Kriselnde Schweiz
Als aufmerksamer Beobachter aus der Ferne reibt man sich verwundert die Augen. Die ganze (oder zumindest die halbe) Schweiz scheint sich zur Zeit damit zu beschäftigen, wie man amerikanischen und anderen superreichen Steuerbetrügern aus der Patsche helfen kann… Das Land hat es während Jahrzehnten unter Führung der Grossbanken und anderen Geldgebern versäumt, seine egoistische Bankgeheimnisspolitik zu revidieren, so dass jetzt offenbar nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera bleibt, das heisst, entweder den Rechtsstaat aufgeben oder die UBS fallen zu lassen. Dass der „Rechtsstaat“ jetzt Steuerbetrüger schützen soll, ist für brave Schweizer Steuerzahler nicht akzeptabel, genau so wenig wie mitzuhelfen, den arroganten UBS-Bankern einmal mehr ihre Kohle (= Milliardenboni) aus dem Feuer zu holen!
Ich meine (lieber spät als nie) beides tun: liquidieren wir die UBS und mit ihr das heuchlerische Bankgeheimnis! Wer zu spät kommt den bestraft bekanntlich die Geschichte…
Gleichzeitig wäre es an der Zeit eine andere „Besonderheit“ der CH-Politk zu korrigieren: die geheime, unbeschränkte und undemokratische Abstimmungs- und Wahlfinazierung durch potente Geldgeber!
Seit Jahrzehnten lassen sich rechte und bürgerliche Parteien in der Schweiz durch Millionenbeiträge der Interessierten ihr Wohlverhalten abgelten. Diese leider immer noch legalen Schmiergeldzahlungen haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich Helvetien heute in eine international geächtete Situation hineinmanövriert hat. Warum wohl wird heute die grösste politische Partei des Landes wie ein Privatunternehmen von einem Multimilliardär geleitet?
Wetten dass das Land erst dann erwacht, wenn es (zu) spät ist. Gouverner c’est pévoir!
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