AUSWANDERERBLOG

Vorher – nachher

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 8, 2010

Die Strommasten auf dem Hofareal sind weg…

… die Solarstromzähleranlage ist montiert (und begrünt)…

… nur um den Netzanschluss zu machen (5 Minuten Arbeit) hat die EDF immer noch keine Zeit gefunden. Ich könnte es selber…

Rodos, Ecofilm-Festival

Posted in Diverses by ruedibaumann on Mai 7, 2010

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten aus Griechenland. Der Kurzfilm „NEUF“, der letzten Winter auf unserem Hof gedreht wurde (Bilder vom Filmset) , ist für das Filmfestival von Rodos (www.ecofilms.gr) ausgewählt worden! Jetzt warten wir nur noch auf eine Einladung nach Cannes…

Stichwort Filmen auf diesem Blog!

Der Regen…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 6, 2010

… hat unseren Bohnen (Févéroles) gutgetan! Jetzt dürfte es aber gerne wieder wärmer werden!

Mehr zum Stichwort Bohnen auf diesem Blog bzw. Betrieb.

Betonmasten entfernen

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 5, 2010

Endlich konnten wir heute das Freileitungskabel und die störenden Betonmasten auf dem Hofareal entfernen. Eigentlich eine einfache Sache, wenn alles gut vorbereitet ist:

Internetverbindung

Posted in Diverses by ruedibaumann on Mai 4, 2010

Wir haben eine wackelige Internetverbindung über unseren Telefonanschluss. Das Problem ist (wahrscheinlich) das ein Kilometer lange dünne Erdkabel ohne Schutzrohr, das dazwischen sogar noch in einer Verbindungsboxe über Boden erscheint. Die Übertragungsgeschwindigkeit variert, jedenfalls können wir Filme nur mit Mühe ansehen.
Die Panneneinsätze von France Telecom und Orange lassen zu wünschen übrig und dauern jeweils Tage und Wochen!
Inzwischen haben viele ländliche Gemeinden über die Firma als@tis ADSL-Funknetze eingerichtet, in die man sich mit einer entsprechenden Empfangsantenne einklinken kann www.alsatis.com.
Die monatlichen Gebühren sind ungefähr gleich hoch wie bei Orange (33 €).
Unsere Abklärungen haben ergeben, dass wir bei uns mit diesen alternativen Operateur Internetempfang haben können.

Unsere Frage: Hat jemand Erfahrung mit diesem System? Läuft es gut? Gibt es Unterbrüche?

Tag des Frosches

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Mai 3, 2010

Der Tag des Frosches (Save the Frogs Day) war zwar schon vor drei Tagen, aber da wollten unsere Freunde einfach nicht vor die Kamera (es war auch zu heiss). Heute aber, nach den willkommene Regenfällen, tönte ihr Froschgesang aus ihren diversen Verstecken. Ich glaube die Spritzkanne brauchen sie vor allem als Verstärker ihres Gesangs…

Masochistische Schadenfreude

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 2, 2010

Roger de Weck über die Haltung der Schweiz:

„Seit sechzig Jahren vollzieht sich die europäische Einigung, und regelmässig bricht eine Europa-Krise aus. Die Schweiz wollte sich nie beteiligen am mühseligen, anspruchsvollen, alles in allem erfolgreichen Vorhaben, einen kriegerischen Kontinent zu befrieden, einen grossen Wirtschaftsraum zu öffnen, in den 1970er-Jahren die langjährigen Diktaturen (und heutigen Krisenländer) Griechenland, Spanien und Portugal beim demokratischen Neuanfang zu stützen, in den 1990er-Jahren das befreite Osteuropa aufzufangen.

Oft mussten sich die Europäer überfordern und überwinden. Manchmal haben sie gebastelt, sich durchgewurstelt, ist doch europäische Integration nichts anderes als ein steter Prozess des Interessenausgleichs und der Kompromissfindung unter 27 Mitgliedern. Die EU ist auf dem langen Weg zu einer «europäischen Eidgenossenschaft», die sich laufend finden muss. Eine solche Entwicklung ist zwangsläufig so krisenhaft wie einst das Werden unserer Eidgenossenschaft. Bei jeder Krise wetten aber viele Schweizer schadenfreudig auf das Scheitern der EU. Bislang haben sie immer die Wette verloren und das nächste Mal trotzdem wieder gewettet, stets mit dem gleichen Argument: Jetzt geht es ans Eingemachte! Ähnlich bewerten sie nun das Griechenland-Debakel. Doch Mal für Mal haben sie zweierlei übersehen: Erstens waren alle EU-Krisen Wachstumskrisen, sie bewirkten keine Desintegration, sondern noch mehr Integration. Darauf deutet auch der Fall Griechenland. Härter werden künftig der Druck und die Kontrollen, um alle zur Disziplin anzuhalten. Im Rückblick wird es sich vielleicht als Glücksfall erweisen, dass anhand des kleinen Griechenlands – 2,5 Prozent des EU-Volkseinkommens, also eine bewältigbare Grösse – Europa straffere Regeln setzt und durchsetzt. Der Schock hat bereits Portugal und Spanien bewogen, rascher umzusteuern, um auf den Pfad der Tugend zurückzukehren. Euroland dürfte daraus gestärkt hervorgehen. Und zweitens vergessen die Schadenfrohen, dass gerade die Schweiz als Land der Exporteure und transnationalen Unternehmen schweren Schaden erlitte, wenn der Euro unterginge und die Vielzahl von Währungen zurückkehrte. Euroland ist wie der europäische Binnenmarkt auch für uns ein Riesenvorteil. Das Gedeihen der EU liegt in unserem nationalen Interesse.“
(Sonntagszeitung 2. Mai 2010)
Portal der europäischen Union

Weinprobe

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 1, 2010

Regelmässige Auswandererblog-Leser wissen, dass ich auch Weinbauer bin. Meine erste bescheidene Ernte ist jetzt reif für die erste Weinprobe. Hier mein (vorläufiger) Kurzbericht zu meinem „La Oueyte“, premier cru, mis en bouteille au garage:

Verkostungsnotiz: Purpurviolett. Die Nase ist eine Wucht und eine Prinzessin zugleich. Gute Komplexität mit Cacao, Ovomaltine, Malz, schwarzer Schokolade und sogar mineralischem Touch. Die Frucht ist elegant mit Cassis und Brombeeren. Im Gaumen ist der Wein äusserst angenehm, pelzig und breit. Hier trifft Eleganz auf Kraft und die Symbiose wird perfekt. Die Tannine treten zuletzt, weit hinten im Gaumen, auf. Dieser Wein wird gross – ist bereits gross: 97–100/100 (Potenzialnote).
Finanziell gesehen muss sich mein Weinanbau lohnen. Ein Glas von meinem Cuvée de Garage wird um die 250 €uro kosten. Noblesse oblige! Vorläufig interessiert mich jedoch nicht der Preis, sondern der Wein, und er zeigt Grösse: mittelintensives Purpur, eine sehr elegante Nase mit toller Struktur; Minze, Caramel, Lakritz, Holz. Viel Eleganz. Fruchtige Noten wie Cassis, Brombeere, Preiselbeere, Mandarine, Passionsfrucht und Tannenspitzen. Im Gaumen setzen sich die Tannine langsam durch. Grossartiger Wein mit viel Substanz und viel Intensität sowohl im Gaumen als auch in der Nase – Cuvée de Garage at its best! 98–100/100.

(Kleiner Hinweis: Beim Beschrieb meines bescheidenen Tropfens habe ich mich an den Bericht von Yves Beck über eine Weinreise ins Bordelais angelehnt…)

Mit einem Wort: ein richtiger Intellektuellenwein!

So hat alles angefangen…