt von Suberg und man ist im Skigebiet im Jura, nicht viel weiter die Berner Alpen oder die Hügel des Emmentals, der Bielersee, auch nur wenige Kilometer entfernt. Die Städte Bern und Biel erreichbar mit der S-Bahn innert weniger als 20 Minuten. Keine Tagesreisen wie in Frankreich um in die Pyrenäen oder die Alpen zu fahren.
Der Vorteil eines kleinen Landes, alles ist nur einen Katzensprung weit weg. Der Nachteil: die räumliche Enge….
Waldhütte
Wir haben an Weihnachten doch noch die Waldhütte von Samichlaus gefunden….
… mit einer heimeligen Feuerstelle….
…und einem ausgeklügelten Türschloss
Festtage
Wir fahren 925km gegen Nord-Osten um die Festtage in der Schweiz zu verbringen. Dabei wollen wir unseren französischen Freunden Séverine, Olivier, Salomé und Zoé die Schön- und Besonderheiten des Alpenlandes zeigen.
















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