Algues vertes – Grünalgen
Seit Jahren wird die Badesaison an der bretonischen Atlantikküste durch einen immer dichter werdenden Algenteppich beeiträchtigt bzw. verunmöglicht. Die intensive Tierhaltung in der Bretagne führt dazu, dass die Oberflächengewässer mit Nitrat und Posphor überlastet sind und im Küstenbereich die Grünalgen so spriessen lassen, dass von uneingeschränktem Badevergnügen keine Rede mehr sein kann. Längst sind einzelne Gemeinden in der Bretagne und neuerdings auch in der Normandie dazu übergegangen, die Algenteppiche jeden Tag maschinell abzutragen.
Perfiderweise können durch die Zersetzung der Grünalgen bei Sonneneinstrahlung giftige Dämpfe entstehen (Schwefelwasserstoff) die für Mensch und Tier gefährlich, ja tödlich wirken können!
Dramatischer Höhepunkt des Umweltdesasters in diesem Sommer waren über dreissig tote Wildschweine am algenbedeckten Sandstrand.
Die Politik spricht seit Jahren von eingeleiteten wirksamen Massnahmen gegen die das Algenwachstum bewirkenden zu hohen Düngerfrachten. Allein, bisher ohne messbaren Erfolg!
Die Bauern der Region sind frustriert und wehren sich mit untauglichen Argumenten dagegen, allein für die Umweltverschmutzung verantwortlich zu sein. Kürzlich haben sie sogar einen Fussballmatch auf einem gesperrten Sandstrand ausgetragen, nur um zu beweisen, dass die Algen ungefährlich seien….!!
Wenn man bedenkt, dass allein die Hälfte der französischen Schweineproduktion in der Bretagne stattfindet, dann wird offensichtlich, dass nur massive Umstrukturierungen, sprich Schliessung von Tierfabriken, die Umwelt wieder gesunden lassen können.
Aber Sarkozy und seine Leute werden sich hüten, die Grossbauern vor den nächsten Wahlen mit harten Massnahmen zu verstimmen! C’est la politique!
So sehen es die Tourismusverantwortlichen: algues vertes


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