Was ich nicht weiss…
Der 27-jährige Fürst Albert von Thurn und Taxis, der sich in der Stadt Zürich niedergelassen hat, gehört zu den 300 Multi-Milliardären der Schweiz. Sein Besitz soll sich auf 30’000 Hektaren Forst und Landwirtschaftsflächen belaufen. Dafür erhält er jährlich 1 016 999 €uros Direktzahlungen aus dem EU Agraretat! Skandal, Skandal…
Nun, auf der Milliardärliste befindet sich bekanntlich auch der als Bundesrat kläglich gescheiterte Christoph B. Für seine grossen Ländereien um Domat-Ems bezog oder bezieht der SVP-Tribun jährlich hunderttausende Franken Schweizer Agrar-Direktzahlungen…
Auch der Neu-Bundesrat Schneider-Ammann ist Milliardär und stolzer Besitzer eines Biobauernhofes. Wetten, dass auch er von den grosszügig sprudelnden Agrardirektzahlungen profitiert oder profitiert hat!
Die bürgerliche Mehrheit des Parlamentes hat es in der Vergangenheit wiederholt abgelehnt, die landwirtschaftlichen Direktzahlungen zu plafonieren und durch vernünftige Einkommens-und Vermögensgrenzen zu beschränken! Selbst eine Volksinitiative (Kleinbauerninitiative) wurden verworfen, die diese Zahlungen an millionenschwere Schlossbesitzer ausgeschlossen hätte!
Argumentiert wird immer, Einkommens- und Vermögensgrenzen seien administrativ schwierig zu handhaben. Bei Krankenkassenprämienzuschüssen und diversen Sozialleistungen ist man bei diesen Abklärungen offenbar weniger zimperlich…
Der wahre Skandal ist aber, dass die landwirtschaftlichen Direktzahlungen in der Schweiz (im Gegensatz zur EU) immer noch geheim gehalten werden! Wenn in jedem Kanton die Liste der hundert grössten Direktzahlungsbezüger endlich auch publiziert würde, dann könnte das Gejammer um sinkende Milch- und Getreidepreise wieder etwas relativiert werden. Und mancher Normalverdiener würde sich verwundert die Augen reiben…
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