AZF
AZF steht hier in der Region für die grösste Chemiekatastrophe aller Zeiten. Am 21. September 2001 wurde Toulouse von einer gewaltigen Explosion erschüttert. 31 Tote, tausende von Verletzten, immenser Sachschaden in Toulouse und Umgebung und das alles nur zehn Tage nach dem Terroranschlag in New York. Klar, dass am Anfang viele auch hier einen Terroranschlag vemuteten.
Was war geschehen?
Die AZF (Azote Fertilisation), Tochtergesellschaft des Erdoelmultis Total, betrieb im Industriegebiet von Toulouse eine Düngerfabrik bzw.Lagerstätte. Stickstoffdünger hat die Eigenschaft, unter gewissen Bedingungen wie Sprengstoff zu wirken. Und genau das ist geschehen: hunderte von Tonnen N-Dünger sind explodiert!
Seither wird untersucht, was denn die genaue Ursache dieser Katastrophe war. Seit Anfang Jahr läuft in Toulouse der Monsterprozess, der klären soll, wer für das Unglück welche Verantwortung trägt. Täglich berichten die hiesigen Regionalzeitungen über Zeugeneinvernahmen, Fabrikationsabläufe, Plädoyes von Anklägern und Verteidigern, Theorien und Vermutungen, Leiden von Opfern oder Hinterbliebenen.
Im September soll ein erstes Urteil gefällt werden.
Die ehemalige Industriezone wurde inzwischen dekontaminiert und es ist ein riesiges nationales Forschungszentrum für die Krebsforschung im Bau.
Imagewerbung
Nach Jahren der „neuhelvetischen Verlogenheit“, mit kriminellen Bankern und ihren folgsamen Helfern im Bundesbern ist es zunehmend schwierig, als Auslandschweizer einen Rest Nationalstolz zu bewahren. Da wirken die weltweit beachteten Erfolge von Roger Federer und Fabian Cancellara richtig wie Wundsalbe auf der verletzten Schweizerseele….
Tournesol – Sonnenblumen
Am 22. April habe ich sie gesät…
… gehegt und gepflegt…

erstes Hackstriegeln am 19. Mai
… und jetzt beginnen sie zu blühen…
am 28. Juni
am 2. Juli
am 3. Juli
und am 4. Juli
Es sind schon erstaunliche Pflanzen, diese Sonnenblumen! Das hat schon er festgestellt!
Kyoto Contrasts
Zur Abwechslung ein Blick auf den Lebensraum meines Bruders in Japan…
monthly calendar with experiments
of an artistic, technical or political nature
Bildertagebuch seit dem Jahr 2000
Bergblumen aus den Pyrenäen
Nächste Woche wird Cancellara und Co. mit dem ganzen Tour-de-France-Tross daran vorbeifahren und wahrscheinlich keine Zeit dafür haben…
Laizistische Republik – république laïcque
Der Laizismus wird in Frankreich strikt praktiziert. Der Staat sieht es als Aufgabe an, seine Bürger gegen religiöse Praktiken, die der öffentlichen Ordnung oder den Rechten des Einzelnen zuwiderlaufen, zu schützen. In französischen öffentlichen Schulen ist es verboten, Lehrer oder Schüler nach ihrer Religion zu fragen. Frankreich betrachtet die religiösen Auffassungen der Bürger als reine Privatsache; es gibt keine amtlichen Statistiken zur Konfessionszugehörigkeit der Bevölkerung. Dies hat unter anderem zur Folge, dass es in der aktuellen politischen Debatte in Frankreich zu Segregation oder Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt keine verlässlichen Zahlen gibt. Der Bau von Gotteshäusern (Kirchen, Minarette usw.) wird als Privatangelegenheit betrachtet und nach den üblichen Bauvorschriften behandelt.
Ganz anders als in der Schweiz werden an Religionsgemeinschaften auch keine staatlichen Zuschüsse ausgerichtet. Unsere alten Dorfkirchen und Kapellen gehören der Gemeinde. Wer will, kann sie für einen beliebigen Anlass mieten. Es gibt keinen staatlich besoldeten Pfarrer oder Geistlichen.
Seit 2004 ist es auch untersagt, in öffentlichen Schulen auffällige religiöse Zeichen zu tragen, wie Schleier, Kippa, Kreuze, Turbane (bei Sikhs) oder Ordenstracht.
Kürzlich hat Präsident Sarkozy vorgeschlagen, das Tragen der Burka (Ganzkörperverhüllung) in der Öffentlichkeit zu verbieten, weil das nicht als religiöses Zeichen zu werten sei, sondern vor allem die Frauen diskriminiere. Jetzt soll darüber in einer Kommission entschieden werden.
(aus Le Monde vom 1. Juli 2009)
„Il n’y a aucune question taboue. On va faire un état des lieux de cette prison de tissu et on va ouvrir un dialogue avec les associations féminines, les associations laïques et les musulmans.“
Déclaration du député communiste André Gerin chargé de présider la mission d’information sur la burqa, mise en place officiellement hier. Avec le plein soutien du gouvernement, quatre groupes politiques de l’Assemblée nationale (UMP, NC, PS, PCF) ont pour mission de dépassionner le débat et d'“ouvrir un dialogue“.
(Le Monde électronique 2. Juli 2009)
Baden im Bergsee
Ich habe gar nicht gewusst, dass es in den Pyrenäen so viele schöne, klare, saubere Bergseen gibt. Gestern am Lac d’Aumar (2192 m) …
… und am Lac d’Aubert …
… am Lac d’Orédon (1849 m) …
… und vorgestern am Lac d‘ Oô (1504 m)
Nass geworden sind wir allerdings vor allem durch das Berggewitter!























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