Vor 50 Jahren: Das grosse Bauernsterben
1963 gab es in der Schweiz noch 160 000 Bauernbetriebe.
Jetzt existieren nur noch gerade ein Drittel davon und immer noch machen zwei Höfe pro Tag die Stalltüre für immer zu.
Das müsste nicht sein.
Eine etwas intelligentere Agrarpolitik würde Bauern und Bäuerinnen, Konsumenten und Konsumentinnen, Umwelt und Tieren weiterhelfen ohne die Steuerzahler zusätzlich zu belasten.
Waldspaziergang
Schöner Waldspaziergang zum Abschluss unserer Schweizerwoche. Fichten, Tannen, Föhren, Buchen… Plenterwald in der Gemeinde Grossaffoltern.
Feigenschwemme
Zum Zmorge, zum Zmittag, zum Zvieri, zum Znacht…. immer nur….. Feigen!
Und was wir beim besten Willen nicht essen können, wird eingemacht:
Einige Feigen und Tomätli haben die letzten Tage auf der sonnenheissen Fensterbank getrocknet:
Und gestern endlich kam der Regen. Nach wochenlanger Trockenheit gerade rechtzeitig für den Herbstgarten:
Nüssler, Spinat und die noch schnell vor dem Regen frisch versetzten Batavia und Endivien werden sich freuen
(die automatische Bewässerung ist inzwischen ausgeschaltet)
Die Welt der Böden
Ich beschäftige mich eigentlich tagtäglich mit dem Boden. Als Ackerbauer habe ich in verschiedensten Regionen, Ländern und Kontinenten Böden angeschaut, bearbeitet und gepflegt. Aber ich habe immer noch das Gefühl, wenig, sehr wenig über das komplizierte Medium, die verletzliche Haut der Erde zu wissen.
Wir wissen etwas über die chemische Zusammensetzung, etwas über die Struktur, aber schon viel weniger über die unzähligen Bodenlebewesen und insbesondere über die Wirkung der Gesamtheit der auf die Ackerkrume und die Kulturpflanzen ausgebrachten Pflanzenschutzmittel.
Vielleicht trägt die wachsende Hors-sol-Produktion dazu bei, dass Wiesen- und Ackerböden viel zu wenig Beachtung finden. Mit Wasser, Energie und Nährstoffen kann man inzwischen ja alles produzieren. Und trotzdem, landwirtschaftliche Böden bleiben die Ernährungsgrundlage der wachsenden Weltbevölkerung!
Da bleibe ich bodenständig!
Bodenkundler von Agroscope, der Berner Fachhochschule (HAFL) und des Amts für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern (Lanat) haben Bodenprofile gegraben. Andreas Chervet und Urs Zihlmann inszenierten, Gabriela Brändle fotografierte. Dabei sind faszinierende Bilder entstanden.
Ort: Wald, Zimmerwald BE, 895 m ü. M.
Bodentyp: Braunerde
0 bis 25 cm*: Dunkler Oberboden mit organischer Substanz
25 bis 100/130 cm: Rostbrauner, gut durchwurzelbarer Unterboden
ab 100/130 cm: Kalkhaltiges Moränenmaterial
* Auf dem Bild ist der Oberboden ungewöhnliche 35 Zentimeter mächtig, weil dieser beim Kartoffelanbau zu kleinen Erddämmen aufgeschüttet wurde.
Bodenkalender: http://www.agroscope.admin.ch/bodenfruchtbarkeit-bodenschutz
Ort: Ins, Witzwil (BE), 432 m ü. M.
Bodentyp: Anmooriger Fluvisol
0 bis 30 cm: Schwarzer Oberboden, Humusanteil 50%
30-60 cm: Unterboden aus Schwemmlehm
ab 60 cm: Untergrund aus Sandschichten
Der Anteil dieses Bodentyps ist in der Schweiz gering. Fluvisole sind in Schwemmlandebenen und entlang von Flüssen zu finden.
Bodenkalender: http://www.agroscope.admin.ch/bodenfruchtbarkeit-bodenschutz
Die schönste Alpweide…
… die ich kenne, befindet sich in den… Pyrenäen! Grund genug die Bergwanderung dorthin zu wiederholen (wir waren schon mal…). Der Zugang ist nur zu Fuss möglich mit einem ziemlich steilen, gut zweistündigen mittelschweren Anstieg (600m) auf eine Höhe von 1667m.
Gascogne-Kühe und bretonische Pferde weiden friedlich im schönsten Wiesengrunde…
Ein kleiner Bergsee ladet zum Bade…
… und ein mäandrierender Bergbach ziert die Landschaft
… und auch die Kühe sind eine Augenweide!
Es hat keine Alpstrassen, keine Alphütten (nur ein kleines Steinhaus), keine Infrastruktur, nur Natur pur!
Hier können Sie selber herausfinden (wenn Sie wollen), wie der Bergsee heisst…(Föteli vergleichen).
Holz spalten
Es gibt auch in unserem Schweizerwald noch einiges zu tun. Schöne Sommerarbeit im Waldschatten damit im nächsten Winter die Stuben warm bleiben…
„Lingebluescht“
„Unter den Linden“ könnte man auch sagen. Es hat so viel Lindenblüten an einem einzigen Baum, dass man sämtliche Teehäuser von ganz Frankreich versorgen könnte…
Nächtlicher Besuch
Bekanntlich ist das Gras ennet dem Zaun grüner. So kommt es hin und wieder vor, dass uns eine Schafherde aus der Nachbarschaft besucht. Weil die junge Luzerne bei den Tieren Probleme verursachen könnte, habe ich den troupeau de brébis in aller-Herrgotts-Frühe wieder heim begleitet…
Zwei Stunden später waren sie schon wieder da….
Vögel auf La Oueyte
Katharina ist Ornithologin und hat ihren Besuch im April bei uns auf La Oueyte dazu genutzt, die Vögel zu beobachten. Dabei hat sie folgendes Inventar mit nicht weniger als 33 Vogelarten erarbeitet:
Mäusebussard
Rotmilan
Schwarzmilan
Turmfalke
Amsel
Singdrossel
Eichelhäher
Rabenkrähe
Star
Türkentaube
Ringeltaube
Buntspecht
Buchfink
Grünfink
Distelfink (Stieglitz)
Gartenbaumläufer
Mönchsgrasmücke
Gartengrasmücke
Dorngrasmücke
Haussperling
Zaunkönig
Rotkelchen
Hausrohrschwanz
Blaumeise
Kohlmeise
Zilpzalp
Fitis
Schwanzmeise
Grauschnäpper
Trauerschnäpper
Feldlerche
Kuckuck
Zaunammer
Ich werde in loser Folge einige davon in nächster Zeit näher vorstellen und natürlich versuchen, die fehlenden seltenen Exemplare noch aufzustöbern (Schleiereule, Pirol, Fasan, Kiebitz, Rebhuhn, Wiedehopf, usw.)…
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