Verbrannte Erde

Es ist zum heulen! Ich kenne diese Ackerparzelle (3 ha) sehr gut. Während Generationen haben wir selber das Feld pachtweise biologisch bewirtschaftet. Wegen einem Eigentümerwechsel wurde die Pacht gekündigt und die Parzelle überteuert (> 300’000 sfr.) an einen weit entfernten Baulandbauern verkauft! Die Bewirtschaftung wird nun industrialisiert, die Kleegraswiese mit dem umstrittenen (kanzerogenen?) Totalherbizid Glyphosat abgebrannt! Notabene auf einem Feld, das als Quellgebiet für diverse laufende Brunnen dient! Traurige Realität in der CH-Agrarpolitik!
„Wir Erben“

Solothurner Filmtage 22. – 29.1. 2025, nominiert für den Prix du publique
Ab 30.1.2025 in den Kinos
Heute vor 25 Jahren: Lothar
https://auswandererblog.ch/?s=Lothar

Unser Sohn Kilian als Jungbauer besichtigt unsere zerstörte Waldparzelle in der „Dählen“ im Januar 2000.
Bioweizen

Unser Winterweizen im Stücki läuft schön auf! Immer wieder staune ich, wie aus kleinen Saatkörnern innert wenigen Tagen ein regelmässiges dichtes Getreidefeld entstehen kann. Trotz vielen Niederschlägen, Bodenfrost, Wind und Wetter wächst hier unser tägliches (Bio) Brot! Photosynthese (Erde, Wasser, Sonne) sei dank!
Chemische Dünger, Herbizide, Fungizide und Insektizide braucht es nicht!
Blacken stechen

Blacken (rumex) stechen ist eine häufige Tätigkeit auf schweizer Biobetrieben. Hier, in unseren humusarmen Böden kann das lästige Unkraut auf Ackerböden ziemlich problemlos bekämpft werden. Ein Durchgang mit der Scheibeneichte (déchaumeur) bei trockenem, heissen Wetter lässt die Tiefwurzler rasch austrocknen. Blacken stechen beschränkt sich auf einzelne Nester in Naturwiesen.
Holzen
Die Herbststürme sorgen dafür dass mehr als genug Cheminée-Holz anfällt. Wir haben mehr als genug für die nächsten zwanzig Jahre…😊
Holzen ist Knochenarbeit! Insbesondere Spälten machen aus Eichenholz!


Bauernproteste
Militante Bauerngewerkschaften haben wieder begonnen ihren Unmut „abzuladen“. In unserem Departementshauptort Auch haben sie alte Heuballen, Mist und verdorbene Schafwolle vor die Tore der regionalen Landwirtschaftsdirektion deponiert. Die Proteste richten sich gegen die billigen Auslandimporte, gegen Umweltvorschriften und gegen die EU-Agrarpolitik. Gleichzeitig werden zahlreiche Wegweiser und Ortstafeln abmontiert und die Geschwindigkeitsmesstationen unwirksam gemacht.
Sympathien bei der Bevölkerung können sie mit diesen gewaltsamen Protesten keine erwarten. Selbst in der monde agricole stossen diese Aktionen auf Unverständnis.
Klar, die Witterungsbedingungen haben im laufenden Landwirtschaftsjahr zu miserablen Erträgen geführt und damit zu schlechtem Einkommen. Aber es wäre wahrscheinlich sinnvoller, wie das übrigens einzelne Kleinbauernorganisationen auch machen, sich für Massnahmen einzusetzen die den Klimawandel und damit Überschwemmungen und Dürren einschränken. Einfach die Landwirtschaftsbeamten für das Wetter verantwortlich zu machen ist zu einfach!







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