AUSWANDERERBLOG

Landart

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 21, 2009

Als schollenverbundener Naturfanatiker gefällt mir diese Kulturlandschaft. Ich nenne sie, beziehungsweise deren Gestaltung Landart.

Traversères, 20. März 2009

Rebberg, La Oueyte, 21.3.2009

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  1. Avatar von Unbekannt chrigu said, on März 21, 2009 at 6:37 pm

    „Der Pflug ist einer der zerstörerischsten Erfindungen der Menschheit. Er hat zu einer sehr langsamen, aber sehr gründlichen Erosion des Bodens geführt , weil er die Erde für einen Teil des Jahres blosslegt und sie damit empfindlich macht. Nackte Erde kommt in der Natur praktisch nicht vor, der grösste Teil der Landoberfläche ist mit irgendeiner Art von Pflanzen bedeckt. Sie beschützen die Erde vor Regen und Wind. Damit beschleunigt sich die Bodenerosion. Der Verlust dieser fruchtbaren Erde erfolgt in kleinsten Dosen, vielleicht ein Millimeter pro Jahr. Für einen Geologen ist das schnell, rasend schnell sogar. Das bedeutet, dass ein fruchtbarer Acker mit einem Meter Erde innerhalb von 1000 Jahren verschwunden ist.“David R. Montgomery

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  2. Avatar von Unbekannt sonntag said, on März 21, 2009 at 8:09 pm

    Zu lesen in der Schweizer Sonntags Zeitung vom 15.März.09 Sehr interessant!Ein besseres Zitat aus diesem Artikel ist aber… „Heute arbeitet man an Saatgut das nur einmal verwendet werden kann. Ist das nicht die dümmste Idee, die Menschen jemals gehabt haben?“

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  3. Avatar von Unbekannt RB said, on März 21, 2009 at 8:50 pm

    @chrigu und sonntagIch habe das Interview mit dem Geologen Montgomery auch gelesen. Für mich nach 50 Jahren praktischer landwirtschaftlicher Erfahrung….sorry…, kalter Kaffee!Natürlich weiss ich um die Erosionsgefahr…. das ist ja auch der Grund, dass ich soweit möglich pfluglosen (sans labour) Ackerbau betreibe! Nur gibt es eben in der landwirtschaftlichen Praxis nicht nur schwarz-weiss!! Es ist keine Kunst, pfluglosen Ackerbau zu betreiben und gleichzeitig die Unkräuter mit Herbiziden zu bekämpfen!!Auf unserem Hof hier in Frankreich wird jetzt seit 20 Jahren kein einziges chemisches Produkt ausgebracht (weder Dünger noch Pestizide). Dafür müssen Gräser hin und wieder (1x in acht Jahren) mit einem Umbruch (pflügen) bekämpft werden…Übrigens: Saatgut (hybrid) das nicht ohne weiteres vermehrt werden kann, dafür ertragreicher ist, wird seit 50 Jahren ausgesät (Mais, Zuckerrüben, Gräser usw.). Der sog. Heterosiseffekt wird übrigens auch in der Tierzüchtung ausgenützt ohne Anwendung von Gentechnologie.Wohlverstanden, ich bin gegen Gentechnologie in der Landwirtschaft, nicht so sehr wegen allfälligen gesundheitlichen Bedenken, als vielmehr wegen den daraus resultierenden Abhänigkeit der Bauern von den Machtpositionen multinationaler Unternehmungen!Ruedi Baumann

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  4. Avatar von Peter Müller Peter Müller said, on April 7, 2009 at 9:16 pm

    Finde ich doch ein heisses Thema. Das mit dem Pflug. Ich habe gehört (habe gerade keine Quellen) dass in Nordamerika schon grosse Gebiete durch intensive landwirtschaftliche Bearbeitung zur Wüste verkommen sind, während in China seit 4000 Jahren nachhaltiger Landbau betrieben wird und die Böden (zumindest vor 100 Jahren) noch fruchtbar waren. Deinem hundertsten Urenkel sind Deine Gräser so ziemlich egal, aber wenn der Boden keinen Humus mehr hat, wird er das gar nicht merken können, weil sein Urur..ahn schon verhungert war.Natürlich sehe ich in der chemischen Bekämpfung der Unkräuter keine Alternative, sondern im pfluglosen Bio-Anbau. Was aber dann wieder eine Kunst ist…

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