Warum hat jeder Frühling nur einen Mai?
Oder hier in SW-Frankreich müsste man besser sagen nur einen April…
Schon sind Quittenbäume, Kirschbäume, Apfelbäume verblüht!
Hier noch ein Bild einer Spätsorte: ob Sie’s glauben oder nicht, die Apfelsorte heisst „Baumann“!

Am See
Lac astarac, Wasserreservoir für unseren Bach Arrats, gespiesen von den Hängen der Pyrenäen, absolutes Naturschutzgebiet, keine Uferbauten, keine Boote, ruhig…

Glasperlenspiel
Ich meine nicht das Buch von Hermann Hesse. Ich meine den plätschernden Brunnen auf der Inselmatt in Suberg…

Fliessende Brunnen sind in der Schweiz alltäglich. Eigene Quellen gibt es fast auf jedem Bauernhof. Leider ist aber vielenorts das Trinkwasser zunehmend mit Stickstoff und Pestiziden belastet.

Hier in der Gascogne (Südwest-Frankreich) gibt es kaum laufende Brunnen. Die Wasserversorgung auf den Bauernhöfen erfolgt mittels Ziehbrunnen oder elektrischen Pumpen aus dem Grundwasser. Die Fremdstoffbelastung durch Nitrat und Pestizide ist nicht so dramatisch wie im Berner Seeland.

Tapetenwechsel
Nach den unvergesslichen Auftritten in vielen Kinosälen, den zahllosen positiven Rückmeldungen und schlussendlich der Krönung des Dokumentarfilms „Wir Erben“ mit dem Schweizer Filmpreis… zurück auf dem abgelegenen Hof in der France profonde!
Flurbegehung am Sonntagnachmittag: Agrikultur!




Hackstriegeln
Winterweizen, Suberg, Kanton Bern, Schweiz

Winterweizen, Traversères, Gascogne, France

Buume-Boom
Es schiint, e Buume-Boom sig usbroche! Ämu z’Bärn. Üsi Vorstelig vo WIR ERBEN isch usverchouft gsi, äbeso die vor üsere u die nach üsere. Ar Türe vom Chino Rex het’s am Samschti e regelrächte Stou gä. U au wo si use cho, si begeischteret gsi. Bi üs isch am Schluss luut klatschet worde.
Er hät e fiini Art, de Simon, fadegraad ines Thema iche z’ga u i ruiger Erzählwiis de Beteiligte Wort u Ruum z’gä. Me laht sich gärn mitnäh. Wie das er verzellt mit Bild u Wort würkt eso bsunne. U i däm Wort steckt s’Wort Sunne, wo warm git.
We mer dr Ruedi u siner patriarchale Züüg chli kennt, isch es Gnuss, zue z’luege wie ne Frou u Chind sanft agschirre. Er darf de durchus am Wage schrisse, aber si länke s’Fueder so am Ziil zue, das nid zviu links u rächts drab gheit.
Dr Film isch e Hommage a öichi Familie u e glungeni Usenandersetzig mit em erbe vo materielle u mönschliche Güeter, wo villne wird Astoss si, o chli meh drüber naz’dänke, was d’Wält zämehet.
Mer tüe de Film allne wiiter empfäle, wo mer kenne.
Doris&Herbert

Das Verwirrspiel des Bauernverbandes
Seit vielen Jahren betreibt der Schweizerische Bauernverband ein Verwirrspiel mit der Öffentlichkeit. Er beklagt im Januar an der Pressekonferenz den tiefen Durchschnittsverdienst in der Landwirtschaft und ermuntert damit zu Traktorumzügen und Protesten. Aber unter dem Jahr bekämpft die Agrarlobby politisch alles, was die Situation jener Betriebe verbessern könnte, welche den Einkommensdurchschnitt nach unten ziehen.
Der entscheidende Schlüssel für eine Verbesserung der Lage liegt bei den Direktzahlungen des Bundes, für die jährlich 2.7 Milliarden Franken Steuergelder aufgewendet werden. Das sind über 50’000 Franken im Durchschnitt pro Betrieb und Jahr! Heute werden Direktzahlungen linear nach Flächengrösse verteilt. Kleine Betriebe bekommen wenig, grosse Betriebe zu viel. Für die ganz Grossen gibt es mehrere Hunderttausend Franken pro Jahr. Je weniger Betriebe überleben, desto grösser werden die Zahlungen. Es wird überinvestiert, nicht zuletzt um Einkommenssteuern zu sparen. Die Folgen sind Übermechanisierung und Preistreiberei um jede Hektare freiwerdendes Acker- und Wiesland.
Bei Einführung der Direktzahlungen im Jahr 2000 verhinderten Einkommens- und Vermögenslimiten sowie eine Obergrenze pro Betrieb und Jahr soziale Ungleichheiten und damit die Verschwendung von Bundesgeldern. Diese Rahmenbedingungen waren von der Kleinbauern-Vereinigung über Volksinitiativen und Referenden mit Hilfe der Bevölkerung erzwungen worden. Doch das bürgerlich dominierte Parlament hat am Zügel des Bauernverbandes das System in den letzten fünfzehn Jahren schrittweise liberalisiert.
Ebenso konsequent bekämpft der Bauernverband, der über zu tiefe Lebensmittelpreise klagt, in der Allianz mit den Wirtschaftsverbänden die Stärkung der Kaufkraft der Konsumenten. Augenfällig war dies in der Kampagne gegen die 13.AHV. In dieser Abstimmung zeigte sich, dass viele Bauernfamilien, die mit Existenzproblemen kämpfen, der Parole des Verbandes nicht gefolgt sind.
Die 17 Franken Stundenlohn, die als Gradmesser für die angebliche Armut verwendet werden, sind eine Art bauernschlaue Schwindelei des Verbandes. Gemessen am verfügbaren Einkommen sind die Unterschiede zwischen Landwirten und übriger Bevölkerung weit weniger gross. Verfügbar ist jener Teil des Einkommens, welcher nach Abzug der unvermeidbaren Ausgaben eines Haushaltes für Steuern, Versicherungen, Wohnen und Nahrung zur Verfügung verbleibt. Bauern deklarieren ihre Steuern als Selbständigerwerbende, der Hausteil wird zum Landwirtschaftsbetrieb gerechnet. Zusammen mit den Selbstversorgungsmöglichkeiten haben Bauernfamilien weit weniger unvermeidbaren Aufwand, so dass der Lohnrückstand zu einem beträchtlichen Teil kompensiert wird.
Der Bauernverband profitiert vom Goodwill der Bevölkerung gegenüber den kleinen und mittleren Bauern. Die alljährlichen Armutsklagen gehören zum unredlichen Verwirrspiel der Agrarlobby, das es aufzudecken gilt. Eine Wiedereinführung von Direktzahlungsgrenzen und verbunden damit die Erhöhung der Zahlungen an kleine und mittelgrosse Betriebe wäre der erste Schritt zur Verbesserung der Lage.
Gastbeitrag von Herbert Karch, ehem. Geschäftsführer der Kleinbauern-Vereinigung
Bioweizen

Unser Winterweizen im Stücki läuft schön auf! Immer wieder staune ich, wie aus kleinen Saatkörnern innert wenigen Tagen ein regelmässiges dichtes Getreidefeld entstehen kann. Trotz vielen Niederschlägen, Bodenfrost, Wind und Wetter wächst hier unser tägliches (Bio) Brot! Photosynthese (Erde, Wasser, Sonne) sei dank!
Chemische Dünger, Herbizide, Fungizide und Insektizide braucht es nicht!


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