Orchideenquiz vom 30. März
Die richtige Antwort zum 1. Bild: Orchis purpurea – die blüht jetzt überall auf unsern Wiesen.
Es gibt sie auch in Albino-weiss…
Gratulation den Tausenden die richtig geraten haben! Noch unbeantwortet sind die Fragen zu den Blumen 2 bis 4! Nichts wie los, der Preis ist heiss!
Olympisches Feuer
Die olympische Flamme sorgt für olympisches Feuer…. gestern in London, heute in Paris
Übrigens: ich boykottiere nicht nur das Sechseläuten, sondern auch die Olympischen Spiele!
Sonntagsvergnügen
Ein Motorradclub auf dem grossen Sonntagsausflug….
…und die staunenden Zaungäste
Übrigens: Wir gehen auch nicht an das Sechseläuten. Nicht wegen den Scharfschützen, sondern wegen den Dummköpfen (wir sind zwar auch nicht eingeladen).
Jetzt wird gesäubert!
Der gedemütigte Goldküsten-Milliardär und Bundesratsversager lässt seine Partei säubern. Den Stall ausmisten soll sein inzwischen zum Meisterknecht avancierte Ziehsohn aus dem Toggenburg. Die neue Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf soll wegen Majestätsbeleidigung nullkommaplötzlich aus der Partei und dem Bundesrat ausgeschlossen werden und mit ihr alle, die nur einen Deut von der stal(l)inistischen Parteidiktatur abweichen.
In der Berner SVP haben zwar einzelne Mutige diese „braunen Tendenzen“ öffentlich kritisiert, die Mehrheit wird wohl als kleinmütige Höseler wie ihr Präsident den Kopf einziehen und sich dem parteiführenden Geldadel unterziehen. Schliesslich stehen lukrative Posten und Pöstchen auf dem Spiel!
Apropos Geldadel: Nicht ausgeschlossen wird selbstverständlich SVP-Nationalrat und Unternehmer Spuhler. Als UBS-Verwaltungsrat hat er zwar aktiv mitgeholfen, 40 Milliarden in den Sand zu setzen. Für diese nebenamtliche Tätigkeit, von der er ja auch nichts versteht, bezieht er schliesslich nur unwesentlich mehr als ein Bundesratssalär…
Wie man hört, soll die SVP-Kampfkasse jetzt auch noch zusätzlich durch die Bundesratsrente von Oberjuhee Blocher gespiesen und vom Autoimporteur und Alt-Nationalrat Frey aufgestockt werden.
Wahrlich, schöne Aussichten für die Plakatwände und Abstimmungskämpfe in der Alpenrepublik, die das Land in Zukunft noch einwenig härter, kälter, egoistischer und steuergünstiger erscheinen lassen, als es ohnehin schon ist.
Der schönste Rückzugsort der Welt
Gastbeitrag von Mirjam Matti
Traversères ist zweifelsohne der schönste Rückzugsort der Welt. Wie schon im Vorjahr reiste ich kurz nach Ostern mit schwerem Gepäck bestehend aus zahlreichen Büchern, Yoga-Matte und Nordic Walking Stöcken nach Traversèrses zu Stephanies und Ruedis Ferme La Ouaïtte. Um mich hier auf die erste Etappe der Diplomprüfungen zur PR-Beraterin vorzubereiten.
Mit Erfolg. Nun hoffe ich, dass die diesjährige Vorbereitungszeit den gleichen positiven Effekt haben wird wie im Vorjahr.
Mit Ruedi habe ich die alten Zeiten der Grünen Wahl- und Abstimmungskämpfe aufleben lassen und mir alles notiert an guten Beispielen, die ich bei Fragen zur politischen PR verwenden kann. Aber nicht nur Politik bestimmte meinen Lernplan, ich vertiefte mich auch mit den Möglichkeiten der Online-Kommunikation und vor allem den Instrumenten des Web 2.0. Und: Was wäre da geeigneter als selber einen Gastbeitrag in Ruedis Auswandererblog zu schreiben?
Die Ruhe und Einsamkeit in Traversères hat mich nicht nur zum Lernen motiviert. Hier lässt sich wunderbar Ausruhen und neue Kraft tanken. Als Städterin genoss ich die täglichen Nordic Walking Touren quer über die Traversèrschen Felder und Hügel, die ich zu Hause beim Gerangel an den Fusswegen der Berner Aare sicher noch sehr vermissen werde…
Nach zehn Tagen Rückzug und Verbannung der Grossstadt heisst es nun heute Abschied nehmen und Richtung Flughafen Toulouse aufzubrechen, wo meine Rückreise nach Bern beginnt.
Liebe Stephanie, lieber Ruedi: für die wunderbare Gastfreundschaft, die lehrreichen Diskussionen und unterhaltsamen Gespräche, für die faire Chance beim Pétanque spielen – Merci vielmal!
Au revoir et A bientôt à Traversères…
Mirjam
Zum Tod von Fred Haenssler
„Am 22. März 2008 ist Fred Haenssler im 80. Altersjahr nach schwerer Krankheit gestorben. Als langjähriger Mitinhaber des Feusi-Bildungszentrums war Fred Haenssler in breiten Kreisen als ausgewiesener Bildungsfachmann bekannt. Als frisch promovierter Historiker gründete er im Jahre 1958 das Berner Abendgymnasium, das jungen Berufsleuten ermöglichen sollte, über den zweiten Bildungsweg zu einem Universitätsstudium zu gelangen. Seither haben mehrere tausend Personen diesen Weg beschritten. Fred Haenssler hat aber nicht nur im Gymnasialbereich Neues geschaffen. Er war auch massgeblich an der Entwicklung von Schulen im Gesundheitswesen beteiligt. So ist unter seiner Ägide am Feusi-Bildungszentrum die Dentalhygieneschule oder die Physiotherapieschule entstanden. Einen wesentlichen Anteil hatte er auch an der Gründung der Privaten Hochschule Wirtschaft. Der Verstorbene engagierte sich während Jahren im Verband Schweizerischer Privatschulen, den er während langer Zeit präsidierte. Er war kein Gegner der Staatsschule, plädierte aber für das Nebeneinander von staatlichen Schulen und solchen mit privaten Trägerschaften. Nach seinem Ausscheiden aus dem Feusi-Bildungszentrum im Jahre 2000 übte er verschiedene Berater- und Projektleitungsmandate aus. So leitete er das nationale Projekt «Reform der Grundbildung im Detailhandel», das 2005 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Fred Haenssler bleibt für viele ein grosses Vorbild. Einerseits war er ein unermüdlicher, fordernder, kreativer Leader, dessen Optimismus sich auf andere übertrug. Er hatte aber auch stets Verständnis für Menschen in schwierigen Situationen und suchte nach Lösungen, diesen auch auf unkonventionelle Weise zu helfen. Nicht selten ist es vorgekommen, dass er und seine Frau Verena junge Menschen bei sich in der Familie aufnahmen, wenn es die Lage erforderte. Als Mitbegründer des Jungen Bern war er in den 1960er-Jahren Mitglied des Berner Stadtparlamentes. Er blieb sein Leben lang ein Homo politicus, auch wenn er sich parteipolitisch nicht einbinden liess. Massgebend in all seinem Tun waren nicht unreflektierte Parolen, sondern stets sein innerer Imperativ. Dabei war er sich seiner eigenen Widersprüche und Grenzen durchaus bewusst. Dies war es wohl auch, was ihm bei seinen Mitmenschen so viel Sympathie, Zuneigung und Achtung verschaffte.“
Elisabeth Zillig (aus „Der Bund“ vom 3. April 2008)
Für mich, für meinen Bruder, und im Laufe der Jahre für hunderte von anderen Primarschülern vom Lande war der Feusi Abendgymer in den 60er-Jahren die einzige Möglichkeit, nach der Berufslehre doch noch den Zugang zur Universität oder ETH zu schaffen. Fred Haensler hat mir als Lehrer und Motivator Türen geöffnet, die ohne ihn immer verschlossen geblieben wären. Ich bin ihm und seinem Team zu grossem Dank verpflichtet.
„Von meinem Bruder erfuhr ich, dass es in Bern so etwas wie ein privates Abendgymnasium für Berufstätige gab. Ich schrieb mich in den folgenden zwei Jahren an der Privatschule Feusi ein und büffelte Tag und Nacht, um die Matur nachzuholen.
Ich beneidete damals die ordentlichen Gymeler sehr um ihre kostenlose, jahrelange gemütliche Ausbildung. Ich war in meinem ersten Gymnasiumssemester schon so alt wie einige der Studenten an der Uni Bern; und es war sehr ungewiss, ob ich es wirklich je schaffen würde, die Mittelschule abzuschliessen und dann auch noch die Aufnahmeprüfung an der ETH zu bestehen. Ich hatte Angst um meine Zukunft. „Ja, ja, Herr Baumann, die Trauben hängen hoch an der ETH, vielleicht zu hoch für Sie,“ liess mich ein fieser Lehrer immer wieder wissen. Aber ich wollte es allen zeigen. Ich war extrem bildungshungrig und schaufelte eifrig Wissen und Halbwissen in meinen Kopf wie nie zuvor und nie danach. Ich habe die ganze Weltgeschichte, vom Trojanischen Krieg über die Römische Kaiserzeit und die Französische Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg, auswendig gelernt und in Kleinschrift in einer Wochenagenda zusammengefasst. Ich büffelte Anthropologie, Biologie und Zoologie. Mit den naturwissenschaftlichen Fächern Mathematik, Physik und Chemie hatte ich gar keine Probleme und konnte schon bald Nachhilfestunden geben in Algebra und Differentialrechnung. Dafür blieb ich in den sprachlichen Fächern immer ungenügend. Stephanie muss noch heute meine Texte korrigieren.
Nach zwei Jahren, nicht nach den üblichen drei, schrieb ich mich, allerdings ohne den Segen der Feusischule, für die ETH Aufnahmeprüfung in Zürich ein. Und ich schaffte es! Wenn auch sehr knapp. In nur zwei Jahren hatte ich mich vom Primarschüler zum ETH-Studenten emporgeschuftet. Ich wusste, dass selbst Albert Einstein die ETH-Aufnahmeprüfung nicht im ersten Anlauf geschafft hatte! Mein Selbstvertrauen nahm exponentiell zu. Ich war glücklich.“
Auszug aus Bauernland, Ruedi Baumann
K, K, K
Früher brauchte man das K, K, K für das vorbestimmte Leben der Frauen: Küche, Kinder, Kirche… Jetzt steht die Abkürzung für Kabellose Kompjuter Küche…








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